Millionengeschäft: Klamme Stadt will Messehalle kaufen

Die kommunale Gesellschaft C3 übernimmt die Arena in Schönau vom Treuhandnachfolger TLG. Grund ist auch die Furcht vor Mieterhöhungen.

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18Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    22.01.2014

    "C3 erhält pro Jahr rund 3,8 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt"
    Quelle:
    Ralf Schulze - C3-Geschäftsführer
    "Boom bei Messen - Flaute bei Tagungen und Kongressen "
    in FP Online 22.01.2014

    Mit diesem Geld könnte der Tierpark saniert werden, die Bücherei müßte nicht amputiert werden und auch Kitas hätten einen Nutzen!!!

  • 2
    0
    f1234
    20.01.2014

    @Neinsager: Sie müssen ja nicht meiner Meinung sein. Hauptsache, Sie stimmen mir zu ;-)

    Der Vorläufer der derzeitigen Messegesellschaft hat unter dem gleichen GF in der Zeit von 2006 bis zur Auflösung 2010 einen Bilanzverlust von 1,322 Mio € "erwirtschaftet". Nur mal so als Denkanstoß....

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    20.01.2014

    Ich bin bisher nie mit f1234 einer Meinung gewesen.
    Aber dieses Mal stimme ich mit ihm völlig überein.
    Seltsam:
    Einen Geschäftsbericht des Messeveranstalters oder einen Auszug aus dem städtischen Haushaltplan zum Veranstalter habe ich verzweifelt gesucht. Offensichtlich sind die Verluste so groß, daß man es besser totschweigt.

  • 3
    0
    f1234
    20.01.2014

    @Jothade"...Chemnitz ist eine Großstadt mit 242.000 Einwohnern.
    Und Chemnitz ist ein sogenanntes "Oberzentrum" - hierher kommen viele Bürger der umliegenden Kreise, um hier das zu erleben, was in einem Landkreis aufgrund der regionalen Örtlichkeiten und Infrastruktur in der Regel nicht geleistet werden kann....

    ....Dass diese Messe - und ihr Standort außerhalb des Stadtzentrums samt ihren eigenen Parkplätzen für Besucher - benötigt wird, haben bestimmt viele hier aus der Runde schon selbst feststellen können:
    Manchmal ist der Besucherdruck so groß, dass trotz der günstigen Lage und Anbindung an die A72 bis dorthin Rückstaus reichen..."

    Wie kommen Sie darauf, dass nur, weil es manchmal einen Rückstau bis auf die A72 gibt, Chemnitz sich eine Messehalle kaufen muss? Und wieso sollte es Daseinszweck einer Kommune sein, zu ermöglichen, dass die Menschen aus dem Umland mal etwas "erleben" können? Wenn der Drang dieser Menschen, in Chemnitz etwas zu erleben, so groß ist, dann wird sich die Ausrichtung einer Messe ganz sicher auch für die Privatwirtschaft rentieren. Oder kommt der Drang nur daher, weil die Eintrittspreise moderat sind, da die Kommune den Betrieb der Messehalle quersubventuoniert?

  • 1
    1
    Jothade
    20.01.2014

    Der/Die Herr/Frau Südbahnhof hat recht:
    Wirtschaftspolitik und Standortmarketing.

    Chemnitz ist eine Großstadt mit 242.000 Einwohnern.
    Und Chemnitz ist ein sogenanntes "Oberzentrum" - hierher kommen viele Bürger der umliegenden Kreise, um hier das zu erleben, was in einem Landkreis aufgrund der regionalen Örtlichkeiten und Infrastruktur in der Regel nicht geleistet werden kann.
    Und JA: Diese Marketingaufgaben gehen auch bis in den kulturellen und wirtschaftlichen Privatbereich hinein.

    Seit Bestehen der Messe Chemnitz hat es hier schon zahlreiche Messen und andere Veranstaltungen gegeben, die SO im Umland nicht stattgefunden haben. Für einen Besucher aus Annaberg oder Plauen ist es u.a. auch einfacher bis nach Chemnitz zu kommen, als bis nach Dresden oder gar nach Leipzig.

    Dass diese Messe - und ihr Standort außerhalb des Stadtzentrums samt ihren eigenen Parkplätzen für Besucher - benötigt wird, haben bestimmt viele hier aus der Runde schon selbst feststellen können:
    Manchmal ist der Besucherdruck so groß, dass trotz der günstigen Lage und Anbindung an die A72 bis dorthin Rückstaus reichen.
    ..nun stelle man sich das mal in der Innenstadt mit seinen abgezählten Stellflächen vor..!

    Wenn nun erwogen wird, die Messe zu kaufen, wird in der Prognose unterm Strich bestimmt eine schwarze Null herauskommen. Ansonsten wären die Statdräte kaum zu bewegen, so einen Kauf abzusegnen.

    Noch etwas:
    Chemnitz ist kein Wirtschaftsunternehmen.
    Es sollten sich einige damit zufrieden geben, dass Chemnitz nicht darauf erpicht ist, bei dem Unternehmen "C3" grundsätzlich Gewinn zu generieren.

