Lärmschutz oder Bar-Trubel: Brühl-Anwohner zwiegespalten

Mit Vorgaben der Stadt, ab wann es ruhig sein muss im Quartier, begründen zwei Gastronomen das Aus ihrer Bars. Mancher Mieter kann die Auflagen gut verstehen.

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9Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    994374
    16.02.2020

    Zitatanfang: Ein weiterer Geschäftsinhaber am Brühl, Sven Schöppe, sieht die Verantwortung ebenfalls bei der Verwaltung: "Mit Schließzeiten kann die Stadt das Zentrum nicht beleben", so der Betreiber des Outdoor-Ladens Giron Adventures. Er fühlt sich von den Lokalen, die bereits in dem Viertel angesiedelt sind, nicht gestört, ganz im Gegenteil: Laut des 38-Jährigem würden mehr Kneipen den Stadtteil beleben und außerdem Anreize für neue Einzelhändler schaffen, die sich vielleicht am Brühl ansiedeln könnten. :Zitatende

    Wohnt der Herr Schöppe etwa in seinem Geschäft auf dem Brühl?
    Und hätten die „neuen Einzelhändler“ etwa noch zu den Zeiten geöffnet, wenn es in den belebenden Kneipen lebendig wird???

    Übrigens: Wenn sich im mit Industriebrachen reich gesegneten Chemnitz kein Ort für eine ordentliche Musikkneipe/Disco… finden sollte könnte man doch eine im „Hinterhof“ der Aktienspinnerei (demnächst Uni-Bibliothek) erbauen.
    Schalldicht natürlich, das kenne ich aus dem Ausland! Z.B. an der Einmündung der Zillestr. In die StraNa, wo früher mal der ZUHAUSE-Schriftzug zuhause war, bevor er als Verkehrsbremse im Kiez missbraucht wurde.

  • 2
    2
    994374
    14.02.2020

    "Stefanie Arzt bedauert, dass die Coffee-Art-Bar schließt. Die 33-jährige Projektmanagerin und Anwohnerin fühle sich nicht durch Lärm gestört. "Das einzige, was hier nervt, sind Autos, die zu schnell fahren.""
    - Wie groß ist die Entfernung zwischen der Coffee-Art-Bar und der Wohnung der Frau Arzt?
    - Wo bitte können Autos auf de Brühl "schnell" fahren?

    "Für Soziologin Mira Freiermuth sind die Gastronomien am Brühl sogar ein Grund gewesen, warum sie in das Quartier gezogen ist: "Ich hatte Lust auf eine Straße, wo man abends auch was trinken gehen kann", so die 33-jährige Mutter."
    - Wann ist sie denn auf den Brühl gezogen? Welche Gastronomien gab es zu diesem Zeitpunkt?
    - Aber mein Tipp: Sächsischer Hof, Schalom, jede Menge Gaststätten an der StraNa und am Schlossberg
    - Locations mit Musik bzw. potenzielle, gibt es nicht weit vom Brühl ab Brückenstr. – Einige leider zweckentfremdet (Stadtkeller, Kosmos-Bar usw.) – Da gibt es auch kaum protestberechtigte Anwohner!
    - 10 bis 15 Min. „Fußmarsch“ zum nächsten Restaurant/Kneipe kann sich doch die 33-jährige Frau Freiermuth wohl zumuten!

    „Wenig Verständnis für Anwohner, die sich an Lärm stören, hat Barbara Buschner. "Wenn ich hier herziehe, weiß ich, dass der Brühl nicht die ruhigste Ecke von Chemnitz ist. Wir lechzen danach, dass hier mal was anderes passiert", so die 68-jährige gelernte Buchhalterin.“

    - Das ist nicht zutreffend. Die meisten Anwohner begannen herzuziehen, als der Brühl ein ruhiges Viertel war – was er eigentlich auch noch immer ist !

    (Die meisten Häuser waren seit 10-15 Jahren leergezogen und verwahrlost. Seit ca. 6 Jahren arbeiteten Investoren an der Sanierung und es entstanden Wohnungen, die zumeist vermietet sind. Vermietet an junge Familien mit Kindern, die natürlich arbeiten gehen müssen.(Die Eltern, nicht die Kinder ????)

