Lichtenau übernimmt Mäharbeiten künftig selbst

Gemeinde investiert in Zubehör für Kehrmaschine und andere Geräte

Lichtenau.

Die Gemeinde Lichtenau will eine Kehrmaschine und im kommenden Jahr ein Mähgerät anschaffen. Darauf haben sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung verständigt. Anlass dafür ist nach ihren Angaben die Ordnung und Sauberkeit auf den Straßen, Plätzen und in öffentlichen Bereichen, die häufig nicht den Erwartungen entsprechen. Unzufrieden sind Gemeinderäte und Bürger vor allem mit den Resultaten der Arbeit einiger Dienstleistungsunternehmen. So empfinden viele die Abstände, in denen gekehrt oder Unkraut aus Gräben, Entwässerungseinrichtungen, von Böschungen und Grünstreifen entfernt wird, als zu lang. Hinzu kommt laut Hauptverwaltungsleiter Martin Lohse, dass auf Ausschreibungen der Kommune teilweise nur wenige Firmen Angebote abgegeben haben.

Mit einem Grundsatzbeschluss zur Beschaffung zusätzlicher Bauhoftechnik will der Gemeinderat eine Kehrtwende einleiten. Im Ort solle wieder mehr aus eigener Kraft erledigt werden. Dabei soll es sich um ein Anbaugerät für das Multifunktionsfahrzeug handeln. Der Kauf sei sinnvoll, urteilen die Räte. Einige plädierten für ein gebrauchtes und damit günstigeres Zusatzgerät. In die neue Technik soll Geld aus dem Verkauf eines Multicars investiert werden, den die Gemeinde nicht mehr braucht. Im kommenden Jahr soll ein Mähgerät hinzukommen, das auch an Böschungen und zum Freischneiden des Luftraumes über Verkehrswegen genutzt werden kann. Das Fahrzeug soll so ausgestattet werden, dass die Bauhofmitarbeiter es für Transporte, den Winterdienst sowie für Kehren, Reinigen und Pflegearbeiten verwenden können. "Die Dienst- und Einsatzpläne müssen so gestaltet werden, dass die Maschine ständig läuft", forderte Gemeinderat Andreas Herberger (Freie Wähler). Ziel müsse sein, Straßen, Wege, Plätze und Haltestellenbereiche regelmäßig und zusätzlich bei besonderem Bedarf in Ordnung zu halten, so die Räte. Gert Eidam (Freie Wähler) schlug vor, das Gewerbegebiet in Ottendorf einzubeziehen. Ein anderer im Gremium regte an, den Lichtenauer Abschnitt des Chemnitztalradweges besser zu pflegen. Durch Steine und Laub sei das Befahren teilweise gefährlich. Weitere Wünsche schränkte Bauamtsleiter Kersten Pilz ein. Er wies darauf hin, dass es in erster Linie Pflicht der Anwohner und Grundstücksbesitzer ist, Gehwege und Schnittgerinne zu reinigen. Es werde bei der Grundreinigung der Straßen und öffentlichen Bereiche durch Dienstleister bleiben.

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