Museum zeigt Objekte aus Depot

Gut 200 Jahre alte Fahne wird ab März präsentiert

Limbach-Oberfrohna.

Im Esche-Museum in Limbach-Oberfrohna haben die Vorbereitungen für die erste Sonderausstellung des Jahres begonnen. Unter dem Titel "Ausgewählt" sollen besondere Museumsobjekte gezeigt werden, die normalerweise im Depot aufbewahrt werden und nicht zu sehen sind. Eines der auffälligsten und kostbarsten Exponate wird die Fahne der früheren Strumpfwirkerinnung Limbach sein. Eine Kopie davon befindet sich bereits im Besitz des Museums. Ab dem 1. März aber soll das aus dem Jahr 1798 stammende Original zu sehen sein, das in Dresden aufwendig restauriert wurde. "Die Fahne kann nicht dauerhaft gezeigt werden", erklärt Barbara Wiegand-Stempel, die Leiterin der Städtischen Museen. Eine besondere Sorgfalt im Umgang mit dem Ausstellungsstück sei nötig, weil das empfindliche Material - eine bemalte Seide - eine spezielle Vitrine erforderlich machen würde, die den Lichteinfall reduziert. Damit die Farbschichten, wenn die Fahne ab März nun dennoch drei Monate lang präsentiert wird, nicht unter zu viel Licht leiden, werde das Team des Esche-Museums Vorkehrungen treffen.

An einem weiteren Ausstellungsstück haben laut Wiegand-Stempel Schüler der Gerhart-Hauptmann-Oberschule gemeinsam mit Limbach-Oberfrohnaer Mitgliedern des Bundes der Vertriebenen gearbeitet: Auf Grundlage der Erinnerungen des Bundesverdienstkreuzträgers Kurt Weihe und anderer Vertriebener wurden Skizzen eines Flüchtlingstrecks angefertigt und schließlich eine solche Kolonne im Kleinformat - etwa zwei Meter lang - nachgebaut. Entstanden ist eine Reihe von etwa acht bis zehn Zentimeter großen Objekten. Darunter sind Menschenfiguren, Pferde und Planwagen, wie sie für die Flüchtlingszüge zu Zeiten der Vertreibung im 20.Jahrhundert üblich waren. (gp)

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