Neubau im Chemnitzer Conti-Loch: Investor schafft Ersatz-Biotope

Bebauungsplan-Entwurf für älteste Baugrube der Stadt an Auflagen geknüpft

16Kommentare
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    Interessierte
    11.08.2015

    Das wird ja nun bald ...
    Und der Einzelhandel wird auch bald ...
    Da können wir wieder schön flanieren ...

    Aber :
    Vorerst dürften in größerem Stil nur Bau-, Möbelmärkte und Zoo-Großmärkte eröffnen.
    ( da brauch ich nichts ............

    Stadtplaner Börries Butenop - begründet dies mit dem Schutz der wachsenden Innenstadt:
    "Ehe nicht die freien Bauflächen neben dem "Schocken und am Getreidemarkt" möglichst mit Einzelhandelseinrichtungen bebaut sind, würde ein Handelsstandort am City-Rand sonst Kaufkraft entziehen und sie schwächen."

    (wurde denn das" Ersatz-Biotop" schon geschaffen ???????

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    Jothade
    17.01.2013

    ...vielleicht sollte man nochmal klarstellen, dass es sicherlich genug gute Ideen gibt - und das JETZT schon!
    Allerdings muss IMMER die Machbarkeit mit der Wirtschaftlichkeit zusammen passen, das wird euch jeder Ökonom bestätigen!

    Und der neue Eigentümer hat JETZT das "Loch" gekauft und will JETZT den 'Dornröschenschlaf' beenden.

    Im Übrigen kann die Stadt nur profitieren, denn wenn der Zustand weiter wie bisher geblieben wäre, hätte die Stadt weiter Mindereinnahmen bei den Sondernutzungsgebühren in Höhe von ..zigtausend EURO jedes Jahr verzeichnen müssen.

  • 0
    4
    17.01.2013

    schnellleserin: Eben. und deshalb sollte unser Biotop erhalten werden - vielleicht ein kleiner Spazierweg und paar Bänke rein - bis jemand eine wirklich originelle Idee hat.

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    17.01.2013

    was mir nicht gefällt ist, dass alles in einem gleichen relativ unschönen Stil gebaut wird. Ich bin überzeugt davon, dass es dringend einer Vielfalt an Architektur bedarft hätte.
    Wir werden in einigen Jahren dastehen und feststellen, wie häßlich das ganze ist - das ist wie mit den Weststätten und ihren Bauten aus den 70ern.
    Fahrt durch Deutschland, schaut euch vergleichbar große Städte an und seht und fühlt, was eine Stadt ausmacht, in der Bummeln Spaß mache, wo man wohnen möchte. Meist ist es Kleingliedrigkeit, die Gemütlichkeit schafft.
    Es ist so, dass man - wenn nicht die Notwendigkeit besteht - nicht nur nicht an großen Straßen und Kreuzungen nicht wohnen will, aber auch nicht arbeiten.
    Wir haben erst kürzlich ein neues Büro gesucht. An großen Straßen ist einiges zu finden. Aber eigentlich will man auch da das Fenster öffnen können.
    Auch wenn der Bahnhof und das Zentrum nahe ist - es ist kein schöner Ort zum Arbeiten - da helfen auch dreifach verglaste Fenster nicht.

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    Jothade
    15.01.2013

    @Neinsager: Ich bitte Sie um Verständnis, aber ich persönlich habe leider keinen Bedarf an einer linken IW77 und werde deshalb keine suchen. Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass dieser Wohnungstyp mir früher sehr gefallen hat. Leider habe ich es damals nur zu einer IW77-1-R-Wg gebracht.

    Sicherlich wird man - um SEINE gewünschte Wohnung zu finden - einiges an Geduld aufbringen müssen. Das war vor 20 Jahren nicht anders.
    Oder man verfügt über das gewisse Einkommen, um sich DIE Wohnung zu leisten - das war früher anders..

