Nächtlicher Übergriff durch Chemnitzer Polizisten?

Wegen einer Ruhestörung alarmierte Beamte sollen eine aus Kenia stammende Familie verletzt und gedemütigt haben. Die Polizei widerspricht, will den Fall aber weiter prüfen.

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2828 Kommentare
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  • 3
    4
    Haju
    24.02.2021

    Man sollte nicht vergessen, daß Party immer nach Corona-Vertoß riecht. Da kann ich nur sagen: freundlich bleiben, wenn man nichts zu verbergen hat und die Ausweise kommentarlos vorlegen. Ganz allgemeiner Tipp: irgendwo wohnt immer einer, der total erbost die Polizei ruft, weil er nämlich selbst Corona überstanden hat, immer noch daran laboriert und darüber grübelt, wo er sich das geholt hat - z.B. über illegale Partygänger und jetzt hat man solche auch noch gleich nebenan! Manche nennen sie auch "Covidioten" und das sind nicht nur Demonstranten, wie viel zu oft der ideologisch gefärbte Tunnelblick vorschreibt. Gerade wer mit Freude am Wort "Covidiot" sagt, sollte sich da nicht über "Denunzianten" beschweren, welche die Polizei rufen. Auch ein Todesfall in der Familie wäre verständliches Motiv.

  • 7
    3
    lupus
    24.02.2021

    Ein unübersichtlicher Fall und unklare Berichte.
    Was ist unter "nackt" zu verstehen?

  • 4
    9
    Albatros
    24.02.2021

    Es ist ja schon vieles gesagt worden. Mir stellt sich die Frage, ob überhaupt die Polizei hätte gerufen werden müssen. Bei einer Feier von Samstag auf Sonntag kann es eben mal lauter werden, gerade bei einem 16. Geburtstag.

    Und wer sich als Nachbar gestört fühlt, hätte ja einfach mal klingeln können. Bei uns gibt es für den Abend einen Hinweis im Haus und fertig.

    Frage mich ja, ob bei einer Wohnungsparty an einem Wochenende in anderen Großstädten die Polizei gerufen wird.

    Bin auf die Ermittlungsergebnisse gespannt.

  • 24
    3
    Bautzemann
    23.02.2021

    Habe mir den Polizeibericht und die Darstellung des MDR nebst Freie Presse mehrfach zu Gemüte geführt. Auch die Migrationsbeauftragte hat sich zum Thema geäußert. Bei der ersten Kontrolle keine Auffälligkeiten. Bei der 2. Kontrolle nachts 02:00 Uhr Auseinandersetzung mit Beamten durch erhöhten Alkoholgenuss. Egal ob Frau oder Mann, wenn in einem Mehrfamilienhaus es Mitbewohner gibt, die um die Uhrzeit schlafen wollen, ist das wohl normal. Wenn um diese Zeit, keine Einsicht vorhanden ist, ist eine vorübergehende Festsetzung zwangsläufig. Irgendwie scheinen manche Bürger unsere Gesetze nicht wahrhaben zu wollen. Die Migrationsbeauftragte könnte hier hilfreich tätig werden. Unsere Polizei ständig auf die rechtsextreme Linie bringen zu wollen, halte ich für sehr gefährlich. Ein Beamter hat dem Staat zu dienen und bei Gesetzesverstößen einzugreifen. Auch Nachts um 02:00 Uhr.

  • 3
    6
    harzruessler1911
    23.02.2021

    @OmaundOpa

    Wer sagt denn, dass die Anzeige erst heute erstattet wurde oder wo steht das?

  • 10
    3
    OmaundOpa
    23.02.2021

    Warum die Anzeige erst am 23.02. wenn das ganze schon am 31.01. passiert ist?

  • 6
    18
    Kastenfrosch
    23.02.2021

    Tröstlich, dass die braunsten Kommentare inzwischen nicht mehr hier zu lesen sind.

