OB-Wahl in Chemnitz: Die Macht der Briefwähler

Wahlstatistiker Ulrich Weiser spricht im Interview über den deutlichen Anstieg von Stimmabgaben vorm Wahltag und die Folgen für die Bewerber.

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1010 Kommentare
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  • 8
    4
    cn3boj00
    23.09.2020

    Es fällt auf, dass einige Kommentatoren, die auch bei anderen Themen gern Verschwörungen unterschieben, unbelegte Behauptungen als wahr ausgeben und ihre Meinung so als "Tatsachen" ausgeben auch hier fleißig davon Gebrauch machen, obwohl alles ganz simpel ist. Natürlich könnte man die Briefwahlumschläge auf Basis des Wahlscheins vorm Zählen in "Stadtteilsäckchen" füllen, aber wozu? Hat das auf die Wahl einen Einfluss? Letztlich geht es doch nur um die Aussage, dass Auswertungen der Stimmanteile auf Bezirke heruntergebrochen eben ungenau sind. Na und? Muss man deshalb alles in Frage stellen? Lasst doch den Statistikern einfach ihren Spaß.

  • 13
    2
    fp112
    23.09.2020

    " Die Macht der Briefwähler".....
    Eine Überschrift wie gemacht für die Verschwörungstheoretiker.
    Natürlich werden die Stimmen von Menschen ausgezählt und müssen zu den Stimmen vom eigentlichen Wahltag dazugezählt werden.
    Und wem da was unheimlich vorkommt, der nehme sich die Zeit und melde sich als Helfer im Wahlbüro
    Das ist nämlich richtig Arbeit .
    Meckern und krude Ansichten zu verbreiten, ist natürlich einfacher.

  • 4
    14
    Tifi
    23.09.2020

    @ fnor Man sollte über die Unterschiede in den Verfahren der US Briefwahl und die schier unglaublichen Manipulationsmöglichkeiten schon Bescheid bescheid wissen ehe man in plattesTrumpbashing einstimmt ! Oder kennen Sie diese etwa gar nicht? Und es würde bei Ihrer schlichten Argumentation nur stören!

  • 6
    21
    Franziskamarcus
    23.09.2020

    fnor, Piep,wieder falsch. Trump ist z.t.gegen die Briefwahl, weil Grad die linken (Demokraten) das in der Vergangenheit Versuchten, für sich zu auszznutzen. Ähnlich wie schon in Deutschland, wo in Altenheimen halt der Pfleger für den nicht mehr fähigen Patienten das Kreuz machte.Ein Beispiel nur: www.weser-kurier.de › bremen
    Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Wahlbetrug in ...
    Die roten Mauscheleien versucht er auszuschließen,so gut es geht. Und da wird in Amiland mit Kohle richtig gekauft.
    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.zeit.de/amp/politik/ausland/2016-11/us-wahl-praesidialamt-kein-wahlbetrug-donald-trump-michigan-neuauszaehlung&ved=2ahUKEwjpxsbPhv_rAhVxSRUIHaQTB38QFjACegQICxAC&usg=AOvVaw0qkTs4FjA3EO6Yc2AZFofX&cf=1&cshid=1600856373651

  • 25
    5
    neuhier
    23.09.2020

    @censor "und es gab auch schon Fälle, wo säckeweise Briefwahlscheine "vergessen" wurden auszuzählen."

    Echt? Wo denn? Und wurde das bereinigt oder verschleiert?

    Und Ihr Beispiel ist auch nicht ganz richtig. Man kann nämlich durchaus auch direkt in der Briefwahlstelle wählen und den Umschlag in die Urne stecken.

    "Cui bono?" Gute Frage: denn da Briefwähler im Durchschnitt häufiger linke Parteien wählen und z.B. AfD Wähler aus Misstrauen nur sehr selten zur Briefwahl neigen, würde Wahlbetrug bei der Briefwahl eher den linken Parteien schaden.

  • 24
    7
    fnor
    23.09.2020

    Der Staat macht Werbung dafür, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen und so die Teilhabe an der Demokratie zu fördern. Offenbar nutzen die Wähler einiger Parteien die Briefwahl häufiger. Dies weiß auch Donald Trump und versucht deswegen die Briefwahl zu diskreditieren. Für Kandidaten, welche in der Briefwahl schlecht abschneiden, bringt die Abschaffung dieser, mehr Stimmen. So jedenfalls deren Hoffnung.

  • 9
    26
    872889
    23.09.2020

    Die Briefwahl ist eigentlich eine Ausnahme, hat sich aber in den letzten Jahren bei manch Wählerinnen und Wähler zur Regel entwickelt. Die hohe Zahl an Briefwählern gefährdet die verfassungsrechtlich geschützten Wahlgrundsätze. Wer kann schon garantieren, dass zuhause auf dem Sofa oder sonst wo die Stimmabgabe frei und geheim erfolgt. Wie ich finde, eine sehr bedenkliche Entwicklung.

  • 6
    27
    franzudo2013
    23.09.2020

    Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Werbung für die Briefwahl und den Ergebnissen, die so knapp, so seltsam nah an der Gausschen Normalverteilung/ Zufallstreffer sind ?
    Gibt es einen Grund für das seltsame Auseinanderfallen von Wahlergebnis und Stimmungslage ?
    Man weiß es nicht.

  • 14
    35
    censor
    23.09.2020

    Seit mehreren Jahren wird den Wählern nun (auch auf Bundesebene) die Briefwahl schmackhaft gemacht. Man wirbt für diesen ach so bequemen und unaufwändigen Urnengang, der de facto gar keiner ist, denn man füllt seinen Wahlzettel nicht vor Ort am Wahltag aus und steckt ihn unter den strengen Blicken der Wahlhelfer in den Schlitz des als Wahlurne fungierenden, mit einer Plombe oder einem Schloss gesichterten Gefäßes.

    Nein, man schickt seine Wahlunterlagen per Post an die zuständige Stelle, im Vertrauen darauf, dass die Briefe dort gesammelt und am Wahltag vorschriftsmäßig geöffnet und gezählt werden...... und dann beginnt das große Verwirrspiel:

    Die am Wahlabend ausgezählten Ergebnisse verschieben sich, Briefwähler können Wahlbezirken nicht zugeordnet werden .....
    und es gab auch schon Fälle, wo säckeweise Briefwahlscheine "vergessen" wurden auszuzählen.

    Kurz: Der Ungenauigkeit und dem Verzählen sind Tür und Tor geöffnet.
    Warum macht der Staat dann Werbung für ein solch für den Wahlablauf und die Ergebnisermittlung nachteiliges Verfahren?
    Cui bono?

  • 9
    30
    Tifi
    23.09.2020

    Dann ist ja alles in "Ordnung " ! Man muss eben nur die richtigen Annahmen treffen. Hoffentlich nimmt man überregional davon Kenntnis. Es gilt schließlich das Bild der Chemnitzer in der "Öffentlichkeit " ,dass auch hier nur ein Potjomkinsches Dorf der Medien ist, zu verbessern !