Muslimische Frauen und ihr Kopftuchärger

Muslimas in Chemnitz haben eine Vereinigung gegründet, um sich im Alltag und bei der Vermittlung von Arbeitsplätzen zu unterstützen. Bei der Jobsuche sehen sich die Frauen benachteiligt - weil sie ein religiöses Symbol tragen.

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17Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    4
    Interessierte
    31.01.2020

    Das Kopftuch ist also ein ´religiöses` Symbol …
    Warum verlangen denn dann deren Männer , dass sie das Kopftuch tragen ?
    DS91 : ich kenne keine ´christliche` Frau , die ein Kopftuch trägt .

  • 9
    3
    mops0106
    30.01.2020

    "Nur eine Frau" ist ein Film, der tief betroffen macht und aufzeigt, welche Parallelgesellschaft sich schon seit Jahrzehnten in Deutschland entwickelt hat. Viele Politiker haben diese Probleme verharmlost oder totgeschwiegen. Durch die Migrationspolitik der letzten Jahre sind die Probleme für unsere offene Gesellschaft noch viel größer geworden.

  • 5
    6
    Malleo
    30.01.2020

    distel.
    "Nur eine Frau"
    Eindrucksvoll.
    Dieser Film gibt die richtigen Antworten.

  • 10
    9
    OmaundOpa
    30.01.2020

    Distelblüte
    Sie lassen wohl keine andere Meinung zu?

  • 17
    7
    Nixnuzz
    30.01.2020

    Derartige Kopftücher sind für mich ein Zeichen der Desintegration und einer Machtstruktur. Wir - die Clans - entscheiden, was Recht und Sitte ist. Wenn unbedingt Zeichen des Islam in Form von Schmucksymbolen wie das christliche Kreuz über oder unter der Oberbekleidung getragen wird, spielt es keine Rolle. Das Kopftücher in manchen Küchen aus hygienischen Gründen verbreitet getragen werden, dürfte auch kein Problem sein. Bereits im Kindergarten aber Kopftücher pflichtgemäß den Mädchen dort anzugewöhnen, widerspricht hier einer Integration und eher einer langfristigen Separation. Im Koran nicht gefordert aber von Sippenfürsten als Verbrechen nach eigener Rechtsprechung beurteilt, unterstreicht dies Verhalten. Hier wird trotz ehrlichem Wissen der Koran bzw. der Clan über unser Rechtssystem gestellt. Ja - ich bin in dieser Sache hart gegen das Kopftuch.

  • 8
    19
    Distelblüte
    30.01.2020

    @OmaundOpa: Dass die betreffenden Damen kein Mitglied irgendeiner Kirche sind, ist Ihnen aber schon bewusst?
    Es ist auch reichlich irrelevant, ob Sie oder andere sich am Anblick einer Frau mit Kopftuch stören ( und nein, wir sprechen nicht über komplette Gesichtsschleier wie Tscgador und Burka). Rechtlich gesehen gibt es keine Begründung, weshalb das Kopftuch bei der Arbeit stören sollte.
    Einzig die Engstirnigkeit einzelner Ureinwohner, auf die zu viel Rücksicht genommen wird, steht der beruflichen und gesellschaftlichen Integration entgegen.

  • 12
    9
    OmaundOpa
    30.01.2020

    Meiner Meinung nach wird ausgetestet wer zuerst aufgibt. Das Deutschland eine Trennung von Staat und Kirche hat ,muss doch jedem klar sein, der hierher kam und kommt. Persönlich möchte ich keine dieser Verhüllungen im öffentlichen Raum usw. haben. Zuhause kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

  • 17
    5
    Malleo
    29.01.2020

    Wenn der Koran weder eine Verschleierung, den Tschador oder die Burka vorschreibt, fragt sich der aufgeklärte Mitteleuropäer, wozu diese Kleidungsstücke dann getragen werden?
    Aus freien Stücken, um als „ehrbare“ Frau zu gelten oder als Schutz vor Berührung und Blicken?
    Oder dient es doch dem religiösen Bekenntnis, der demonstrativen Abgrenzung zur westlichen Welt oder verlangt es –wie so oft – eine der erzkonservativen Auslegungen des Koran?
    Unterstellt man den Muslima, die dieser Kleidervorschrift in „abendländischen“ Kulturen freiwillig oder unfreiwillig folgen, nicht zwangsläufig die Akzeptanz der im Koran verfestigten Geringschätzung der Frau und ihre (gewollte) Verdrängung aus dem öffentlichen Leben, der Teilnahme am Arbeitsleben?
    Kann man sich mit dieser optischen Barriere eine Integration vorstellen?
    Es ist natürlich viel einfacher den Menschen im Gastland vorzuwerfen, Muslimas nicht zu verstehen.
    So ist das mit der Verständniskultur, der Eine pflegt sie, der Andere findet sie befremdlich.

