Parkeisenbahn: Hoher Schaden nach Vandalismus

Unbekannte haben an der Freizeitstätte randaliert - und das nicht zum ersten Mal. Betroffen war immer dasselbe Gebäude.

Schloßchemnitz.

Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Parkeisenbahn ist das mittlerweile zur Routine geworden: aufräumen, Fensterläden reparieren, nachschauen, ob etwas gestohlen wurde. Viermal seien in den vergangenen sechs Wochen Einbrecher auf der Freizeitanlage im Küchwald zugange gewesen, berichtet der technische Geschäftsführer Matthias Dietel, das letzte Mal am vergangenen Wochenende.

Betroffen gewesen sei immer das Gebäude am Haltepunkt an den Tennisplätzen, sagt Dietel. Einmal seien Feuerlöscher gestohlen worden, ein anderes Mal zwei Telefone. "Die kann man aber nur in unserem System nutzen. Außerhalb sind sie wertlos", erklärt der Geschäftsführer und ergänzt: "Es ist von Mal zu Mal schlimmer geworden." Der oder die Täter hätten offenbar auch nicht zum Ziel gehabt, an Wertgegenstände zu gelangen. "Es geht nur um Vandalismus", meint Dietel.

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In der Nacht auf Sonntag seien die bislang größten Schäden angerichtet worden. Unbekannte haben das kleine Häuschen am Haltepunkt aufgebrochen, Scheiben eingeschlagen, Pflanzkübel zerstört und die Haltestelleneinrichtung samt Bahnsignalen beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und geht von einem Schaden in Höhe von 1500 Euro aus. Das komme wohl nicht hin, sagte der technische Geschäftsführer am Dienstag der "Freien Presse". Alle vier Einbrüche der vergangenen Wochen zusammengenommen, belaufe sich der Schaden auf insgesamt 10.000 Euro.

Und selbst das könnte noch zu wenig sein, hatten die Parkeisenbahn-Freunde zu Wochenbeginn befürchtet. Der Grund: Die Einbrecher hatten die Scheibe zu einem Schaltschrank zerstört. Dieser beinhaltet eine alte Relais-Technik. Sie sorge dafür, dass Signale auf der Strecke nicht beliebig oft hin- und hergeschaltet werden können. Das sei nötig, um sicherzustellen, dass nur ein Zug auf der Strecke ist. Sollte die Technik Schaden genommen haben, werde es richtig teuer, erklärte Dietel am Dienstagvormittag. "Die Sicherungstechnik müsste dann neu projektiert werden. Da werden schnell mal 50.000 Euro fällig." Das hätte unter Umständen auch Auswirkungen auf den Fahrbetrieb gehabt. Am Dienstagnachmittag testeten die Eisenbahner deswegen das System. Ergebnis: Es funktioniert ohne Probleme, die Bahn kann weiterfahren.

Es bleibt also bei etwa 10.000 Euro Schaden. Dafür aufkommen müsse wohl die Parkeisenbahn-Gesellschaft. Denn versichert sei das Haus, in das eingebrochen wurde, nicht. "Es steht mitten im Wald. Das versichert niemand", meint Dietel.

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