    Aber Ihre Bemerkung zum Lärm bzw Feinstaub steht nicht im Widerspruch zu meinem Kommentar weiter hinten: Wenn man die Möglichkeit hat diesen beiden Faktoren (sofern man diese nicht ausdrücklich sucht) auszuweichen, dann zieht man nicht "ins" CONTI-Loch. Und derzeit HAT man diese "Ausweichmöglichkeiten".
    Insoweit halte ich die Vorschläge für mehr Wohnungen an DIESER Stelle für nicht wirtschaftlich machbar - nur darum ging mein Beitrag. Ich denke, dass die Unternehmensgruppe Kellnberger das ähnlich sieht.
    Damit sind wir wieder zum Anfang der Kommentarrunde zurück gekommen ;-)

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    gelöschter Nutzer
    15.01.2013

    @Jothade
    Versuchen Sie bitte in Chemnitz eine linke Wohnung vom Typ IW 77 zu bekommen, weil Ihre Möbel paßgenau für diesen Typ und hochpreisig sind.
    Die meisten leeren Wohnungen in Chemnitz sind wegen Mängeln, Lärm oder Feinstaubbelastung nicht vermietbar. Lassen Sie sich einfach einmal langsam von Ende der Frankenberger zur Leipziger Straße oder zur Limbacher fahren.

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    1
    Jothade
    15.01.2013

    Sofern Sie eine Möglichkeit sehen, sich da als Bürger einzubringen:
    Ich wünsche Ihnen guten Erfolg!

    Ich werde mich hüten Ihnen da etwas anderes zu wünschen, schließlich haben Sie ja im Grundgedanken nicht Unrecht - aber das hatte ich ja bereits schon mitgeteilt.

    Im Übrigen hat der heutige Artikel zum "Wohnungsrückbau" in Sachsen Ihre Aussage von gestern gegen 20:01 Uhr mit aktuellen Zahlen völlig egalisiert und letztendlich meinen Hinweis nochmals unterstrichen.

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    ramon
    15.01.2013

    Am besten fordert man jeden Bürger, der keine Funktionsbauklötze in der Innenstadt mag, er möge doch sein eigenes Geld investieren. Leider gehört mir als Bürger aber ein schon 1/240.000 von Kellnbergers neuester Baugrube und eben soviel von der Innenstadt. Insofern mache ich von meinem Mitspracherecht auch ohne Investition meines Taschengelds Gebrauch. Ich werde die heutigen Entscheider statistisch gesehen um einige Jahrzehnte überleben. Nur weil deren derzeitiges Vermögen größer ist, muss ich noch lange nicht das akzeptieren, was mir in meinen Lebensraum vor die Nase gesetzt werden soll, nur weil es sich gerade für Leute rechnet, die nicht mal Bürger dieser Stadt sind. Letztendlich ist mir dann das Biotop im Loch lieber als noch eine von Kellnbergers lieblosen Bauten.

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    Jothade
    15.01.2013

    @ramon: Dennoch besteht eine Überkapazität an Wohnungen, sonst würden "im Loch" definitiv mehr Wohnungen gebaut. Wenn wir mal "Münchner Verhältnisse" haben, würden sich sicherlich Unzählige um eine Wohnung "im Loch" reißen und es wäre dann jeder Lärm egal, aber...

    Was halten Sie davon, wenn Sie der Unternehmensgruppe Kellnberger als Ideengeber, Architekt und Anteilseigner beitreten? Dann würde Ihrem Rat (der in einer Stadt, die keine hunderttausend "Emigranten" zu verkraften hatte bestimmt vom Bauplanungsamt so durchgedrückt werden könnte) sicherlich entsprochen.
    Allerdings müssten Sie dann auch Ihre finanziellen Einlagen als Verlustausgleich zur Verfügung stellen, wenn Ihr Wunsch eben doch nicht so aufgeht wie von Ihnen propagiert...