  • 11
    2
    harzruessler1911
    23.02.2021

    @MüllerF

    Interessant bezüglich des Nachbarn, wäre natürlich, was die anderen Nachbarn zu der Ruhestörung zu sagen hätten.
    Gut wir alle wissen , es gibt die ganz "Genauen", welche einem nicht einmal 2 oder 3 mal im Jahr eine Feierlichkeit gönnen, welche auch mal etwas lauter ist.
    Wenn es allerdings extrem laut war, hat nat. auch ein Nachbar mit Vorurteilen, dass Recht sich gegen massive Ruhestörung zu wehren. Leider suchen "verfeindete Nachbarn " ja eher sehr selten oder gar nicht vorab ein Gespräch , um es friedlich zu lösen. Die eine Seite kündigt eine Feier im Mehrfamillienhaus an, und bittet um Verständnis, wenn es ungewollt doch zu laut wird und die andere klingelt halt mal , wenn es der Fall ist .Ok mit dem Ankündigen in Coronazeiten, hätte wohl auch nur Stress gegeben.
    Zur Belegbarkeit, durch die aufgezählten Zeugen hast Du Recht. Der erste Einsatz scheint ja auch absolut ok gewesen zu sein. Handelte es sich bei beiden Einsätzen um die gleichen Beamten?

  • 8
    12
    MuellerF
    23.02.2021

    Ob die Frau nackt, bzw. in Unterwäsche in der Zelle gelassen wurde, sollte durch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes be- oder widerlegbar sein.
    Die Mitarbeiter des Krankenhauses wiederum sollten bestätigen oder widerlegen können, ob sie ohne Jacke & Schuhe unterwegs war.
    Übrigens wurde die Anzeige wegen (angeblicher) Ruhestörung wohl von einem Nachbar gemacht, der die Familie immer wieder rassistisch beleidigt.

    Die Quelle für o.g. Angaben ist übrigens: https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/video-494402_zc-dedd4cab_zs-45e0b4f7.html

  • 12
    4
    harzruessler1911
    23.02.2021

    Wo genau steht da im Bericht, eigentlich was von " nackt" ausziehen?

    "zitiere"
    "So sei sie bei der Durchsuchung im Revier im Beisein männlicher Beamter ausgezogen worden - und "" Und obwohl sie ohne Jacke und Schuhe war, habe man sie trotz Minusgraden nur auf ihr Drängen hin nach Hause gebracht. Zu""

    Kann es nicht eher sein , dass man Ihr den Mantel und die Schuhe ausgezogen hat? So dämlich können die Polizisten nicht sein "nackt" die Frau ausziehen, wenn der Mann in der Nähe ist.

    Es gibt immer wieder Berichte wo auch "Frauen" egal ob mit oder ohne M-hintergrund, unter Alkohol neg. auffallen.

    Die M-Beauftragte macht es zu leicht - " keine Zweifel" zu haben. Ich gehe nicht davon aus, dass Frau Nadler, regelmäßig unter 1,64 Pm steht, um zu wissen sich diese sich dann verhält.

    Zwangsmaßnahmen darf die Polizei ergreifen. Ich glaube, Arm nach oben drehen gehört zu den Polizeigriffen . Es wird zu klären sein ob u. inwieweit die diese übers Maß gingen (z.B.Tritte).

  • 11
    1
    Steuerzahler
    22.02.2021

    @KathariaWeyandt: „ Auf jeden Fall muss in so einem Fall eher auf Deeskalation gesetzt werden. Oder ist das die Regel, dass bei Ruhestörung so gehandelt wird?“
    Sie gehören wohl auch zu Denjenigen, die das Ergebnis der gesetzlichen Untersuchung bereits im Vorab wissen? Wie sonst wissen Sie, dass die Polizei NICHT auf Deeskalation gesetzt hat? Ist das Eskalation durch die Polizei, wenn sie am Ereignisort zum zweiten Male auftauchen muss? Und schließlich ist es tatsächlich nicht die Regel, dass die Polizei wegen einer banalen Ruhestörung vollziehende Mittel einsetzen muss. Ob diese gesetzlich gerechtfertigt waren, legen weder die Grünen noch die Linken fest, sondern Staatsanwalt und letztendlich Gerichte. Auch wenn für manchen dieser Parteigänger die Polizei und jede staatliche Gewalt immer schuldig sind, wir haben zum Glück noch eine weitestgehend unabhängige Justiz.

