Mieter lässt in neuer Wohnanlage Bäume pflanzen

Das Umfeld der Ahorn-Höfe in Gablenz ist gerade begrünt worden. Dabei hat sich ein Bewohner einen Wunsch erfüllt.

Gablenz.

Steffen Neuhäuser liebt Ginkgo-Bäume. Ein Foto von Blättern der aus China stammenden, äußerst langlebigen und widerstandsfähigen Pflanzen ziert sogar die Visitenkarte des 65-jährigen Chemnitzers. In dieser Woche hat er sich zudem einen besonderen Wunsch erfüllt. Im Hof der neu errichteten Wohnanlage Ahornhöfe an der Carl-von-Ossietzky-/Ecke Geibelstraße in Gablenz, in die Neuhäuser in diesem Sommer eingezogen ist, sind am Mittwoch sechs Ginkgo-Bäume gepflanzt worden.

Den Auftrag dafür hatte der Mieter selbst erteilt - in Absprache mit seinem Vermieter, der Wohnungsbaugenossenschaft CAWG. Denn die Genossenschaft hatte unter den Erbauern und den Bewohnern der 26 neuen Wohnungen um Baumspenden und um die Übernahme von Baum-Patenschaften geworben. Außer den Bäumen, die die CAWG selbst pflanzen ließ, spendeten so auch am Bau beteiligte Firmen insgesamt acht Bäume. Dazu kommen jetzt noch die sechs von Steffen Neuhäuser bestellten Ginkgos. Die Rechnung für deren Lieferung und Pflanzung habe er noch nicht erhalten, rechne aber mit einer fünfstelligen Summe, so der Pensionär. Zudem übernimmt er jetzt als Pate die Pflege der Bäume.

"Mir ist das eine Herzensangelegenheit, etwas für unsere Umwelt und für unsere Stadt zu tun", begründet er und sagt: "Diese Bäume sollen nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Bürgern eine Freude sein und in hunderten von Jahren kommenden Generationen zeigen, dass wir nicht nur an uns, sondern auch an sie und an unseren Planeten gedacht haben." Schließlich könnten Ginkgo-Bäume, die ältesten noch existierenden fossilen Pflanzen der Erde, weit über 1000 Jahre alt werden und besäßen einen einzigartigen Überlebenswillen. In Japan haben sie als einzige Bäume in unmittelbarer Nähe nach dem Atombombenabwurf von Hiroshima wieder ausgetrieben.

Neuhäuser, der als Beamter die Rechtsabteilung des Jobcenters leitete, war 1994 in den Neukirchener Ortsteil Adorf gezogen und hatte vor der Heimkehr in seine Geburtsstadt Haus und Grundstück in Adorf verkauft. "Ich hatte viel Glück im Leben und möchte davon etwas zurückgeben", sagt er. Die CAWG sei dankbar für die großzügige Spende, so ihr Sprecher Daniel Pfaff. Die Ginkgos seien eine gute Ergänzung zu den bisher gepflanzten Ahorn-Bäumen.

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2Kommentare
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    2
    Interessierte
    20.10.2019

    Da kann man nur hoffen , dass dort keine Kinderspielen ….
    Und in China/ist man diese Kerne ….

    >
    Der nach der Befruchtung aus der Samenanlage entstandene Ginkgosamen ähnelt äußerlich den Mirabellen ….....etc.
    Die Samenschale entwickelt im ausgereiften Zustand einen unangenehmen Geruch nach ranziger Butter. Verantwortlich dafür sind die in der Samenschale enthaltenen Fettsäuren Buttersäure und Capronsäure. Die ebenfalls enthaltenen Phenole können durch Austreten des Saftes zu Hautreizungen und Allergien führen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ginkgo

  • 1
    1
    Interessierte
    20.10.2019

    Die haben gelbe Früchte , welche stinken , wenn sie runter gefallen sind und liegen bleiben , aber die Kerne kann man essen ....



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