Lichtenau muss neue Kläranlage für Kita bauen

Für 39.000 Euro soll vollbiologische Anlage angeschafft werden

Lichtenau.

Die Kläranlage für das Abwasser aus der Kindertagesstätte "Rappelkiste" im Lichtenauer Ortsteil Ottendorf ist undicht. Eine Prüfung der Anlage habe ergeben, dass Schmutzwasser aus der Grube in die Umwelt gelangt, sagte Bürgermeister Andreas Graf (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Das Gremium entschied, dass die Gemeinde knapp 39.000 Euro für eine neue vollbiologische Kläranlage locker machen muss.

Die geschätzten Kosten seien erheblich und nicht im Haushalt eingeplant, so die Räte. Doch ein Risiko, dass die Fehlerstelle und der Schaden für die Umwelt größer würden, dürfe nicht eingegangen werden, so Graf. Müsste die Anlage stillgelegt werden, gäbe es für Eltern und Gemeindeverwaltung zusätzliche Probleme. In der Einrichtung betreuen sechs Mitarbeiter 50 Kinder. 17 Plätze sind dabei Krippenkindern vorbehalten.


Wie der Ortschef auf Nachfrage von Räten erklärte, käme eine Reparatur als billigere Alternative nicht infrage. Fachleute hätten davon abgeraten, weil die Sanierung gleichfalls hohe Kosten verursachen würde, das Problem damit aber weniger dauerhaft gelöst wäre, so Graf. Die alte Anlage sei zudem abgeschrieben. Für den Austausch veranschlagt der Bürgermeister rund eine Woche Arbeitszeit. Das Schmutzwasser kann laut Hauptverwaltungsleiter Martin Lohse bis zum Anschluss der neuen Kläranlage mit der bestehenden und einer provisorischen Anlage behandelt werden.

Bauamtsleiter Kersten Pilz sagte, dass bis Ende August der Einbau beendet werden soll. Noch besser wäre, wenn die Arbeiten während der Urlaubszeit erledigt würden, weil erfahrungsgemäß weniger Kinder die Einrichtung besuchen.

Überlegungen der Räte, die neue Anlage größer als die bisherige zu bauen, wurden verworfen. Eine Kapazitätsreserve könne gut sein, wenn mehr Betreuungsplätze als bisher gebraucht würden, so die Meinung von Befürwortern. Wie Lohse sagte, habe sich die bisherige Größe jedoch bewährt. Sie entspräche den Richtwerten für ein Gebiet mit etwa 20 dauerhaften Bewohnern. Größer zu bauen, wäre nicht nur teurer, bei einer überdimensionierten Anlage könnte auch die Funktion beeinträchtigt sein, gaben Räte zu bedenken. Das Geld für die Neuanschaffung soll nach dem Willen der Räte aus dem Straßenbau-Budget der Kommune genommen werden.

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