"Parteisäge" in Chemnitz: Gelingt jetzt der Durchbruch?

Seit mehr als einem Jahrzehnt wird um die Nutzung der ehemaligen SED-Zentrale sowie der brachliegenden Flächen dahinter gestritten. Getan hat sich bisher nichts. Jetzt gibt es eine Zusage von Sachsens Regierungschef.

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7Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    3
    Interessierte
    04.07.2020

    Diese Frau geht doch bald - vorneweg will sie wohl noch den Abriß unterzeichnen ?

  • 2
    0
    Kastenfrosch
    03.07.2020

    "Man konnte aber auch Richtung Opernhaus und Museum durchgehen."

    Danke für Ihre Ausführungen. Der Vollständigkeit halber: über den Durchgang gelangt man auch heute noch zum Theaterplatz, aber es hilft, ortskundig zu sein.

    Die vorgeschlagene Variante mit der Öffnung der unteren Geschosse gefällt mir gut. Das würde auch die Gesamtansicht auflockern. Die entscheidende Frage ist für mich allerdings, was mit der Fläche, die heute der Parkplatz einnimmt, passiert.

  • 11
    1
    Hankman
    03.07.2020

    @Kreisimaus und Deluxe: "Parteifalte" kannte ich noch nicht, obwohl ich Ur-Chemnitzer bin. Ich kannte nur "Säge", ohne das Präfix "Partei". Aber zum Text muss ich hier noch etwas präzisieren: Das Gebäude direkt hinter dem Karl-Marx-Kopf war nach meiner Kenntnis nie die Bezirks-Parteizentrale - hier residierte zu DDR-Zeiten der Rat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt. Die "Säge", also der Zickzackbau daneben, wurde erst später angebaut - als Sitz der SED-Bezirksleitung. Es ist also etwas missverständlich, beides unter dem Begriff "Parteisäge" zusammenzufassen. In den etwas älteren Gebäudeteil hinter dem "Nischl" zog irgendwann nach der Wende die Oberfinanzdirektion ein, in den "Säge"-Teil das Arbeitsamt (das aber nicht sehr lange dort blieb). Dafür wurde in beiden Gebäudeteilen jeweils saniert.

    Es gab auch früher schon einen Durchgang hinter dem Marx-Monument - nur führte der eben hauptsächlich zu den Parkplätzen: Man konnte aber auch Richtung Opernhaus und Museum durchgehen. Passenderweise befand sich in dem Durchgang zeitweise die Theaterkasse.

    Ich fände es sehr gut, wenn das Quartier dahinter umgestaltet und aufgewertet würde. Der denkmalgeschützte Bau sollte aber stehenbleiben. Man könnte allerdings mehrere Durchgänge im Erdgeschoss schaffen - oder sogar hinter dem Monument einen größeren Durchbruch machen, der vielleicht 15 oder 20 Meter breit ist und neben dem Erdgeschoss noch die erste und zweite Etage umfasst. Da müsste dann sicher eine Tragkonstruktion drunter. Vielleicht wäre das eine Lösung, die allen gerecht wird. Also, das melde ich hiermit als Entwurf an. ;-) Eine Durchfahrt zum geplanten Theaterviertel ist an dieser Stelle nicht nötig, Durchgänge sollten genügen. Es wäre doch gar nicht schlecht, wenn der Bau als eine Art durchlässiger Riegel das geplante Theaterquartier vom innersten Stadtkern abtrennt. So wird das Ganze sogar gut strukturiert.

  • 10
    21
    AliceAndreas
    03.07.2020

    Man hätte den Artikel auch etwas kürzer fassen können - "die nächsten 20 Jahre wird sich absolut nichts ändern" - so zum Beispiel.

  • 31
    14
    Deluxe
    03.07.2020

    Richtig - der Volksmund sprach immer von Parteifalte und nie von Säge!

    Und ich hoffe, daß jegliche Abrißideen ein für allemal vom Tisch sind. Man muß der Stadt dieses historisch einmalige Ensemble nicht auch noch nehmen, nur weil ein paar gewohnheitsmäßige Antikommunisten jetzt mal wieder die Zeit für Bilderstürmerei gekommen sehen. Vor 30 Jahren konnte man solchen Fundamentalisten widerstehen - das sollten wir mit drei Jahrzehnten Abstand umso besser können!

    Die Parteifalte und das Karl-Marx-Monument sind eine architektonische Einheit, die es unbedingt zu bewahren gilt! und zwar unabhängig von jeglicher politischer Ideologie!

  • 35
    14
    DS91
    03.07.2020

    Sanierung gerne, durchlässiger ebenfalls gerne... ABER der Charakter des Bauwerks muss erhalten bleiben. In Deutschland gibt es kaum ein interessanteres Ensemble (Parteisäge, Karl-Marx Monument, Stadthalle, Hotel, Stadthallenpark und Rawema Haus) der Ostmoderne. Es ist ein Teil von Chemnitz, bildet ein Alleinstellungsmerkmal und gewinnt auch im touristischen Kontext immer mehr an Bedeutung. Ähnlich interessant ist nur der Alexander Platz in Berlin.

  • 18
    7
    Kreisimaus
    03.07.2020

    Das Ding hieß doch Parteifalte und nicht Parteisäge. Das macht doch gar keinen Sinn. Für den Umbau ist es schon lange Zeit. Da drin sitzt ja auch die Landesfinanzdirektion.