"Migration ist der Normalzustand"

Der Historiker Jan Plamper über Ein- und Auswanderung im geschichtlichen Kontext, Fremdenfeindlichkeit und Vertragsarbeiter in der DDR.

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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    994374
    21.02.2020

    Ich möchte Bader und Hinterfragt noch ergänzen:
    Es kommt auch auf die Quantität pro Zeit der Einwanderung an. Bei tröpfchenweiser Einwanderung haben die Einwanderer einen größeren "Integrationsdruck" - langfristig auch zu ihrem eigenen Vorteil!
    Paradebeispiel: Das Schicksal der "First Nation" von Nordamerika.

  • 8
    2
    Bader
    21.02.2020

    Er führt aus, dass jeder in seiner Familie "Migration" erlebt hat. Die dieser Migranten meisten sind aber innerhalb des gleichen Kulturkreises (Ruhrpolen, Hugenotten etc.) umgezogen, so dass Intergration und zusammenwachsen keine Problem war. Kein Vergleich mit der heutigen Migration. Er sollte mal ausführen, wie es heute gehen, kann, bei unterschiedlichen Kulturkreisen....Dieses brisante Thema wurde in dem Artikel ausgespart, da hat sich der Autor um die Fragen bissel rumgedrückt...

  • 11
    3
    Hinterfragt
    21.02.2020

    Die Gastarbeiter in der DDR waren nicht in geschlossenen Lagern, sondern in "frei zugänglichen" Wohnheimen und Wohnungen untergebracht.
    Diese gingen auch ganz normal in die gleichen Geschäfte, Theater, Kinos, Disko, .…… wie alle anderen auch.
    Somit kann eine Kontakt nicht eingeschränkt gewesen sein.

    Im Westen hingegen bildeten sich diese so genannten Hotspots bzw. Parallelgesellschaften wie Berlin Kreuzberg usw. heraus.

  • 8
    7
    Kastenfrosch
    20.02.2020

    Diejenigen, die sich an einem Einzelaspekt aufhängen (der die Kernaussage des Interviews im Übrigen nicht tangiert):
    Plampers spricht nicht davon, dass die "Vertragsarbeiter" im Osten *keinen* Kontakt zur einheimischen Bevölkerung hatten (für Lagerarbeit wurden diese, nach allem was bekannt ist, nicht eingesetzt); er vergleicht deren Situation mit der der "Gastarbeiter" im Westen (und kommt zum Schluß, dass die in der BRD stärker eingebunden waren).

  • 28
    7
    fliegenderRobert
    20.02.2020

    Der nächste Westdeutsche, welcher mir etwas zum Thema Migration in der ehemaligen DDR erzählen möchte.
    Langsam nervt's nur noch.
    Und das sage ich als Ostdeutscher mit slawischem MiHi.

  • 25
    17
    gelöschter Nutzer
    20.02.2020

    Es geht hier nicht um "Migration" oder "Fremdenfeindlichkeit." Es geht um die (teilweise fehlende) Integratinsbereitschaft der zu uns kommenden Menschen.

  • 23
    6
    mops0106
    20.02.2020

    @Hinterfragt:
    Das kann ich so bestätigen. Im damaligen Arbeitskollegen- und Kumpelkreis gab es jemanden, der mit einer Vietnamesin verheiratet war. Wir hatten dann darüber auch Kontakt mit anderen vietnamesischen Vertragsarbeitern.
    Im Spinnbau zur Disko waren in den 80-er Jahren viele ungarische Vertragsarbeiter, mit denen wir Mädels auch getanzt haben. Diese wollten sicher auch mal mehr als wir wollten. Aber mir ist kein Fall bekannt, dass es bei Abweisung zur Vergewaltigung oder Schlimmerem kam. Kubanische Vertragsarbeiter habe ich keine kennengelernt, aber auch nichts Negatives gehört.

  • 21
    11
    SimpleMan
    20.02.2020

    Migration gab es schon lange bevor man über die Begriffe wie Flucht, Asyl, Integration gesprochen hat. Chemnitz wurde zum Beispiel von den Slawen gegründet. Migration wird es immer geben und gab es schon immer.

  • 26
    9
    Hinterfragt
    20.02.2020

    "...Die ungefähr 200.000 Vertragsarbeiter in der DDR waren stärker isoliert ...Die Begegnungen der Vertragsarbeiter mit Ostdeutschen waren eingeschränkt..."

    Wo hat er denn diese Erkenntnis geträumt?
    Gerade für Chemnitz kann ich das nicht bestätigen, wir hatten vielerlei Kontakte u.a. zu den Bewohnern des Hochhauses (Paprikaturm/ Zuckerhut) am Bernsbachplatz.

  • 35
    5
    Maschinenbauer
    20.02.2020

    Es ist aus meiner Sicht verantwortungslos, wie undifferenziert Medien, Politiker und auch der Gesprächspartner im Artikel den Begriff Migration verwenden. Es ist ein großer Unterschied, ob Menschen temporär wegen Verfolgung oder anderer Notlagen ein Asyl bekommen (und danach wieder in ihre Heimat zurück müssen), oder ob sie sich danach auch dauerhaft integrieren können bzw. dürfen oder ob es eine Einwanderung von Menschen gibt, die aus beruflichen oder privaten Gründen nach Deutschland ziehen und ihren Lebensmittelpunkt hierher verlegen wollen. Das wird hier wieder durcheinander geworfen. Der Unterschied ist, dass z.B. Asyl eine Hilfeleistung von uns ist, eine Einwanderung aber i.d.R. eher eine vom Einwanderer an uns, indem er z.B. Arbeitsplätze schafft, ins Sozialversicherungssystem einzahlt. etc.
    Und ganz ehrlich, solche Aussagen wie "Die Begegnungen der Vertragsarbeiter mit Ostdeutschen waren eingeschränkt, es gab kaum gemeinsamen Alltag und nur geringe Möglichkeiten zum Austausch." sind für mich nicht nachvollziehbar. Das habe ich anders erlebt.