Neues Bistro öffnet auf dem Kaßberg

An der Horst-Menzel- Straße finden Hungrige demnächst ein Domizil. Geführt wird es von einer Frau, die schon viel herumgekommen ist.

Kaßberg.

Dem Namen nach würde man dieses Lokal eher in den Alpen als in Chemnitz vermuten. "Bergkantine" steht an dem Schild, das über dem Fenster des Bistros an der Horst-Menzel-Straße hängt. Den Namen habe sie in Anlehnung an das Stadtviertel - Kaßberg - gewählt. Und er sei ein Bezug auf sie selbst, sagt die Inhaberin, die Antje Berg heißt. Noch sind die Türen des kleinen Imbisses am Arno-Loose-Park verschlossen. Aber spätestens ab 20. Mai will Berg hier Kunden verköstigen.

Sie hat vor der Wende bei der "Freien Presse" Schriftsetzerin gelernt und später auf Köchin umgeschult. Diesen Beruf übte sie in verschiedenen Städten aus, darunter Berlin und Hamburg. In der Hansestadt habe sie einst eine Weinkneipe mit Imbiss geführt. "Meine Frikadellen waren der Renner", berichtet die Endvierzigerin. Vor zwei Jahren kehrte sie nach Chemnitz zurück. Hier sei sie für verschiedene Caterer tätig gewesen, habe sich parallel aber immer nach Gewerbeflächen für eine eigene Kneipe umgesehen. "Ich will mich mal wieder ausprobieren. Das macht mehr Laune, als angestellt zu sein", sagt Berg.


Per Zufall wurde sie schließlich auf die Räume aufmerksam, in die nun die "Bergkantine" einzieht. Ein Nachbar habe sie auf die Immobilie aufmerksam gemacht, in der sich bis vor kurzem schon ein Imbiss befand. Die Besitzerin habe diesen aufgrund gesundheitlicher Probleme aufgegeben, berichtet Berg. Das Bistro sei aber wohl sehr gut gelaufen, vor allem Arbeiter aus dem benachbarten Gewerbepark hätten sich des Öfteren eingefunden.

Am Konzept der Vorbesitzerin wolle sie deswegen festhalten, sagt die neue Chefin. Das Bistro öffnet von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 14 Uhr. Angeboten würden Frühstück und Mittag. Am Morgen werde sie Brötchen nach Wunsch zubereiten. Am Mittag soll es für unter fünf Euro ein Standardgericht, beispielsweise Pasta Bolognese, sowie eine vegetarische Alternative geben. Noch mehr sei nicht möglich, sie sei schließlich allein. 16 Plätze stehen im Inneren zur Verfügung, zwei Stehtische würden vor dem Fenster aufgebaut. Läuft es so wie bei ihrer Vorgängerin, wird es die brauchen: "Mittags sollen hier 50 bis 70 Gäste gegessen haben", sagt Berg.

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