Neuer Verein vor der Bewährungsprobe in Taura

Die Organisatoren eines Siedlungsfestes haben einen Bürgerverein gegründet. Jetzt steigt die zweite Fete - im Blick steht aber noch eine weitere Aktion.

Taura.

Am Sonnabend wird zum nachbarschaftlichen Stelldichein eingeladen. Zum zweiten Mal organisiert der in der Kulturlandschaft noch junge Bürgerverein ein Siedlungsfest. Die Wiese vor dem alten Konsum wird zur Aktionsfläche des Treffens, welches unter dem Motto steht "Feiern, wo wir zu Hause sind".

"Mit dieser Neuauflage wollen wir über den Gartenzaun hinweg gemeinsam etwas erleben", sagt Vereinschef Jens Werner. Die Interessengemeinschaft hatte sich vor einem Jahr gegründet, als das erste Fest an der Arthur-Beil-Straße organisiert wurde. Es kamen 150 Gäste. "Wir erhielten ein so positives Feedback, dass wir uns entschlossen, diese Initiative fortzuführen", so der Vorsitzende. Das erste Treffen sei entstanden, um einmal die Mitbürger des Straßenzuges näher kennenzulernen, ergänzt Isabell Seifert. Erst kurze Zeit mit ihrem Mann Tommy in Taura lebend, sei bei ihr das Interesse groß gewesen, mehr von den Leuten und dem Miteinander im Ort zu erfahren. "In unserem früheren Heimatort waren wir auch aktiv, suchten nun in Taura Mitstreiter für eine solche Kennenlernfete", erzählt Tommy Seifert.

Für die zweite Auflage ziehen die derzeit 13 Vereinsfreunde für das Projekt die Organisationsfäden, wissen mit der Gemeindeverwaltung und Vereinen Partner an ihrer Seite, so Werner. "Im Sinne unserer Initiative geht es nicht um das große Spektakel, vielmehr wollen wir einen Impuls geben, das Miteinander zu stärken, den Zusammenhalt zu befördern", erklärt er das Grundziel des Vereins. Sie erhalten Zelt und Biertischgarnituren. Handwerker helfen bei der Vorbereitung, Anwohner packen mit zu. Ab 15 Uhr sind Tauraer zur Party eingeladen.

Schrittweise haben sich die Vereinsfreunde ans Werk gemacht, den Satzungszweck mit Leben zu erfüllen. Dabei stehe nicht nur dieses Siedlungsfest im Blick, vielmehr sollen andere Initiativen im Ort mit unterstützt werden, sagt Vereinschef Werner. "Ob Feuerwehr, Jugendarbeit, Schule und Sport, wir engagieren uns auch für etablierte Vereine und gedenken mit ihnen ein Netzwerk zu schaffen, welches koordinieren und organisieren hilft", fügt er hinzu. Zu den jüngsten Aktionen zähle ein Aufruf an die Mitbürger, an einem Gestaltungswettbewerb teilzunehmen. Der Bürgerverein sucht zudem ein Logo. Bis Ende Oktober sollen Entwürfe mit einem markanten Symbolbild an den Verein geschickt werden. Erste Entwürfe seien bereits eingegangen. Zum Weihnachtsmarkt am 7. Dezember soll der Gewinnervorschlag verkündet und der Sieger prämiert werden.

Auch aus einem weiteren Aspekt hat der Bürgerverein die Adventszeit bereits jetzt im Blick. "Wir möchten das vom Förderverein der Feuerwehr ins Leben gerufene abendliche Stelldichein an Weihnachtstagen unterstützen", so Werner. Dafür würden Tauraer gesucht, die als Gastgeber für wechselnde Treff- und Erlebnispunkte agieren. Zum besinnlichen Ausklang vom Tagwerk soll eingeladen und auf das Fest eingestimmt werden. Ähnliche Initiativen seien andernorts als lebendiger Adventskalender bekannt, sagt Bürgermeister Robert Haslinger, der auch Mitglied des Bürgervereins ist.

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