    Über Ästhetik und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: Sicherlich ist die Messe nun nicht gerade ein Bau, dem man zukünftig den Denkmalsschutz auf den Hals hetzt.
    Ihren Zweck erfüllt sie definitiv.

    Abschließend noch ein Wort zum "Kulturpalast" in Rabenstein, liebe Interessierte:
    Sicherlich dürfte Ihnen bekannt sein, dass dieser "Palast" einmal durch die SDAG Wismut gebaut wurde, weil man in Rabenstein u.a. eine kulturelle Infrastruktur für die bei der Wismut beschäftigten sowjetischen Kollegen schaffen wollte. Erkennbar soll das u.a. an der Architektur sein, die von einigen als "stalinistische Großmannssucht" beschrieben wird (ich habe davon keine Ahnung).
    Mit der Zeit wurden bereits zu DDR-Zeiten die sowjetischen MitarbeiterInnen weniger und weniger, ein "Zentrum" bildete sich in Rabenstein nicht.
    Innen soll das Gebäude übrigens so "verbaut" sein, dass es nach heutigen Bedingungen nicht nutzbar sei.

    Also Abriss und Neubau eines "Zweck"-Gebäudes?
    ...wie das wohl aussehen würde??
    Und wie müssten die Verkehrswege beschaffen sein, die extra dafür neu zu bauen wären? Wo knappst man dann die finanziellen Mittel dafür ab?

    Ich denke schon, dass die "Messse Chemnitz" - örtlich in einem Gewerbegebiet liegend - passend ist.

    Man kann sich nicht auch an Allem und Jeden hochziehen und aufregen, weil man es gerne anders hätte.
    Klar?!

    P.S.:
    Bald sind Wahlen - da könnt Ihr Euch auslassen - oder mitmachen ;-)

  • 0
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    Interessierte
    19.01.2014

    Da gab es mal die coole Idee einer großen Glaskuppel. Wo ist die geblieben?

    Da denke ich doch gleich einmal an den Reichstag ...
    Was soll denn in dieser Kuppel dann stattfinden und wie soll denn das aussehen , eine Kuppel auf der Stadthalle ; wer hat sich denn diesen geschmackvollen Schildbürgerstreich wieder einfallen lassen ; jemand , der viel Geld verdienen wollte und einen Entwurf verkaufen wollte , den er bis dahin noch nicht losgeworden ist ???
    ( Chemnitz nimmt so etwas , Chemnitz nimmt alles , auch verglaste Brotbüchsen ( eine Hand wäscht die andere ))

  • 1
    2
    Interessierte
    19.01.2014

    Da hätten wir auch noch den ´Kulturpalast` in Rabenstein , der ein ansprechendes und einladendes Objekt für Konzerte etc. wäre , wenn man ihn nur sanieren würde und sich wieder an die alte Zeit erinnern würde , so , wie es Zwickau mit dem ´Konzert und Ballhaus Neue Welt` gemacht hat
    ( ich glaube , alle anderen Städte haben Ideen und wohl auch Geld , nur Chemnitz nicht ; Chemnitz kann nicht rechnen und auch nicht logisch denken , was aber wohl nicht an den Chemnitzern liegt )

    Diese geschmacklose Halle kann man dann wirklich wieder als Produktionshalle verkaufen und zu Pferde- und Motorrennen kann man dann anderswohin fahren ; so , wie man es bei Veranstaltungen , welche die Stadt nicht organisiert , auch machen muß .

  • 2
    2
    Suedbahnhof
    19.01.2014

    @f1234
    "Wieso soll es zu den Aufgaben einer Kommune gehören, Messen anzubieten?"

    Als Teil der Wirtschaftspolitik bzw des Standortmarketings. Es gibt kaum eine Stadt in D ohne Messeaktivitäten. Die Finanzen sollten transparent gemacht werden, dann wüssten wir eher, wie das einzuordenen ist.

    Vielleicht ist es auch ein Überbleibsel aus der Zeit, als Chemnitz als Kongress&Veranstaltungsstadt groß rauskommen wollte (92/93?).. wir erinnern uns mit grausen - dennoch, bevor man sich hier an der ungastlichen Neefestraße einkauft, wäre es sicher sinnvoller die Stadthalle für Kongresse aufzuwerten. Da gab es mal die coole Idee einer großen Glaskuppel. Wo ist die geblieben?

  • 6
    2
    f1234
    19.01.2014

    @suedbahnhof: Ach wirklich? Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen...

    Sie haben allerdings meine Frage nicht verstanden. Deswegen noch einmal an Sie: Wieso soll es zu den Aufgaben einer Kommune gehören, Messen anzubieten?

