Nach langem Stillstand: Tage der Entscheidung für Talsperre Euba

Es gibt Pläne für ein Naherholungsgebiet an der Anlage. Dazu braucht es die Stadt, doch die favorisiert eine andere Variante.

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1414 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    5
    Tauchsieder
    27.01.2021

    Viel zu viel Bla, Bla "bürger.......", sie verschwenden zu viel "... energie" hier im Forum. Bringen sie ihre Meinung zu einem Mehrheitsbeschluss im Stadtrat und drücken sie sich die Daumen das alles ihren Wunschdenken entspricht.
    Wenn sie die Realität einholen sollte hat man zumindest einen Ansprechpartner. Sie scheinen zwischen Wunsch und Wirklichkeit Probleme zu haben.

  • 4
    2
    bürgerenergie
    27.01.2021

    @Tauchsieder:

    Gehen Sie bitte davon aus, dass einige in dieser Stadt in der Lage sind, kommunalwirtschaftlich zu rechnen, Investitions-, Kapitalkosten und Abschreibungen bewerten können. Und auch die Folgekosten ... und - eben da unterscheiden wir uns - auch den FolgeNUTZEN.
    Wer im Erschrecken vor der großen Investitionszahl erstarrt, dann keine wirklich belastbare Variantenabwägung mehr macht, der zahlt in der Summe häufig drauf. Davor sollten wir uns unbedingt hüten! Für solch ein tieferes Bewerten wächst das Verständnis, schön exemplarisch an der Debatte zur TS Euba.

    Warum wohl aber, wenn die Skeptiker einer Sanierung und Wiederbelebung es doch hätten vorlegen können, fehlt bis heute eine negative, belastbare "komplexe Wirtschaftlichkeitsbetrachtung"?

    Eine Gefahr würde von der Sanierung ausgehen? Wie bitte?! Angesichts dessen, dass infolge vernachlässigenden Sparens in 2013 in der Tat reale Gefahr bestand, wirkt das nun wirklich wie "Haltet den Dieb!"-Geschrei.

  • 4
    6
    Tauchsieder
    27.01.2021

    Na ja, dann halt nur zu. Ich wohne weit genug weg, für mich geht von diesem Bauwerk keine Gefahr aus. Sollte es zu einem schwerwiegenden Ereignis kommen, können sie ja dann den Unterliegern erklären das dieses, oder jenes, nicht ging, oder der Denkmalschutz es nicht anders zuließ.
    WRRL sind europ. Recht. Soweit mir bekannt ist bricht EU-Recht nationales Recht!?
    Bevor sie sich hier "aufplustern" sollte sie den Chemnitzern erklären woher sie das Geld nehmen. Sie scheinen gar nicht zu wissen was solche eine Anlage für Folgekosten nach sich zieht.

  • 5
    3
    bürgerenergie
    27.01.2021

    @cn3boj00:

    Es ist schade, dass in einer ausgedünnten Freibadlandschaft sofort die Neiddiskussion los geht. Dabei muss sich gerade der Nordwesten bzgl. der Freibäder (Rabenstein, Wittgensdorf) aber nicht beschweren.

    "Divide et impera!" Das hat schon so viel entzweit und zerstört.
    Da halte ich es - auch hierzu - besser mit Goethe:
    "Entzwei und gebiete! Tüchtig Wort; Verein und leite! Bessrer Hort.“

    Gut, dass auch in der Stadtspitze von Chemnitz derzeit das Vereinende gesucht wird. Menschen und Vereine einbezogen werden bei der Suche nach einer guten Lösung. Der Standort TS Euba bietet so viel Potential.

    Ich habe den Eindruck, dass genau hierfür auch die Zustimmung im Stadtrat wächst. Hoffnungsvoll!
    Und: Das würde ein guter Einstieg des neuen OB, die Klärung eines Jahrzehnte währenden, ernüchternden Schwebefalls.

