Mühlau und Taura erhalten Geld zurück

Verwaltungsgemeinschaft: Burgstädt muss Teil der Umlage erstatten

Burgstädt.

Die Stadt Burgstädt hat durch eine Vorauszahlung im Jahr 2017 mehr Geld über die sogenannte Verwaltungskostenumlage von den Gemeinden Mühlau und Taura eingenommen, als tatsächlich verbraucht wurde. Das sagte Andrea Schwichtenberg in der jüngsten Sitzung des Gemeinschaftsausschusses. Die beiden Gemeinden hatten als Vorausleistung jeweils 350.000 Euro gezahlt. Angefallen sind laut Schwichtenberg für Mühlau nur rund 302.000 und für Taura rund 344.000 Euro.

Mühlau und Taura bilden mit Burgstädt eine Verwaltungsgemeinschaft und halten keine vollständigen Gemeindeverwaltungen vor. Burgstädt berechnet den Nachbarorten alljährlich im Voraus die vorläufigen Kosten für Aufgaben, die vom Rathaus erledigt werden. Nach Ablauf des Jahres wird abgerechnet. Zu Buche schlagen Dienstleistungen wie das Ausstellen von Pässen, Urkunden und die Bearbeitung von Bauanträgen. Schwichtenberg rechnete vor, dass die Kosten für die Dienstleistungen alljährlich steigen. War für Mühlau 2015 noch eine Umlage von rund 269.000 Euro fällig, betrug sie 2016 bereits rund 307.000 Euro. In Taura waren es 2015 rund 303.000 und 2016 etwa 330.000 Euro. Deshalb sei im Vorjahr eine höhere Vorausleistung berechnet worden. Letztlich habe die Summe über dem Vorjahresbetrag, aber unter der Prognose gelegen, sagte Schwichtenberg.

Sie begründete den Anstieg der Kosten mit den zusätzlichen Aufgaben für die Verwaltung etwa durch die Einführung der doppelten Buchführung, das Befolgen von EU-Richtlinien, IT-Sicherheit, elektronische Aktenführungen, Digitalisierung sowie Lärmkartierung und die Unterbringung von Asylbewerbern. Allein 2,1 Millionen Euro entfielen auf Personal- und Sachkosten, so Schwichtenberg.

Die Gemeinde Mühlau hatte bereits gegen die Umlage für die Jahre 2014 bis 2018 Widerspruch eingelegt. In diesem Zeitraum stiegen die jährlichen Kosten um mehr als 100.000 Euro. Wie Burgstädts Bürgermeister Lars Naumann sagte, habe die Gemeinde den Widerspruch größtenteils zurückgenommen. Allerdings bestehe noch Widerspruch gegen die Vorauszahlungen für 2018. Deren Höhe soll sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ändern. In den jeweiligen Gemeinderatssitzung soll jetzt diskutiert werden, ob die Gemeinden die Vorauszahlungen akzeptieren.

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