Linux-Tage: Wo die Ideen von morgen entstehen

Für ein Wochenende zog es Technik-Fans und Tüftler nach Chemnitz. Dort hörten sie nicht nur Vorträgen zu.

Eine Landkarte am Eingang des orangefarbenen Hörsaalgebäudes an der Reichenhainer Straße zeugt davon, dass die Linux-Tage längst nicht mehr nur eine Veranstaltung für hiesige Informatikstudenten sind: Bei Prag, Zürich, Cambridge und selbst St. Petersburg wurde ein Kreuz gemacht, weil Besucher der Messe von dort kamen. Wer nicht gerade zwischen den über 60 Ständen bummelte, hörte sich Vorträge an oder nahm an Workshops teil.

Das Thema der Messe ist für Laien schwer verständlich: Die Linux-Tage drehen sich rund um das freie Betriebssystem Linux und freie Software, auch Open Source genannt, die man im Gegensatz zu anderen Programmen beliebig verbreiten und auch verändern darf.

Das Gebäude war gut gefüllt an den zwei Linux-Tagen. "Wir haben mit rund 3000 Besuchern gerechnet und die sind auch gekommen", sagt Antje Schreiber von der Öffentlichkeitsarbeit. Ob es dieses Jahr aber noch mehr waren als letztes Jahr, als mit knapp 3100 Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt wurde, müsse man noch sehen.

Einer dieser Besucher war Manuel Müller. Die Linux-Tage seien eine außergewöhnliche Veranstaltung, weil die Besucher mit eingebunden würden, programmierten und löteten. Dabei sei besonders toll, dass sich alle auf einer Wellenlänge befänden. "Ob Professor, Top-Programmierer oder Anfänger - alle verstehen sich, weil sie sich für das gleiche Thema interessieren", erklärte Manuel Müller.

Dieses Jahr stand die Veranstaltung im Zeichen junger Projekte, die einmal große Innovationen werden könnten. Das gemeinschaftliche Tüfteln daran reizt junge Informatiker wie Manuel Müller besonders. "Es ist natürlich der Traum eines jeden Programmier-Freaks, etwas zu erfinden, was die Computer-Branche verändert. Oft fangen solche Innovationen ganz klein mit einer guten Idee an."

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1Kommentare
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  • 0
    0
    ai
    21.03.2016

    Vielleicht recyclen die Redakteure alte Artikel?



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