    Übrigens: Zum Hallenbad im Norden nehmen Sie doch bitte die damals Ablehnenden beim Wort, statt anzuprangern. Denn diese hatten eine Perspektive zugesagt.

  • 5
    5
    bürgerenergie
    27.01.2021

    @Tauchsieder:
    Sie übersehen - wohl wider besserem Wissen - ein paar Aspekte und machen es sich so sehr leicht. In der Konsequenz somit teuer für Stadt inkl. Stadtgesellschaft:
    1) Es gibt einen Rechtsanspruch aus dem Eingliederungsvertrag. Egal?
    2) Es besteht Denkmalschutz, den nicht nur Dritte (Viadukt) sondern auch wir zu achten haben.
    3) Es gibt einen geltenden B-Plan. Geltendes Recht wieder egal?
    4) Die in der Tat schnellstmöglich erforderliche Herstellung der Standsicherheit wird nicht im Gegeneinander, oder gar in der Ignoranz von 1) bis 3), zu erreichen sein, denn auch hierbei wird es Betroffene geben, die gegenüber der Situation der letzten 100 Jahre schlechter gestellt werden und im Planfeststellungsverfahren ein Klagerecht hätten.

    Es geht nur im Miteinander und in dem sind nun tatsächlich endlich die seit Jahren unglaublicherweise hingenommenen Standsicherheitsdefizite (Amtshaftung?!) zu beheben.

    Übrigens: Die Stadt HAT die Talsperre längst "komplett übernommen".

  • 3
    4
    Tauchsieder
    26.01.2021

    Es ist doch alles gesagt zu dieser Talsperre "Fresto". Die Standsicherheit ist nicht gegeben und sie stellt ein Abflusshindernis dar. Wer soll für die Folgekosten aufkommen, oder ist man etwa der Meinung einmal "renoviert" und es hat sich auf alle Ewigkeit erledigt. Wer soll die Verantwortung übernehmen, wenn im Falle eines Hochwasserereignis es zu großen Schäden kommt. Scheinbar haben hier schon viele die Ereignisse von 2002, 2013 oder 2018 vergessen. Wenn die Stadt diese Talsperre einmal komplett übernommen hat, dann ist sie auch für alles in der Zukunft liegende voll verantwortlich. Fragen über Fragen, da geht man viel zu blauäugig an die Sache heran. Bekanntlich stirbt die Hoffnung zum Schluss und da es ja keine Amtshaftung gibt eben "Nach mir die Sintflut".

  • 3
    4
    Tauchsieder
    26.01.2021

    Genau das habe ich gemeint "Fresto"!
    Alles andere ist Augenwischerei.

  • 5
    3
    Fresto
    25.01.2021

    @Tauchsieder: Die Variante 2 hieß: Teil- oder Komplettabriss. Die meinen Sie jetzt nicht wirklich?

  • 4
    4
    cn3boj00
    25.01.2021

    @Mike, die Eubaer müssen nicht nach Geyer. Gablenz und Niederwiesa liegen vor der Haustür. Es geht ja nicht um ein Hallenbad. Den Vorschlag, solchiges im Küchwald zu errichten, dem 10000 Chemnitzer folgten, haben die Räte damals abgelehnt, besonders dank der Stimmen der Grünen. Auch wenn ich als Bewohner des Nordwestens von Euba nicht profitiere, bin ich sehr gespannt, wie das diesmal ausgeht. Natürlich denke ich auch daran, dass eine Wiederbelebung von Euba und womöglich noch Erfenschlag die Wahrscheinlichkeit, dass der Chemnitzer Norden und Westen irgendwann auch mal paar qm Wasser bekommt weiter sinken werden.

  • 7
    8
    Interessierte
    25.01.2021

    Das ist doch auch mal eine erfreuliche Nachricht nach dem ganzen Ärger nun seit Jahren neben den anderen vielen Hiobsbotschaften ...
    Man hat den Eindruck , es - hat sich bißchen normalisiert , seit einige Menschen weg sind ( aus Chemnitz )

    "Die Talsperre ist nicht standsicher, bei Hochwasser droht Gefahr",
    ( da sollte man das schnellstens angehen , bei der Sanierung der Bazillenröhre wird nun auch ´zuerst` die Stützmauer zur Straße hin gebaut ...