  • 13
    7
    dwt
    29.01.2020

    @christophdoerffel..

    Genau meine Gedanken.

    So viel Energie zu verschenken wegen eines kopftuches ist einfach lächerlich.

    Jeder kann glauben woran er /sie/es glauben möchte. Und so Leute die sich damit Tag ein Tag aus beschäftige, haben scheinbar auch nix anderes zu tun, als sich mit so etwas aufzuhalten.

    Toller Lebensinhalt.

  • 15
    21
    DS91
    29.01.2020

    @ralf66

    Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

    Ich finde ihre Begründung sehr schwach und fragwürdig.

    Zitat
    "aber an die sich in der klaren Mehrheit befindlichen kulturell-religiösen Eigenarten eines Landes in dem man sich aufhält, denen muss man sich unterordnen, dass geht nur, wenn man eben nicht zur Schau trägt was man glaubt"

    Man muss sich eben NICHT unterordnen. Wir leben zum Glück in einen vielfältigen und toleranten Land. Wir als Bürger müssen uns den Gesetzen und Menschenrechten unterordnen! Mehr nicht!

    Nur weil die meisten Menschen evangelisch sind muss ich es nicht sein = ich darf meine "Ungläubigkeit" ganz klar ausdrücken! Genau das ist Richtig und gut so!

    Nur weil die meisten gerne Bier trinken muss ich es nicht = auch dass darf ich ganz klar ausdrücken und muss mich dahingehend nicht unterordnen!

    Nur weil andere gerne Blaue Jeans tragen muss ich das auch nicht! Und genau so ist es beim Kopftuch. Wenn Menschen ein Kopftuch tragen möchten, dürfen Sie das gerne tun. Es gibt nicht mehr den Einheitsbrei der Masse und schon gar nicht das Unterordnen.

    Nur weil in Bayern viele Kreuze in Gebäude hängen muss ich keins in meinem Haus aufhängen. Ich darf mich klar dazu äußern und dagegen sein. Ubd genau das ist das RECHT WAS JEDER Mensch hat. Auf diesen Recht beruht unsere Wertegemeinschaft die alle gemeinsam mittragen. NIX anderes!

    Es ist arrogant und veraltet zu bestimmen dass andere sich der Mehrheit unterordnen müssen!!

    Und ganz klar!!! DEUTSCHE im Ausland ordnen sich auch nicht unter!! Ja in Gebäude einer Religion (Kirche oder Moschee) gehört es sich, aus Respekt sich Anzupassen, da könnte ich die Meinung (mit Bauchschmerzen) vertreten. Im öffentlichen Raum kann jeder so sein wie er möchte!!

    Wer bestimmt eigentlich was hier her gehört und was nicht?

  • 18
    16
    christophdoerffel
    29.01.2020

    Man fragt sich warum viele Kommentatoren und andere eine Anpassung des persönlichen Lebensstils fordern. Es soll doch jeder Kippa, Kopftuch, Kreuz, Nudelsieb oder was auch immer tragen. Das ist seine persönliche Freiheit und geht niemand anderen etwas an und ist zu akzeptieren.

    Sind Freiheit und Vielfalt wirklich so schwer hinnehmbar für viele hier lebende Menschen?

    In den Niederlanden habe ich einen sehr pragmatischen Umgang mit dem Kopftuch erlebt. Dort hatte das Kopftuch der Kassiererin im Supermarkt einfach ein Firmenlogo und war im Cooperate Design gestaltet.

