Nach Facebook-Eintrag 1200 Euro Strafe wegen Volksverhetzung

Eine 36-jährige Frau aus Chemnitz ist heute am Amtsgericht wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Sie hatte auf ihrer Facebookseite eine Bildcollage veröffentlicht, die ein Kinder-Überraschungsei als Handgranate zeigte, überschrieben mit den Worten "Sonderedition Asylanten. Spannung, Spiel und weg." Zunächst war gegen die Mutter eines siebenjährigen Kindes ein Strafbefehl ergangen, den sie jedoch nicht akzeptierte. Deshalb wurde der Fall verhandelt. Bemerkenswert: Die vom Amtsrichter verhängte Geldstrafe fiel mit 1200 Euro (40 Tagessätze à 30 Euro) höher aus, als es der Strafbefehl vorgesehen und die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. In beiden Fällen standen 900 Euro (30 Tagessätze à 30 Euro) im Raum. (dy)

 

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    2
    fliegenderRobert
    22.03.2016

    Deutschland sollte sich mit dem Anmahnen freiheitlicher Grundrechte, in Polen und anderen europäischen Demokratien vornehm zurückhalten, es ist nicht in der Position Andere zu belehren.

  • 0
    5
    Schinderhannes
    03.02.2016

    Facebook ist die übelste am weiten verbreitetste legalste Hetzplattform, welche abgeschaltet gehört. Auch wenn sich dann Leute wie "Erhardt34", welcher lieber in der Wehrmacht gedient hätte, ein anderen Chat suchen.

  • 6
    3
    Erhard34
    02.02.2016

    Solch ein Strafmaß ist nicht tolerabel, hoffe die Frau geht eine Instanz höher.

  • 13
    9
    Blackadder
    02.02.2016

    Finde ich gut. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Sowas müsste viel häufiger passieren, dann würden viele - auch auf Facebook - wieder zivilisierter miteinander umgehen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...