    Für mich gibt dafür eigentlich nur eine Antwort darauf, warum dies die Stadt Chemnitz macht. Und zwar, weil es sich für eine private Messegesellschaft nicht rechnet, dort Messen anzubieten. Deshalb springt die städtische Messegesellschaft ein und sozialisiert die Verluste, die ein Privatunternehmen gemacht hätte. Denn dass die kommunale Gesellschaft effizienter arbeitet, als Privatunternehmen, schließe ich jetzt schon mal aus....

  • 2
    1
    Suedbahnhof
    19.01.2014

    @f1234:
    das _ist_ doch das Geschaeftsmodell. Eine Messegesellschaft bietet für die private Wirtschaft ein Forum namens Messe. Die Firmen zahlen an die Messegesellschaft Standmieten und diese richtet die Veranstaltung aus (Logistik, Catering, Marketing/Ticketing...) Die Messegesellschaft mietet eine Halle.
    Am Ende ist die entscheidende Frage: Macht die Messegesellschaft Gewinn? Vielleicht. Durch höhere Mietkosten vielleicht nicht mehr. Insofern wäre es eine sinnvolle Investition. Das unternehmerische Risiko ist imo wesentlich geringer, als z.B. beim CFC-Stadion.

  • 0
    0
    Interessierte
    18.01.2014

    Das weiß ich nicht , wie das zusammenhängt , da kenne ich mich nicht aus ....

  • 3
    5
    f1234
    18.01.2014

    @Interessierte: Mieterhöhungen? Wozu mietet die Stadt überhaupt eine Messehalle? Wenn die Privatwirtschaft eine Messe ausrichten will, dann kann sie doch selbst die Halle anmieten.

  • 1
    4
    Interessierte
    18.01.2014

    Und obendrein wäre ´ChemnitzChemnitzChemnitz` bei einem Kauf der Halle in der Lage, die baulichen Defizite in dem Gebäude > künftig in Eigenregie und damit zügiger abzuwickeln.
    Denn noch immer gibt es in der Arena mehrere technische Probleme > Heizungsanlage
    ( noch immer ? )
    1 Million Kaufpreis
    1 Million Reparaturen

    Der Grund: C3 benötigt für die Kaufsumme ein Bankdarlehen, für das wiederum eine > Bürgschaft der Stadt nötig ist.
    Bleibt die Frage, ob die Landesdirektion den Plänen zustimmt.
    ( kommt mir irgendwie bekannt vor )

    Das ist wie in einer Familie , da fragt das Kind die Mutti und die Mutti fragt den Vati , ob man das darf ... ;-)

  • 2
    1
    Interessierte
    18.01.2014

    Werter f1234
    Zitat :Grund ist auch die Furcht vor Mieterhöhungen.

  • 3
    8
    f1234
    18.01.2014

    Wieso brauch die Stadt Chemnitz eine Messehalle im Eigentum? Seit wann gehört es zu kommunalen Aufgaben, eine Messehalle für die Privatwirtschaft zu betreiben?

    Unglaublich, leere Kassen, aber Chemnitz schöpft aus dem Vollen wie eine schwäbische Autostadt. Kein Wunder, dass bei der arbeitenden Bevölkerung immer weniger Netto vom Brutto ankommt.

  • 1
    1
    Interessierte
    18.01.2014

    Ein ganz tolles Messegelände ....

    Ein Highlight für unsere Stadt Chemnitz
    In keinster Weise vergleichbar mit der Messe in Leipzig
    Da muß sich Leipzig direkt einmal verstecken hinter Chemnitz
    Sehr gelungen und einladend gemacht und wirklich durchdacht
    Auch die Umgebung ist sehr einladend ; ehemals waren die Messehallen ja am Schloßteich untergebracht , aber diese Hallen und auch diese Umgebung hatten nicht so sehr viel her gemacht und waren auch nicht für derartige Großveranstaltungen wie Motor - und Pferderennen gedacht .

    Ein ganz großes Lob an die TLG-Immobilien GmbH in Berlin und an den damaligen Architekten , das ist wirklich eine gelungene Meisterleistung
    TLG Immobilien
    Das Unternehmen wurde 1991 als Tochtergesellschaft der Treuhandanstalt gegründet. 1995 übernahm die Bundesrepublik Deutschland die Gesellschafteranteile

    Übrigens war das einmal eine Produktionshalle
    für Flugzeugmotoren ( siehe Chemnitz Arena )

  • 3
    2
    gelöschter Nutzer
    18.01.2014

    Wie wäre es damit???
    Mietvertrag kündigen, Veranstaltungszentren-Gesellschaft C3 neu ausrichten oder auflösen.
    Schnulzensängerveranstaltungen in die Stadthalle und dort kostendeckende Preise,
    Der Eigentümer kann das Objekt verkaufen. Die Stadt muß genau das nicht interessieren.

  • 2
    2
    bine83
    18.01.2014

    Die Halle ist weder für Messen noch für Konzerte geeignet. Das müssten die Verantwortlichen doch mittlerweile mitbekommen haben. Messebesucher am Stadtrand bringen der Innenstadtentwicklung auch nichts. Kann man die nicht einfach an ein Industrieunternehmen verkaufen, welches da Produktion reinbringt?