  • 13
    5
    Haju
    22.02.2021

    @KatharinaWeyandt
    Die Diskussion über eine Rassismusstudie ist doch schon Monate alt. Hinsichtlich eines Linksextremismus bei Parteien und Medien könnte man ja auch eine Studie in Auftrag geben und würde sicher noch mehr fündig werden. Für beides gilt aber, daß dies Aufgabe des Verfassungsschutzes ist, zumal ein Verfassungsfeind nicht gerade mit schwarz-rot-goldenem Anglerhut zum Dienst erscheinen dürfte um damit Impfnationalismus zu propagieren.
    Beunruhigend ist für mich dagegen der linke Rassismus in den USA. Das Bildungsministerium von Oregon z.B. geht gegen die Mathematik vor, weil die rassistisch weiß sei. Stattdessen soll eine "Ethnomathematik" in der Schule gelehrt werden, bei der auch ein abweichendes Ergebnis zulässig ist (Info Danisch). Eine Bemerkung zu den US-Wahlen erspare ich mir jetzt mal. So etwas wäre höchstens in den Geisteswissenschaften denkbar: z.B. sind zwei Ergebnisse zum Begriff "Sozialismus" möglich (aber natürlich nicht in der Realisierung zulässig).

  • 8
    15
    Lesr
    22.02.2021

    Wieder mal eine Reihe von Experten die sich hier an der Diskussion beteiligen, sicheres Argumentieren mit soliden Halbwissen.

  • 11
    20
    KatharinaWeyandt
    22.02.2021

    Ich zitiere mal Valentin Lippmann, grüner Abgeordneter aus dem Landtag: "Wenn Menschen, die das Gewaltmonopol des Staates vertreten, nicht zweifelsfrei auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, dann haben wir ein Problem."
    https://www.gruene-fraktion-sachsen.de/parlamentsarbeit/redebeitraege/7-legislatur/rassismus-studie-lippmann-polizei-muss-ueber-jeden-zweifel-erhaben-sein-sachsen-muss-sich-an-studie-des-bundes-beteiligen/
    Auf jeden Fall muss in so einem Fall eher auf Deeskalation gesetzt werden. Oder ist das die Regel, dass bei Ruhestörung so gehandelt wird?

  • 19
    19
    Kastenfrosch
    21.02.2021

    j35r99: Wo sehen Sie in den Kommentaren eine "Herabwürdigung"? Ist es für Sie schon zu viel des Guten, wenn man es nicht als etwas Unmögliches ansieht, dass ein deutscher Polizist Unrecht begeht?

    Ich finde es bezeichnend, dass viele derer, die sich das so gar nicht vorstellen können (oder wollen), offenbar automatisch davon ausgehen, dass ein Ausländer im Unrecht ist.

  • 45
    23
    Steuerzahler
    21.02.2021

    @MuellerF: „ Sich als Frau vor männlichen Beamten entkleiden zu müssen & als Ehemann den Fuß gebrochen zu kriegen, hat jedoch NICHTS mit rechtsstaatlichem Vorgehen zu tun!“
    Sie stellen hier einen Fakt dar! Offensichtlich kennen Sie, wie so oft, das Ergebnis der Ermittlungen im Voraus so, wie es Ihnen in Ihre politische Weltanschauung passt.
    Das Ergebnis der Ermittlungen steht fest, wenn StA oder Gericht eine Entscheidung gefällt haben. Bis dahin gilt für alle, auch Polizisten, die Unschuldsvermutung!

  • 54
    19
    j35r99
    21.02.2021

    Sind unsere Polizisten/innen eigentlich "Freiwild"?

    Ich hoffe, die sie so herabwürdigen und schon in eine Ecke stellen, brauchen mal keine Hilfe.

    Die Unschuldsvermutung gilt übrigens für Alle, bis zur Aufklärung und Abschluß durch ein Gericht.

  • 28
    41
    MuellerF
    21.02.2021

    "Bei jeder Mutter, die lautstark den Geburtstag ihres Kindes bis in die Nacht feiert und dabei 1,64 Promille hat, gäbe es einen Aufschrei und man würde nach dem Jugendamt rufen."

    Unsinn! Ruhestörung ist ein Fall fürs Ordnungsamt, nicht fürs Jugendamt!

    "Sache namens Kausalität."

    Die Strafe für Ruhestörung ist normalerweise eine Geldbuße.
    In dem volltrunken Zustand evtl. auch noch die Übernachtung in der Ausnüchterungszelle.

    Sich als Frau vor männlichen Beamten entkleiden zu müssen & als Ehemann den Fuß gebrochen zu kriegen, hat jedoch NICHTS mit rechtsstaatlichem Vorgehen zu tun!

