Misstöne vor der Wahl des Dezernenten für Kultur

CDU-Favorit bekommt einen Gegenkandidaten aus den eigenen Reihen

In einer Woche wählt der Stadtrat den Nachfolger für Philipp Rochold. Die Amtszeit des Bürgermeisters für Bildung, Jugend, Soziales, Kultur und Sport endet per 30.September.

Die Bewerber-Liste ist noch geheim, zwölf Namen stehen drauf. Wahrscheinlich ist, dass ein CDU-Kandidat das Rennen macht. Laut Gemeindeordnung sollte die Besetzung der Bürgermeister-Ämter spiegelbildlich der Sitzverteilung im Stadtrat folgen. SPD, Grüne und Linke stellen je einen Dezernenten. Bleibt die CDU/FDP, mit 17 Räten größte Fraktion. Als deren aussichtsreicher Kandidat gilt Stadtrat Ralph Burghart, der 2013 bereits zur Oberbürgermeisterwahl angetreten war. Dem Vernehmen nach hat die CDU schon zu Jahresbeginn erklärt, Burgharts Kandidatur zu unterstützen.

Daher sorgte die spätere Bewerbung eines zweiten CDU-Mannes für Missstimmung, die selbst für Eingeweihte überraschend kam: Falk Ulbrich, Ortsvorsteher in Einsiedel, stellt sich ebenfalls zur Wahl. "Ich denke, dass ich nach zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit hauptamtlich noch mehr für die Bürger leisten kann", so Ulbrich. Dass er auch gegen den Bewerber aus den eigenen Reihen kandidiert, dazu äußerte sich Ulbrich nicht. Burghart und CDU-Fraktionschef Tino Fritzsche ließen Ulbrichs Bewerbung ebenso unkommentiert.

Amtsinhaber Rochold selbst hatte sich nicht für eine zweite Amtszeit beworben. Er ist seit Monaten krank. Sein Zerwürfnis mit OB Barbara Ludwig fand in einem juristischen Streit seinen Höhepunkt. Rochold hatte ihr Verrat von Betriebsgeheimnissen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft sah das anders und stellte die Ermittlung ein.

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