Oberschule in Burgstädt darf drei fünfte Klassen bilden

Behörde erteilt Ausnahmegenehmigung für die Diesterwegschule

Burgstädt.

Für das neue Schuljahr 2019/20 darf die Diesterwegschule in Burgstädt drei fünfte Klassen bilden, sagte Hauptamtsleiterin Josefine Müller. Es habe insgesamt 60 Anmeldungen gegeben, darunter drei Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf. Der Schulträger gehe dann sogar von knapp 65 Schülern aus, die unterrichtet werden, so Müller. Der Klassenteiler - also die maximale Anzahl der Schüler pro Klasse - liege bei 28 Kindern. Somit könnten maximal 56 Fünftklässler aufgenommen werden, erörterte Müller. Da die Oberschule aber nur zweizügig ausgelegt sei, dürften nur zwei Klassen gebildet werden.

Der Schulleiter habe die Aufgabe gehabt, in Elterngesprächen neun Kinder in umliegende Schulen umzulenken, beispielsweise nach Rochlitz, Claußnitz, Lichtenau, Penig und Chemnitz. Aber von vornherein sei klar gewesen, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Geschwisterkinder sowie Härtefälle, wie mit Gehbehinderung, nicht abgewiesen werden dürften, erläuterte Müller. Auch dürfe der Schulweg nicht länger als 60 Minuten dauern.


Allein auf 15 Kinder hätten diese Kriterien zugetroffen. Außerdem habe es zwei Zuzüge gegeben und vier Kinder aus der Verwaltungsgemeinschaft mit Taura und Mühlau. Demnach hätte es dann eine Auslosung geben müssen. "Es wäre nicht vertretbar gewesen, wenn dann Kinder, die zum Beispiel gleich in der Nähe der Diesterwegschule wohnen, nach Chemnitz fahren müssten", fügte Müller hinzu. Die Stadt habe deshalb beim Landesamt für Schule und Bildung eine Ausnahmegenehmigung für drei Klassen erhalten.

Wie Müller sagte, könne ein Grund für den Ansturm sein, dass Viertklässler trotz Empfehlung für das Gymnasium nicht dorthin, sondern in die Oberschule wechseln wollen. Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler) erklärte, dass er sich nach Jahren mit Schülermangel und Hilfen für den Schülerverkehr jetzt über den Zuspruch freue. Wenn Kinder abgewiesen werden müssten, hätte es alle Initiativen "ad absurdum" geführt, sagte er. Nachdem im Schuljahr 2011/12 wegen Schülermangels nur eine fünfte Klasse gebildet werden konnte, beschloss der Stadtrat Hilfen für Kinder aus der Verwaltungsgemeinschaft wie die Übernahme des Elternanteils der Schülerbeförderung.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...