Lichtenau rechnet mit weniger Steuergeld

Gemeinde stellt sich auf Rückzahlungen ein - Personalbedarf wächst

Die Gemeinde Lichtenau rechnet mit sinkenden Steuereinnahmen. Das wurde bei der Vorstellung der Eckpunkte für den Haushalt des kommenden Jahres bekannt. Demnach war für 2019 mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von vier Millionen Euro kalkuliert worden. Nun geht man von etwa 3,5 Millionen Euro aus.

Ein Grund für diese Prognose ist, dass die Gemeinde damit kalkuliert, Steuern zurückerstatten zu müssen. Das kann unter anderem dann passieren, wenn eine Firma in größerem Maßstab investiert und deswegen Gewerbesteuer zurückfordert. An den Hebesätzen sowohl für die Gewerbesteuer als auch für die Grundsteuer A und B soll sich aber 2019 nichts ändern. Mit 330 Prozent ist die Gewerbesteuer - sie wurde seit dem Jahr 2000 nicht verändert - in Lichtenau auf dem niedrigsten Niveau aller Kommunen in Mittelsachsen. "Wir sollten sie so belassen und abwarten, was andere Maßnahmen bringen", sagte Bürgermeister Andreas Graf in Richtung der Gemeinderäte. So organisiere man derzeit die Verwaltung neu und hoffe auf Spar-Effekte.

Indes kalkuliert das Rathaus mit einem höheren Personalbedarf. Der ergebe sich zum einen aus der vom sächsischen Kultusministerium geplanten Entlastung für Erzieher. Sie sollen mehr Zeit zur Vor- und Nachbearbeitung bekommen. Deswegen werden mehr Erzieher gebraucht. In den Kitas von Lichtenau soll voraussichtlich etwa eine Vollzeitstelle zusätzlich geschaffen werden. Eine weitere zusätzliche Stelle will das Rathaus im Bauhof einrichten. Hintergrund sei, informierte Bürgermeister Graf, dass es zunehmend schwieriger werde, Baufirmen für Aufträge zu finden. Deswegen wolle man einige Arbeiten selbst erledigen. An anderer Stelle im Rathaus wolle man dagegen eine Stelle einsparen, so Graf.

Die Eckpunkte sind Grundlage für den Haushalt für 2019. Der Etat soll im Dezember vorliegen.

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