    Bei der aktuellen Diskussion geht es ja nur um ca. 2 Geschäfte. Die Masse der Anwohner wird diese gar nicht bemerken, aber für die unmittelbaren Nachbarn wird es ein existenzielles Problem sein (Umzugskosten!!!). Und wird es Nachmieter geben?

    Und wieso hat „beleben“ immer nur was mit Disco täglich zu tun? Macht doch mal Open Air-Konzerte alle 6 Wochen! Wo bleiben die Tante Emma-Läden usw.?

  • 4
    1
    mops0106
    09.02.2020

    @Pixelghost:
    Ja das stimmt, auf dem Brühl gab es keine Nachtbar. Die waren sinniger Weise in der Innenstadt und nicht in Wohngebieten in Wohnhäusern.
    Es werden sich auch heute noch noch immer Anwohner finden, die sich über ein Konzert etc. beschweren. Aber wer direkt im Zentrum wohnt, weiß, dass dort in gewissen Abständen Straßenfeste etc. stattfinden. Der Wind trägt den Lärm sehr weit.
    Das ist aber was anderes, wenn direkt unter meiner Wohnung eine Bar/Cafe ist, wo mehrfach in der Woche bis 2/3 Uhr Remmidemmi ist.

  • 4
    0
    Pixelghost
    09.02.2020

    @ mops0106, im Bereich des Brühls gab es keine Nachbar. Da war schon immer tote Hose.
    Auf der Mühlenstraße gab es die „Rote Mühle“. Das war’s aber auch schon.

    Ich habe in der Innenstadt Polizeidienst geschoben und weiß es deshalb sehr genau.

    Die Leute in dieser Stadt haben sich doch schon immer beschwert, wenn einmal im Jahr auf der Freilichtbühne ein Konzert war - von Stern Meißen oder den Puhdys. Da riefen die von überall her an, warum „so laut“ Musik gespielt wird.

  • 8
    0
    CPärchen
    09.02.2020

    Als es um den Brühl vor ca. 10 Jahren ging, war die Rede von einer "kleinen Neustadt", angelehnt an den Dresdner Stadtteil.
    Und nun??? Das Geld vom Freistaat wurde genommen, aber auf einmal 22Uhr: Feierabend.
    Die Stadtverantwortlichen haben sich nicht geändert. BaLu war schon damals OB.

    Die Schuld sehe ich schon bei der Stadt

  • 8
    1
    mops0106
    08.02.2020

    Zum Artikel vom 06.02.20 zum gleichen Thema wurde schon diskutiert und auch die Möglichkeiten des Weggehens zu DDR-Zeiten wurden erörtert.
    Deshalb nur noch so viel: Ja die Diskos haben 24 Uhr geschlossen. Aber die vielen Nachtbars, die es gab, hatten bis 2-3 Uhr auf. Für die meisten von uns war das lange genug.

  • 6
    2
    Kastenfrosch
    08.02.2020

    ...und warum geht es in anderen Städten?

  • 6
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    Pixelghost
    08.02.2020

    @Deluxe, soweit ich mich erinnern kann, war in den Diskotheken freitags und sonntags um 22 Uhr „finni“. An Samstagen ging die Disko bis 24 Uhr. Ab 22 Uhr mussten alle unter 16 raus.

    Im übrigen gab es am Brühl - und in dem Stadtteil geht es ja wohl – keine Diskothek.

  • 15
    1
    Deluxe
    08.02.2020

    Warum hat des denn früher, also bis 1990 funktioniert? Da gab es auch Kneipen, Bars und ähnliche Einrichtungen.
    Und alle gingen morgens zur Arbeit.

    Warum gibt es diese Probleme heute?
    Liegt das wirklich nur an Musikanlagen?
    Oder daran, daß früher zu Uhrzeiten Feierabend gemacht wurde, zu denen es heute gerade erst losgeht?