  • 30
    59
    Kastenfrosch
    21.02.2021

    Bertl, gern werde ich deutlicher: das was sie und einige andere Kommentatoren hier vom Stapel lassen (konkret: die Zuschreibung von Eigenschaften aufgrund von Merkmalen wie Herkunft und Hautfarbe) ist nichts anderes als Rassismus. Genügt das?

  • 30
    27
    Bertl
    21.02.2021

    @Kastenfrosch: Was soll ich mit Ihrer Aussage anfangen? Sie nehmen keinen festen Standpunkt ein und schreiben auch nicht Ihre eigene, konkrete Meinung. Also, nur meine Aussage zu zerpflücken ist nicht hilfreich. Legen Sie sich doch einfach wieder hin und schauen, was morgen für Themen hier diskutiert werden. Danke

  • 52
    8
    Letsop
    21.02.2021

    Es ist ein Unding, dass bei solchen Anschuldigungen keine neutrale Stelle die Ermittlungen durchführt.

  • 52
    9
    Letsop
    21.02.2021

    Wenn das mit dem nackt Ausziehen im Beisein männlicher Beamten Tatsache wäre, hätte die Polizei in Chemnitz wirklich ein Problem, was nicht so leicht aus der Welt zu schaffen ist.

  • 45
    52
    Kastenfrosch
    21.02.2021

    "Bei jeder Mutter, die lautstark den Geburtstag ihres Kindes bis in die Nacht feiert und dabei 1,64 Promille hat, gäbe es einen Aufschrei und man würde nach dem Jugendamt rufen. Aber in diesem Fall, wo es sich um eine Familie aus Kenia handelt, wird die Polizei, mal wieder, in die rechte Ecke gedrängt."

    Es mag Sie überraschen: das eine schließt das andere nicht aus! Der Fehler ist, dass Sie meinen, von der Verpackung auf den Inhalt schließen zu können. (Und nebenbei noch eine Gefährdung des Kindeswohles unterstellen.)

    "Die Polizisten sollen außerdem noch dem Ehemann durch Tritte den Fuß gebrochen haben. Das kann nicht sein, denn durch so eine Verletzung könnte er niemals noch Treppen steigen..."

    Aha. Abgesehen davon, dass Sie vermutlich auch nicht vor Ort waren: können Sie sich vorstellen, dass erst das eine, dann das andere passiert ist? Nur eine von vielen Möglichkeiten.

  • 35
    80
    chemnitzmischa
    21.02.2021

    Ich finde die Angabe der Umstände und des Hintergrunds schon wesentlich. Wenn eine anständige Kenianische Mutter, die noch nie in irgendeiner Form negativ aufgefallen sei (lt. Migrationsbeauftragter), den Geburtstag ihres Sohnes bis tief nach Mitternacht nachbarschaftseinbeziehend feiert und einen Alkoholspiegel von 1,64 promille erreicht (Angaben: MDR), liegt die Vermutung, es habe rassistisches Handeln von Seiten der Polizei gegeben, deutlich näher, als bei einem Menschen ohne internationale Geschichte. Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte hat schon eine große gesellschaftliche Relevanz und steht daher verstärkt in der zivilgesellschaftlichen Diskussion. Es muss erwähnt werden, wenn ein solcher Verdacht im Raum steht, natürlich unter Berücksichtigung der Unschuldvermutung.

  • 16
    40
    cn3boj00
    21.02.2021

    @Urlaub..., warum abonnieren Sie nicht die Bild-Zeitung?

  • 89
    30
    OmaundOpa
    21.02.2021

    In anderen Zeitschriften steht, die Kenianerin hatte 1,64 Promille und der Ehemann ist, als seine Frau mit musste, noch die Treppe mit runter gelaufen. Da kann sich jeder selbst ein Bild machen...

  • 120
    35
    Malleo
    20.02.2021

    Die Migrationsbeauftragte war dabei und kann sich ein solches Urteil erlauben.
    Die Beamten haben es schon nicht leicht.
    Sie haben immer den Minderheitenschutz umzusetzen!
    Ob es der "Vorfall" auch in die Medien geschafft hätte, wenn es sich nicht um eine kenianische Familie handeln würde?
    Noch immer gilt die Unschuldsvermutung, auch bei bei Polizisten.
    Und, 1,64 promille bei einer Frau...
    Da kann die Wahrnehmung leicht gestört sein?

  • 68
    27
    ernstel1973
    20.02.2021

    Hier zu kommentieren ginge nur mit Polemik. Dieses Stilmittel zu verwenden, würde Zensur bedeuten.