  • 34
    12
    ralf66
    29.01.2020

    @Distelblüte, na gut, da Sie der Ansicht sind, daß in Sachsen die meisten glaubensfern oder Ungläubige sind, ist es doch mehr als nur Verständlich, dass das tragen eines Kopftuches, was die Glaubensrichtung derer die es betrifft zeigen soll, abgelehnt wird.
    @DS91, zur Zeit ist das tragen eines Kopftuches selbst im gesetzten Alter in der katholischen und auch evangelischen Bevölkerung Deutschlands so verschwindend gering geworden, dass man wirklich in Regionen mit starker kultureller-religiöser Bindung fahren muss, um das noch sehen zu können. Ich wohne selbst sehr ländlich und habe Frauen mit Kopftüchern schon lange nicht mehr gesehen, dass ist zur Zeit nicht in und leider kein Modeaccesoire wie Sie es glauben, auch wurden die Kopftücher früher in der deutschen Bevölkerung ganz anders getragen, wie Sie heute von Muslime getragen werden, man trug das Kopftuch meist als Windschutz, als Schutz vor leichter Kälte, kulturell zur Tracht gehörig und es war mal Mode Kopftuch zu tragen, selten wurden Kopftücher in geschlossenen Räumen getragen. Was die Religionsfreiheit betrifft muss man sagen, jeder kann glauben was er will, aber an die sich in der klaren Mehrheit befindlichen kulturell-religiösen Eigenarten eines Landes in dem man sich aufhält, denen muss man sich unterordnen, dass geht nur, wenn man eben nicht zur Schau trägt was man glaubt, übrigens, in den arabischen Ländern ist das nicht nur erwünscht sondern oftmals Gesetz.

  • 46
    15
    Eichelhäher65
    29.01.2020

    Durch das Tragen des Kopftuches machen sie sich selbst zu Außenseitern, Religionsfreiheit hin oder her. Besonders im Berufsleben muss man sich einfach anpassen, sonst bekommt man eben keinen Job und kann nicht selbständig leben.
    Das müssten wir im Ausland genauso. Bei der Ausübung der Religion in Moscheen oder Religionsvereinen kann ja das Kopftuch getragen werden oder auch zu Hause.

  • 21
    33
    DS91
    29.01.2020

    Ich verstehe nicht weshalb sich so viele Leute an Kopftücher stören. Kopftücher sind sowohl in der Katholischen als auch in der evangelischen Kirche nicht fremd und werden dort noch heute getragen. Zudem kann ein Kopftuch auch als modisches Accessoire eingesetzt werden.

    Kopftuch zwang ist jedoch sehr fragwürdig, aber auch da muss berücksichtigt werde dass es leider in jeder Religion und Gesellschaft bestimmte "Vorschriften" / Traditionen / Zwänge gibt.

    Ich persönlich finde, JEDER Mensch sollte das tragen dürfen was er möchte und andere Personen sollten nicht darüber Urteilen.

    Ps: ich habe kaum Urlauber aus Deutschland gesehen die im arabischen Raum dauerhaft ein Kopftuch aus Respekt der hiesigen Kultur tragen.

  • 39
    18
    ArndtBremen
    29.01.2020

    @Distel: "Glaubensfern"! Das gilt dann aber auch für hier lebende Muslime, oder? Sie finden bestimmt eine Ausnahmeregelung. Bader hat völlig richtig beschrieben, um was es geht.

  • 24
    53
    Distelblüte
    29.01.2020

    Schade, dass die offensichtlichen Bemühungen, sich zu integrieren, von vielen Arbeitgebern nicht unterstützt werden.
    Die Engherzigkeit und kleingeistige Vorstellungen blockieren das normale Zusammenleben. Echt mal, wem fällt ein Zacken aus der Krone, wenn die Damen bei der Arbeit ein Kopftuch tragen?
    Ich trage oft ein Kreuz als Zeichen meines Glaubens. Zu DDR-Zeiten gab es dafür noch Aussprachen mit Lehrern und der (widerwillig formulierten) Aufforderung,das in der Schule doch bitte zu lassen. Heute wird es meistens ignoriert. Und komme bitte niemand mit christlichem Abendland oder so. Die meisten Menschen in Sachsen sind glaubensfern. Und zwar von jeglicher Glaubensrichtung.

  • 67
    18
    Bader
    29.01.2020

    Ich kann verstehen, dass das Ablegen des Kopftuchs gegen ihre religiöse Überzeugung spricht. Aber sie wussten vor ihrer Ankunft (gerade die Mediziner), dass das Tragen in Deutschland kritisch beäugt wird. Da müssen sie im Alltag leider Kompromisse machen. Wenn ich in einem arabischen Land leben (müsste), würde ich selbstverständlich auch Kopftuch tragen, obwohl das gegen meine religiöse Überzeugung ist. Einfach aus Respekt vor den Werten der dort lebenden Menschen würde ich das tun. Dafür würde ich meine Religionseinstellung eben mal zurückstellen, damit das tägliche Leben funktioniert. So ist das eben als Gast in einem fremden Land... Das erwarte ich eigentlich auch von den Gästen in unserem Land. Dann klappt auch alles reibungsloser. Ansonsten bleibt noch das Leben in einem Land, das der eigenen Kultur näher ist als das westlich geprägte Deutschland, dann müsste man sich nicht so stark einschränken...