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    ramon
    14.01.2013

    Es gibt keine nennenswerten Überkapazitäten an Wohnungen in Chemnitz, sondern nur komplett leerstehende Plattenbauten und Gründerzeithäuser, die in ihrem derzeitigen Zustand dem Wohnungsmarkt gar nicht zugerechnet werden können. Die 30.000 "leerstehenden" Wohnungen sind eine Erfindung der Wohnungsgenossenschaften, um Investoren abzuschrecken und die eigenen heruntergekommenen Bestände noch ein paar Jahre länger zu belegen.

    Eine kleinteiligere Bebauung der Innenstadt mit einer Mischung aus Wohnung und Gewerbe würde Urbanität schaffen. Dass das funktioniert, sieht man in anderen Städten, wo ganze kleinteilige Gründerzeitviertel originalgetreu wieder hochgezogen werden. Die waren nicht umsonst dem sozialistischen und kapitalistischen Baustil überlegen.

  • 5
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    14.01.2013

    Solange den Planern und Investoren nichts Besseres einfällt, ist mir unser innerstädtisches Biotop fast lieber...da drin brüten seit Jahren die Enten, auch einen Fuchs haben wir schon beobachtet, sogar einen Reiher...
    Ich finde, das geplante Gebäude ist nicht schöner als das nagelneue und nicht lang nach der Wende abgerissene Textima- Haus. Viel interessanter war das Altbau- Karreé, das früher an der rückwärtigen Seite war und das abgerissen wurde, bevor "Denkmalschutz" auch in Chemnitz ein gängiger Begriff wurde.
    Billige Zweckbauten und zubetonierte Flächen haben wir in der Innenstadt mittlerweile genug.

  • 2
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    Harthauer
    14.01.2013

    Wenn aus Wildwuchs ein Biotop wird, dann muss man sich über jeden Investor freuen. Ersatzflächen kosten ja auch etwas. Wenn von der Stadt kostengünstig Erdmassen entsorgt wurden, wie im Sommer geschehen, fragt auch keiner nach einen Biotop.

  • 5
    1
    14.01.2013

    Ein Gebäude, das sich rechnen muss,kann nun mal kein architektonisches Meisterwerk werden, sondern muss in erster Linie zweckmäßig sein.

    Chemnitz hat es 15 Jahre nicht geschafft überhaupt etwas auf diesem Gelände zu realisieren, da ist ein durchschnittlicher Komplex immer noch besser als ein Biotop!

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    Ickerbocker
    14.01.2013

    Die die winzige Innenstadt zusammenschnürenden, völlig überdimensionierten autobahnähnlichen Straßen sind Teil des Chemnitzer Problems.
    Die Architektur ist leider mal wieder gebaute langeweile.

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    Jothade
    14.01.2013

    Es muss sich rechnen, was dort hingebaut wird!
    Es bringt nicht Wohnungen dorthin zu bauen, wo wegen dem Verkehrslärm keiner hinziehen möchte - wir haben immer noch einen Überbestand von nicht vermietetem Wohnraum in der Stadt! Es wird kaum einer zur Bahnhofstraße hinaus wohnen wollen, wenn er leiser und vielleicht auch noch preiswerter woanders wohnen kann.

    Ich wünsche dem Investor gutes Gelingen!
    Schließlich hat die Stadt Chemnitz auf über eine Million Euro an Gebühren vom alten Eigentümer verzichtet, damit der jetzige Eigentümer hier bauen kann! Das muss sich zugunsten der Stadt irgendwann mal durch eine sinnvolle "Loch"-Bebauung auszahlen!

  • 5
    6
    ramon
    14.01.2013

    Mal sehen wie viele Zweckbauten und Parkhäuser Meisterarchitekt Koch und dessen Geldsammler Kellnberger noch in die Innenstadt pflastern wollen. So schafft man außerhalb der Bürogeschäftszeiten menschenfreie Zonen. Vielleicht sollten die beiden Herren mal einen gescheiten Stadtplaner hinzuziehen und ein paar Euro in Urbanität investieren, um die Klötze nicht nicht in 10 Jahren als Totalverlust abschreiben zu müssen.



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