Neue Pläne am Kaßberg: Stadthäuser statt Eigenheime

An der Ulmenstraße sollen bis zu 140 neue Wohnungen entstehen. Ursprünglich waren dort nur Einfamilienhäuser vorgesehen.

Kaßberg.

Unumstritten war der Ansatz nie: Mithilfe von Eigenheimen sollte nach Überlegungen von Stadtplanern auch rund um die Innenstadt so manche unschöne Bebauungslücke geschlossen werden. Statt neuer Siedlungen auf der grünen Wiese irgendwo am Stadtrand wurden Häuslebauer und Projektentwickler über Jahre hinweg nicht zuletzt auf Brachen unweit des Stadtzentrums und der angrenzenden Stadtteile orientiert.

Ähnliches war auch für eine Fläche am Fuße des Kaßbergs geplant, auf dem Gelände einer früheren Ziegelei zwischen dem sogenannten Poelzig-Areal an der Zwickauer Straße und den zu DDR-Zeiten errichteten Wohnblöcken oberhalb an der Heinrich-Beck-Straße. Auf rund 4700 Quadratmetern sollten dort sechs Einfamilienhäuser entstehen. So sah es ein im Herbst des Jahres 2014 vom Stadtrat verabschiedeter Bebauungsplan vor, der auf entsprechende Pläne eines Chemnitzer Bauträgers zurückging. Die vorgesehene Kleinsiedlung mit Eigenheimen im Bungalow-Stil wurde damals als "Abrundung" der gewachsenen städtebaulichen Struktur des Kaßbergs gewertet.

Jetzt, nur vier Jahre später, haben sich die Pläne erheblich geändert. Von Eigenheimen ist keine Rede mehr, stattdessen von bis zu sieben mehrgeschossigen Wohnhäusern mit insgesamt rund 120 bis 140Wohneinheiten. "Der wirtschaftliche und kulturelle Aufschwung und das derzeit anhaltende positive Wachstum der Stadt Chemnitz spiegeln sich auch in der Nachfrage nach Wohnungen in adäquaten Wohnformen wieder", heißt es zur Begründung. Dieser Nachfrage solle mit der Bereitstellung von Wohnungen in modernen Stadthäusern Rechnung getragen werden.

Wie die aussehen könnten, zeigt ein bereits fertiggestellter Bau am Eingang des Areals an der Ulmenstraße. Der ursprüngliche Bebauungsplan hatte die Möglichkeit eines solchen Gebäudes eingeräumt- nun sollen weitere folgen. Über die entsprechende Änderung der Pläne entscheidet der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am kommenden Dienstag.

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3Kommentare
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    Interessierte
    10.08.2018

    Diese Bäume und Sträucher werden bestimmt für die Bauzwecke vernichtet und dann wird neu gepflanzt .....

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    Hankman
    09.08.2018

    Warum nicht? Hauptsache, es wird - wie bei dem bereits fertigen Wohnhaus an dieser Stelle - jeweils die Tiefgarage mit vorgesehen. Denn Parkplätze gibt es drumherum nicht mehr. Allerdings muss ich auch sagen: Nicht jede Baulücke ist unschön! Das betreffende Areal hat sich die Natur zurückgeholt, es gibt dort Bäume, Sträucher, eine Menge Grün - und einen Lebensraum für kleine Stadt-Tiere. Man könnte das Areal aufwerten, indem man den einen oder anderen ordentlichen Weg anlegt. Man muss nicht jede freie Fläche in der Stadt bebauen.

  • 2
    1
    Interessierte
    09.08.2018

    Das sind sehr solide und schöne Häuser , die hatte ich mir schon einmal angesehen , die hätten auch viel besser zwischen die Gründerzeithäuser auf dem Kaßberg gepaßt als diese modernen überdimensionalen ´ArchitektenBalkonhäuser` ...



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