  • 20
    8
    Mike1969
    25.01.2021

    Ich bin für den Naturpark mit Bademöglichkeit, wie wahrscheinlich die meisten Bürger dieser Stadt. Sie steht da diese Talsperre. Sie sieht wunderschön aus im Vergleich zu anderen Talsperren der Region (Geyer, Rabenstein etc) anschaut. Was Chemnitz hier besitzt, ist etwas so Wunderschönes, was Visionen schaffen kann. Warum müssen Chemnitzer auf dieser Seite der Stadt immer nach Geyer fahren? Ich würde dort im Sommer verweilen, wie sicherlich 1000ende Chemnitzer. Hier braucht es nicht die günstige Entscheidung, hier braucht es eine Vision werter Stadtrat. Nun können wir Chemnitzer auf dieser Seite der Stadt erleben, ob Ihr zu Recht in den Stadtrat durch die Chemnitzer gewählt wurdet. Das Viadukt hat es vorgemacht. Die Kosten trägt die Deutsche Bahn. Da ist es leicht mit Visionen und Forderungen als Stadtrat umzugehen. Nun liegt die Entscheidung aber bei keinem Dritten, sondern bei Ihnen. Gehen Sie verantwortungsvoll damit um. Es geht nicht um Geld - es geht um Visionen für unsere Stadt!

  • 20
    4
    Tauchsieder
    25.01.2021

    Mag die zweite Variante auf dem ersten Blick etwas teurer sein, zumindest kommen keine späteren Folgekosten auf die Stadt zu. Dafür muss man natürlich vorausschauend agieren und dies nicht nur als Momentaufnahme betrachten. Es gibt doch diesbezüglich Fördertöpfe z.B. das "Hochwasserschutzprogramm" des Freistaats. Weiterhin wäre es auch im Rahmen der europ. WRRL sicherlich förderfähig, da hier eine Verbesserung der Gewässerstruktur einhergehen würde. Hierzu und zur Abwehr von Gefahren für die Bevölkerung ist der Freistaat verpflichtet.

  • 19
    7
    Steuerzahler
    25.01.2021

    Stadtrat und verselbständigte Verwaltung! Eine unendliche Geschichte im Chemnitz unserer Tage. Wie lange wollen sich die gewählten Vertreter noch auf der Nase herumtanzen lassen? Leider hat sich die Mehrheit der Chemnitzer bei der letzten Wahl für ein absehbares ‚weiter so‘ entschieden.

  • 10
    13
    bürgerenergie
    25.01.2021

    An der „komplexen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung“ (das ist der seit 2016 (!) laufende Stadtratsauftrag) müssen endlich auch CWE & dafür zuständige Ämter (in bisherig. Verantw. des ehem. BM Sven Schulze) mitwirken. Es kann nicht sein, dass den Stadträt*innen eine Vorlage ausgereicht wird, an der sich ganz offenbar ausschließlich das Baudezernat engagiert hat.

    Wen wundert´s? Stimmte doch schon 2016 die damalige OBin und Genossin des jetzigen OB, trotz Miteinreichung durch die SPD, offensiv gegen den von den Grünen verfassten Beschlussantrag.

    So aber geht niemand mit dem klaren Stadtratswillen um, dem in dieser Sache damals nicht mal eine Handvoll von Rät*innen widersprach. Herr OB Schulze, Sie haben es in der Hand, es ab sofort besser zu machen!

    Der Wirtschaftlichkeitsvergleich muss auch abwägen zwischen Teilsanierung/Entwidmung und Komplettsanierung/Belebung. Auch Ersteres ist ja nicht für Nass zu bekommen, bringt aber dafür nicht das Geringste ein. Kulturvoll wäre das nicht!