Neuer Sportplatz in Wolkenburg besteht Praxistest

Auf der Anlage haben die ersten Punktspiele stattgefunden. Die Fußballer loben die Bedingungen. Dabei hatte es zuvor Zweifel an der Qualität des Rasens gegeben.

Wolkenburg.

Auf dem neuen Wolkenburger Sportplatz fällt das Toreschießen offenbar leicht - zumindest den Nachwuchskickern. Im ersten Punktspiel auf der Anlage an der Herrnsdorfer Straße erzielten die E-Junioren des FV Wolkenburg am Samstagvormittag fünf Tore - genau wie der Gegner TuS Pleißa. Eine Stunde später gewann die D-Jugend 9:2 gegen St. Egidien.

Weniger erfolgreich waren einen Tag später die Herrenteams. Die erste Mannschaft des FV verlor 1:2 gegen Fortschritt Glauchau. Zuvor war auch die zweite Vertretung beim 1:3 gegen den Ebersbrunner SV II ohne Punkte geblieben. Am Zustand des Spielfeldes wollte aber niemand die Niederlagen festmachen - im Gegenteil. "Der Platz ist superweich und hat eine Top-Qualität", beschreibt Danny Schacker seine Eindrücke. Was bei einem neuen Sportplatz selbstverständlich sein sollte, ist es im Wolkenburger Fall nicht: Der Zustand des Rasens war mehrfach Thema im Limbach-Oberfrohnaer Stadtrat. Enrico Fitzner (CDU) hatte zunächst kritisiert, dass Rollrasen verlegt wurde, anstatt das Grün vor Ort zu säen. Später warf er der Stadtverwaltung mangelnde Pflege vor, weswegen sich sogenannter Rasenfilz gebildet habe. Das Rathaus hatte die Kritik in beiden Fällen zurückgewiesen.

Schacker kann die Diskussionen nicht nachvollziehen. Die neue Sportanlage in Wolkenburg könne sich sehen lassen und dabei helfen, weitere Mitglieder zu gewinnen, sagt der Fußballer. Etwa fünf Millionen Euro hat das Rathaus in den Sportplatz sowie die benachbarte Turnhalle, die kurz vor der Fertigstellung steht, investiert. "Die Stadt hat sich nicht lumpen lassen", stellt Schacker fest. Auch die Qualität der Ausstattung könne sich sehen lassen, etwa mit Blick auf Tore und Ballfangnetze. Der Verteidiger verweist auch auf das Flutlicht, das jetzt das gesamte Feld erhelle. "Bislang wurde nur eine Hälfte des Trainingsplatzes beleuchtet."

Dass der alte Sportplatz auf der anderen Seite der Zwickauer Mulde keine Zukunft hat, wurde nach dem Hochwasser 2013 beschlossen, als das Areal zum wiederholten Mal überflutet worden war. Der Abriss des alten Vereinsheimes hat inzwischen begonnen. Bagger haben bereits Teile der Fassade und des Daches herausgerissen. Danny Schacker weint dem Gebäude keine Träne nach: "Dort hat es Schimmel gegeben. Es ist immer eine Restfeuchtigkeit in den Wänden geblieben." Mitte Oktober hatten die knapp 100Vereinsmitglieder ihre Habseligkeiten vom alten Vereinsheim in die neue Turnhalle gebracht.

Aus Sicht von Bernd Aurich, dem Vorsitzenden des FV Wolkenburg, bringt der Umzug nur einen Makel mit sich: Statt zwei steht jetzt nur noch ein Fußballplatz für Training und Spiele zur Verfügung. Man müsse abwarten, wie der Platz die Belastung aushält. Ansonsten ist Aurich aber voll des Lobes, nicht nur mit Blick auf den Rasen. "Es ist etwas Außergewöhnliches entstanden. Wir haben jetzt ordentliche Kabinen." Die Fußballer wollen ihr neues Zuhause in Eigenleistung noch verschönern. So soll der Sportplatz nach Aurichs Angaben auf der Seite der Turnhalle eine kleine Tribüne mit Überdachung erhalten, damit Zuschauer auch bei Regen nicht nass werden.

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