Nach Urteil: Eins schließt weitere Hilfe für CFC aus

Energieversorger war mit Antrag gegen Ausgliederung gescheitert

Nach einem Urteil des Chemnitzer Amtsgerichtes, mit dem ein Antrag des Energieversorgers Eins gegen die Ausgliederung der Regionalligamannschaft des Chemnitzer FC zurückgewiesen wurde, ist das Engagement des einstigen Sponsors beim Fußballverein endgültig beendet. "Wir waren dem CFC über mehrere Jahrzehnte ein verlässlicher Partner und haben dem Verein mehrfach auch bei finanziellen Schwierigkeiten geholfen. Aufgrund der Geschehnisse des vergangenen Jahres werden wir den CFC nicht mehr unterstützen", teilte Astrid Eberius, Pressesprecherin der Eins, auf Anfrage der "Freien Presse" mit.

Sie betonte zudem, dass es sich im aktuellen Verfahren nicht um eine Klage gegen den CFC gehandelt habe. "Wir haben auch nicht die Einstellung des Spiel- oder Geschäftsbetriebes gefordert", betonte Eberius. Eins habe mit dem Antrag erreichen wollen, dass der Spielbetrieb im Verein belassen und die Vereinsmitglieder in Entscheidungen einbezogen werden. Damit hatte sich der langjährige Sponsor des CFC gegen die Ausgliederung der Regionalligamannschaft ausgesprochen, die allerdings zum 1. Januar dieses Jahres bereits vollzogen wurde.

Als einer der Gläubiger des Vereins hatte Eins nach der Insolvenz des CFC bei einer Gläubigerversammlung im September 2018 über die Ausgliederungspläne von Insolvenzverwalter Klaus Siemon zu entscheiden. Dabei stimmte das Unternehmen gegen die Pläne, wurde allerdings von den anderen Gläubigern überstimmt. Aufgrund der hohen Forderungssumme von angemeldeten 2,17 Millionen Euro hatte der Energieversorger damals eine höhere Gewichtung seiner Stimme gefordert - vergeblich. Auch der Einspruch gegen diese Entscheidung wurde vom Amtsgericht zurückgewiesen.

In der aktuellen Begründung für die Zurückweisung des neuerlichen Antrags bezieht sich das Gericht auch auf eine Stellungnahme von Insolvenzverwalter Siemon. Darin habe er unter anderem glaubhaft erläutert, dass es für die Ausgliederung genügend Kapitalrücklagen zur Abdeckung eventueller Verluste sowie erste Investoren für die GmbH gebe, heißt es im offiziellen Beschluss.

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1Kommentare
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    0
    guenni07545
    11.01.2019

    Was stimmt denn nun wirklich?
    "Wir haben auch nicht die Einstellung des Spiel- oder Geschäftsbetriebes gefordert", betonte Eberius. Eins habe mit dem Antrag erreichen wollen, dass der Spielbetrieb im Verein belassen und die Vereinsmitglieder in Entscheidungen einbezogen werden.
    Anderswo wurde geschrieben:
    Das Unternehmen hatte am 19. Dezember die Aufhebung der Ausgliederung und die Absetzung des Insolvenzverwalters sowie die Einstellung des Geschäftsbetriebes des CFC gefordert. Siemon hatte den Anträgen am 31. Dezember mit einem Schriftsatz widersprochen.
    Es gab ja 2 Anträge, was war der Zweite??? Wer lügt???



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