Müllfahrer streiken zwei Tage

Seit Donnerstagmorgen streiken in Chemnitz Beschäftigte der Müllabfuhr und Wertstoffhöfe. Wie ein Verdi-Sprecher mitteilte, sammelten sich gegen 6.00 Uhr bereits etwa 50 Beschäftigte auf dem Betriebsgelände der Müllabfuhr. Der Warnstreik soll auch am Freitag andauern. Die Gewerkschaft Verdi hatte Hunderte Beschäftigte in Chemnitz, Magdeburg, Erfurt und Weimar aufgerufen, von Donnerstagmorgen an zwei Tage lang die Arbeit niederzulegen. 

In Chemnitz wird heute und am Freitag aller Voraussicht nach ein Großteil der Mülltonnen nicht abgefahren. Gefordert wird unter anderem eine Erhöhung der Entgelte für Mitarbeiter und Auszubildende.

Laut ASR ist vor allem mit Ausfällen bei der Entsorgung der Altpapiertonnen und -container in den Stadtteilen Mittelbach, Teilen des Sonnenbergs, in Helbersdorf, im Lutherviertel, in Kappel und auf dem Kapellenberg zu rechnen. Alle ausgefallene Leerungen sollen am Montag, spätestens am Dienstag nachgeholt werden. Wegen des Streiks geschlossen ist der Wertstoffhof an der Blankenburgstraße. Die vier anderen Wertstoffhöfe (Straße Usti nad Labem 30, Kalkstraße 47, Jägerschlößchenstraße 15a und am Weißen Weg) sind heute regulär bis 18 Uhr geöffnet, heißt es vom ASR.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden. (dy/gp/dpa)

Der ASR ist telefonisch erreichbar unter: 0371 4095777.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.