Neubau von Brücke: Debatte über Finanzierung

Tauraer Gemeinderat soll neue Ideen für geplantes Projekt finden

Taura.

Der die Tauraer Gemeinderäte seit mehr als einem Jahr beschäftigende Ersatzneubau einer Brücke an der Hauptstraße zu den Grundstücken 109/113 bereitet weiteres Kopfzerbrechen. In ihrer jüngsten Sitzung waren sich die Räte darüber einig, ein jetzt in Aussicht gestelltes Finanzierungsmodell nochmals zu überdenken. Das ist aktuell Gegenstand der Beratungen, weil ein im vergangenen Jahr vorgeschlagenes Finanzierungsprojekt gescheitert war.

Knackpunkt: Allein mit Mitteln aus dem Gemeindehaushalt ist die Aufgabe nicht zu stemmen. Deshalb wird nach geeigneten Fördermöglichkeiten gesucht. Vorliegende Planungen veranschlagen rund 300.000 Euro für den Ersatzneubau. Im Wissen um die gängige Fördermittelpraxis können Kommunen dabei mit bis zu 90 Prozent Zuschuss für ihr Vorhaben rechnen.

Der jetzt verhandelte Vorschlag zielt darauf ab, den Bau im Rahmen des Leader-Projektes, ein vom Freistaat aufgelegtes Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes, zu realisieren. "Doch diese Variante würde uns einen erheblich höheren Eigenanteil abverlangen", erklärte Bürgermeister Robert Haslinger. Im konkreten Fall wären dann statt bislang angedachter rund 44.000 Euro rund 130.000 Euro aus eigener Tasche aufzubringen, so der Bürgermeister. Die Leader-Programme greifen laut Gemeindechef nur mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Summe. Im Ergebnis der Aussprache wurde der Runde klar, dass diese Größenordnung den finanziellen Gestaltungsspielraum der Gemeinde erheblich einschränken würde. Bereits geplante und in den Haushalt 2020 aufzunehmende Vorhaben, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, könnten ins Hintertreffen geraten.

Laut Bürgermeister ist die Überführung seit Frühjahr 2018 für Fahrzeuge gesperrt. Durch die Gemeinde wurden deshalb Planungsleistungen veranlasst, die im Juli 2018 in einer Ausführungsvariante mündeten. Das Vorhaben sollte mithilfe eines vom Land aufgelegten Programmes verwirklicht werden. Doch nach einer Prüfung erwies sich der Brückenbau auf diesem Weg als nicht förderfähig. Die Gemeinderäte stehen nun vor der Aufgabe, eine Variante zu finden, mit der der erforderliche Betrag für die Brücke zu schultern ist. Dabei müssen sie aber auch bestimmte bauliche Anforderungen für die Überführung berücksichtigen.

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