Mutmaßlicher Dieb nach Beutezug im Gefängnis

Mann soll in der Nacht in neun Büros und Geschäfte eingedrungen sein - Polizei prüft DNA-Spuren

Mit der vorläufigen Festnahme hat die Polizei in der Nacht zum Dienstag die Einbruchstour eines 30-Jährigen nahe des Stadtzentrums beendet. Der Mann steht im dringenden Verdacht, binnen weniger Stunden mindestens neun Einbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche in Geschäfte sowie Büros verübt zu haben. Der Sachschaden geht in die tausende Euro. Nachdem ein Richter Haftbefehl erlassen hatte, befindet sich der 30-Jährige laut Polizei in einer Justizvollzugsanstalt.

Wenige Minuten nach 3 Uhr hatten Polizisten bemerkt, dass sich jemand in einem Geschäft an der Eckstraße aufhielt. Als die Beamten genauer nachschauten, entdeckten sie den 30-Jährigen. Der gab freimütig zu, auch in ein Büro an der Eckstraße eingebrochen zu sein. Zudem fanden die Polizisten in seinen Taschen mehrere hundert Euro. Das Geld hatte er womöglich bei den Einbrüchen gestohlen, so die Polizei. Allerdings müsse noch ermittelt werden, woher das Diebesgut stammt.

Während der 30-Jährige zur Dienststelle gebracht wurde, schauten sich weitere Polizisten in der Umgebung um. Sie stellten an der Eckstraße und der Müllerstraße Hebelspuren an den Türen von sieben weiteren Geschäften sowie Büros fest. Bereits gegen 2.30 Uhr hatte sich ein Mieter eines Wohn- und Geschäftshauses an der Mühlenstraße bei der Polizei gemeldet. Er hatte kurz zuvor einen Mann überrascht, der offenbar durch vier verschiedene Türen gewaltsam in das Gebäude eindringen wollte. Nach eine Täterbeschreibung gehen die Ermittler davon aus, dass der gestellte 30-Jährige auch für diese Einbruchsversuche verantwortlich ist.

Unter anderem anhand von DNA-Spuren und gesicherten Schuhabdrücken soll nun geprüft werden, ob der 30-Jährige möglicherweise für noch weitere Einbrüche in Betracht kommen könnte, die in jüngerer Vergangenheit in Chemnitz verübt worden sind, so die Polizei. (gp)

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