Limbach-Oberfrohna bietet Nachwuchsbands ein Podium

Zum Stadtparkfest treten am Dienstag Gruppen aus Mittelsachsen auf. Eine davon hat dabei ein Heimspiel und hofft, dass sich mehr junge Leute auch Gruppen aus der Heimat anhören.

Limbach-Oberfrohna.

Der Dienstagabend gehört beim Limbacher Stadtparkfest traditionell Jugendbands aus der Region. Seit vielen Jahren bekommen sie auf der Bühne eine Plattform, um sich zu präsentieren. Diesmal treten die Gruppen Summit Area aus Mittweida, Onkel Annika aus Chemnitz und Destinyday aus Limbach-Oberfrohna auf.

Für das Quintett aus Limbach ist es bereits das dritte Mal, dass es sein Können auf dem Stadtparkfest unter Beweis stellt. "2014 fing für uns als Band alles an", sagt Kevin Weber, der Gitarrist von Destinyday - der Bandname bedeutet soviel wie Schicksalstag. Der heute 21-Jährige studiert Energie- und Umweltmanagement in Mittweida und investiert täglich Zeit in die Musikgruppe. "Die Band hat einen sehr hohen Stellenwert", so Weber. Von Liederschreiben über Demoaufnahmen bis hin zur Pflege von Kontakten in sozialen Netzwerken und Buchungen für Auftritte habe jedes Mitglied seine Aufgaben. Zu Kevin Weber kommen bei Destinyday noch Sängerin Lena Groh, 21 Jahre alt und Lehramtsstudentin, Gitarrist Falk Scheel, 22 Jahre alt und bald Azubi zum Techniker, Bassist Philipp Göhl, 21 Jahre alt und Azubi zum Erzieher sowie Schlagzeuger Justin Korbitz, 20 Jahre alt und Mitarbeiter im Holzhandel. "Die Wochenenden gehören immer Proben für die Band", sagt Kevin Weber.


Und die Mühen zahlen sich aus. Im November 2015 brachte Destinyday ihr erstes Demoalbum mit zehn Liedern heraus. Drei Jahre später folgte die erste Single, die es im Internet zu hören gibt. In diesem Jahr gelang es den Limbachern, beim Bandwettbewerb SPH-Music-Masters ins Halbfinale zu kommen. Dort konnte sich die Gruppe den dritten Platz der Jurywertung erspielen. "Damit zählen wir zu den besten deutschen Nachwuchsbands und sind die einzige Band aus dem Landkreis Mittelsachsen und dem Landkreis Zwickau, die es in dem Jahr so weit schaffte", sagt Weber. Die Musikrichtung von Destinyday lässt sich als moderner Hardrock bezeichnen. Tiefgehende Songs auf Englisch, die den Zuhörer mit verschiedenen Gefühlen aus allen Lebenssituationen konfrontieren und dabei direkt ins Ohr gehen und im Kopf bleiben sollen, sind das Ziel des Quintetts. Und wie schwer ist es für eine Nachwuchsband aus dem ländlichen Raum überhaupt, Erfolg zu haben? "Es ist nicht einfach, als junge Band zu bestehen. Die Leute sind immer weniger bereit, für Musik Geld auszugeben, auf Konzerte von kleinen Bands zu gehen und diese zu unterstützen", sagt Weber. Und der Markt ist zudem voll mit jungen Bands, die es schaffen wollen. Den Begriff Konkurrenz benutzen die Mitglieder von Destinyday aber ungern. "Es gibt viele tolle Bands und jede ist auf ihre Art und Weise etwas Besonderes", so Gitarrist Weber.

Zurzeit nimmt die Gruppe in Chemnitz Songs auf. Parallel dazu spielt sie Konzerte, wie im Stadtpark. "Unser Ziel für die Zukunft ist es, immer mehr Konzerte an verschiedenen Orten zu spielen", sagt Kevin Weber.

Der Jugendbandabend beim Limbach-Oberfrohnaer Stadtparkfest beginnt am Dienstag um 19 Uhr auf der Freilichtbühne.

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