Opfer, Schuld und Sühne

Heute gedenkt Chemnitz der Zerstörung der Stadt durch alliierte Luftangriffe vor 75 Jahren. Mit dem Friedenstag setzen Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Zeichen - aber ist es auch der richtige Tag dafür?

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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    4
    cn3boj00
    06.03.2020

    Ich habe das persönlich nicht erlebt, so wie wohl die meisten, die heute darüber sprechen oder gar urteilen. Aber ich haben mir eine Meinung gebildet, unabhängig von alldem, was irgendwo geschrieben wird. Ich denke, dass der 8. Mai als internationaler Friedenstag, als Tag der Beendigung des Schreckens begangen werden sollte. Trotzdem darf jede Stadt am Tag der Zerstörung auf diesen Schrecken hinweisen. Für alle Betroffenen war es wohl furchtbar, egal ob in Chemnitz, Dresden, Coventry oder London. Und jeder sollte erkennen, dass es nur einen Schuldigen gab. Der Opfermythos, der danach verbreitet wurde, auch in der DDR, und der heute von rechten Demonstrierern, angefeuert von Spitzenpolitikern der AfD und rechtsnationaler Vereine, ist unsäglich.
    Man muss doch klar erkennen: Der Krieg war längst verloren. Mit einer Kapitulation, wie es in allen vorangegangenen Kriegen der Fall war, hätte Hitler unendliches Leid verhindern können. Doch die Endsieg-Propaganda, mit der Hitler noch Kinder in den Tod an der Front geschickt hat, hat auch die deutsche Bevölkerung verstummen lassen. Sie hat zugesehen, wie Hitler nach all seinen Verbrechen auch noch aus Feigheit das deutsche Volk geopfert hat. Ob damit das Vorgehen der Alliierten gerechtfertigt werden kann, mag ich nicht beurteilen, Vergeltung ist immer die falsche Wahl. Verstehen kann ich es schon.
    So lange der Opfermythos nicht besiegt ist, so lange besteht die Gefahr, dass sich alles einmal wiederholt.

  • 7
    0
    701726
    05.03.2020

    Ich war 1945 2 Jahre alt,wir sind meine Mutter und mein Bruder sind 10.30 von Mittweida mit dem Zug in den Hauptbahnhof Chemnitz eingefahren ,nach der Erzählung meines Bruders ( 10 Jahre damals) wurde die Bahnanlage gtroffen.Wir sind damals in die hintere Unterführung an den Bahnsteigen geflüchtet
    Ich bin oft in meinen Träumen über 50 Jahre lang durch Feuer gegangen und vor Flugzeugen ausgerissen, denn wir wurden auch mal Zeisigwaldstr/damals Planitzstr. von Tieffliegern angegriffen, wir konnten uns in ein Haus retten, aber auf dem Feld ( heute steht da eine Kaufhalle und Häuser) wurde der Bauer der sein Feld bestellte vor unseren Augen erschossen. Ich kenne es nur vom erzählen, aber in meine Seele (Träume) habe ich es immer wieder erlebt.