Ortschaftsrat fordert mehr Engagement für Jugendtreff

Nachwuchs zeigt wenig Lust auf Köthensdorfer Frühjahrsputz

Köthensdorf.

Ein Vorstoß des Köthensdorfer Ortschaftsrates, junge Leute aus dem Ort für Verschönerungsarbeiten an einem als Freizeitdomizil genutzten ehemaligen Bauwagen zu gewinnen, ist gescheitert. Das Gremium hatte zu einer Diskussionsrunde am Montagabend eingeladen. Doch von den Jugendlichen war niemand erschienen.

Ortschaftsräte, Bürgermeister und Gäste der Tagung reagierten enttäuscht. "Am 11. Mai ist Frühjahrsputz im Ort. An dem Bauwagen gäbe es einiges zu tun, ein neuer Farbanstrich wäre beispielsweise gut", sagte Ortsvorsteher Ronny Falkner. Die Räte hätten signalisiert, dass sie beim Beantragen von Fördermitteln und der Beschaffung von Material sowie Werkzeug helfen wollen, versicherte er. Ausführen sollten die Arbeiten allerdings die Nutzer des Jugendtreffs.

Torsten Kleditzsch

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Laut Falkner, der auch für die Wählervereinigung Freiwillige Feuerwehr Köthensdorf im Tauraer Gemeinderat sitzt, hat sich der Standort des Bauwagens am Ortsausgang in Richtung Taura aus Sicht von Einwohnern und jungen Leuten bewährt. Dort treffen sich nach seinen Angaben fast täglich etwa fünf bis zehn Jugendlichen aus Köthensdorf und Taura. Häufig kämen zudem Gäste aus Markersdorf und anderen Ortsteilen von Claußnitz hinzu. Diese hätten zwar keinen Schlüssel für den Wagen, säßen aber mit in der Runde oder beteiligten sich an Grillabenden, schilderte Falkner.

Von den jungen Leuten wünschen sich die Ortschaftsräte mehr Eigeninitiative bei der Instandhaltung des Treffs. "Es gab bereits mehrere Generationswechsel", sagte Falkner. Frühere Gruppen hätten beispielsweise Reparaturen am Wagen ausgeführt, ein Fenster erneuert und die Sitzgruppe im Außenbereich gestrichen. Die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Areals mit Bolz- und Volleyballplatz sowie Jugendtreff wollen Einwohner und Ortschaftsräte erhalten. Bauhof und ehrenamtlich engagierte Bürger setzten sich dafür ein, sagte Falkner.

Aktuell werde zudem geprüft, ob zusätzlich zwei Tore für Kleinfeldfußball angeschafft werden können. "Etwas Geld macht die Gemeinde sicher locker", sagte der Chef des Ortschaftsrates. Ein Neukauf, der seiner Schätzung nach rund 4000 Euro pro Tor kosten würde, wäre seiner Ansicht nach allerdings eine zu große Belastung für die Gemeindekasse. "Wir suchen nach gut erhaltenen gebrauchten Toren für wenig Geld", erklärte er.

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