Neues Laborgebäude eröffnet

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In der TU-Forschungseinrichtung "Merge" werden Bauteile der Zukunft erforscht. Ein silberner Donut etwa, der vielleicht einmal in Autos zum Einsatz kommt.

Chemnitz wächst als wissenschaftlicher Standort. Nach Angaben der Technischen Universität haben Akademiker in einem neuen dreigeschossigen Labor an der Reichenhainer Straße ihre Arbeit aufgenommen. Das Gebäude gehört zu "Merge", einer Einrichtung, in der an der Herstellung neuartiger energie- und ressourcensparender Werkstoffe geforscht wird. Der aus dem Englischen stammende Name kann mit dem Begriff "Verschmelzen" übersetzt werden.

Und genau darum geht es bei Merge: um das Schaffen von neuartigen Materialien und Bauteilen. Sie sollen zugleich leicht und widerstandsfähig sein und bei ihrem Einsatz Ressourcen sparen, den Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren. Ein Beispiel: Mit der neuen Messtechnik im Labor wird derzeit eine Art silberner Donut getestet - ein kreisförmiger Tank mit Loch in der Mitte. Darin soll Wasserstoff gespeichert werden, das Behältnis könnte später in Pkw zum Einsatz kommen. Natürlich muss so ein Bauteil sehr sicher sein, sollte andererseits aber auch wenig wiegen.

Merge wurde in den Jahren 2012 bis 2019 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Bundesexzellenzcluster gefördert. Der Laborneubau am Rande des Uni-Campus an der Reichenhainer Straße ergänzt den bestehenden Hallenkomplex, in dem bereits seit August 2015 gearbeitet wird. Die Kosten für die Erweiterung lagen bei rund 14,5 Millionen Euro und wurden größtenteils aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Hinzu kamen Steuermittel des Landes. Gebaut wurde seit August 2018. In Zukunft soll noch ein Bürogebäude entstehen. Wann es soweit ist, steht laut der PR-Verantwortlichen von Merge noch nicht fest.

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