Nach Attacke auf Jugendliche folgt Handgemenge

Chemnitz.

Am frühen Sonntagabend sind zwei 15-jährige Jugendliche an der Karl-Liebknecht-Straße von einem Mann beleidigt worden. Wie die Polizei mitteilt, kam ein 23-jähriger Syrer hinzu, der eine Plastikflasche in Richtung der Jugendlichen warf. Der Mann soll anschließend einen der beiden 15-Jährigen gegen ein Auto gedrückt haben. Danach verschwand der Angreifer und die Jugendlichen verständigten die Polizei.

Der 23-jährige Syrer erschien nach kurzer Zeit erneut mit seinem Fahrzeug am Ort. Polizeibeamte begaben sich zu dem in der Nähe befindlichen Fahrzeug des Mannes, um seine Personalien zu kontrollieren. Dort hatten sich zwischenzeitlich etwa 15 weitere Personen eingefunden, zwischen denen es zu einem Handgemenge kam. Dabei hatte ein anderer ebenso 23-jähriger Syrer Reizgas versprüht. Die Beamten versuchten die Personengruppe zu trennen.

Mit dem Eintreffen von weiteren Unterstützungskräften zerstreuten sich die Personen. Letztlich stellten die Polizisten den Mann fest, der die Jugendlichen attackiert hatte. Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung sowie Beleidigung aufgenommen. Im Zuge der Ermittlungen muss auch geklärt werden, warum der 23-Jährige die beiden syrischen Jugendlichen beleidigte und attackierte. (fp)

33 Kommentare
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  • 5
    3
    KTreppil
    14.09.2020

    Harmlos ausgedrückt herrscht hier und anderswo ein ziemliches Durcheinander, Ursache dafür ist, dass so Einiges ziemlich durcheinander geraten ist. Wir müssen lernen im Durcheinander zu leben ohne selbst durcheinander zu kommen. Hab ich mich verworren genug ausgedrückt? Normal ist das jedenfalls nicht....

  • 20
    5
    chris1405
    14.09.2020

    Wir waren in der Vergangenheit vielleicht langweilig, spießig, konventionell, konservativ und nicht multikulti als Stadt aufgestellt. Wir waren aber sicher und es gab nicht täglich solche Nachrichten über Schlägereien in unserer Innenstadt zu lesen. Eine der Anwärterinnen als Bürgermeisterin wurde das bestimmt jetzt wieder relativen und die anderen als hauptsächliches Problem unserer Stadt ins "rechte" Licht rücken. Es ist schlimm wenn Schutzsuchende vor Krieg und Armut andere Schutzsuchende in einer friedlichen Umgebung beleidigen und attackieren.

  • 26
    10
    Lesemuffel
    14.09.2020

    Innerhalb syrischer Schutzsuchender mag das angehen. Dem 23jährigen drohen ohnehin weder Strafe noch Abschiebung.