Partnerstädte streben gemeinsame Projekte an

Konferenz liefert Ideen für Vorhaben mit Ljubljana, Tampere und Düsseldorf

Im Zuge der Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 soll es ein gemeinsames Projekt von Chemnitz, Ljubljana (Slowenien) und Tampere (Finnland) geben. Das ist eines der konkreten Ergebnisse der ersten Partnerstädtekonferenz, die am Mittwoch und Donnerstag in Chemnitz stattgefunden hat. Dazu waren Abordnungen aus neun der insgesamt zwölf Chemnitzer Partnerstädte im Rathaus zu Gast. Die Leiter der Delegationen aus Düsseldorf, Ljubljana, Lodz (Polen), Manchester (England), Mulhouse (Frankreich), Tampere, Timbuktu (Mali), Usti nad Labem (Tschechien) und Wolgograd (Russland) trugen sich aus diesem Anlass auch ins Goldene Buch der Stadt ein. Akron (USA), Arras (Frankreich) und Taiyuan (China) waren laut Stadtverwaltung ebenfalls eingeladen, hätten aber nicht teilnehmen können.

Ljubljana bewirbt sich genauso wie Chemnitz als Europas Kulturhauptstadt 2025. Tampere gehört zu den Bewerbern um diesen Titel im Jahr 2026. "Wir können sicherlich alle drei auch von den Erfahrungen von Lodz profitieren, das sich für 2022 beworben hatte", sagte Stadtkämmerer Sven Schulze zur Abschlussveranstaltung am Donnerstag. Fest vereinbart und inhaltlich geplant ist das gemeinsame Projekt aber noch nicht. Dazu müssten Gespräche zwischen den Stadtverwaltungen geführt werden, erklärte Sozialbürgermeister Ralph Burghart.

Sascha Aurich

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Schon weitgehend abgestimmt ist dagegen ein Auszubildenden-Austausch zwischen Chemnitz und Düsseldorf, sagte Schulze der "Freien Presse". Geplant sei, dass ab dem Herbst dieses Jahres Lehrlinge beider Stadtverwaltungen jeweils vier Wochen lang die Arbeit im Rathaus der Partnerstadt kennenlernen. Damit soll eine Praxis von Anfang der 1990er-Jahre wiederbelebt werden. Zur Partnerstädtekonferenz hatte Chemnitz bereits zwei Auszubildende aus Düsseldorf mit eingeladen, die den dortigen Oberbürgermeister Thomas Geisel begleiteten und sich hier mit Auszubildenden der Chemnitzer Stadtverwaltung trafen.

Bei der Konferenz, die unter dem Motto "Städtepartnerschaften in herausfordernden Zeiten" stand, sei Verbindendes gesucht worden, um lokale Antworten auf globale Herausforderungen zu finden, sagte Stadtkämmerer Schulze. Der internationale Erfahrungsaustausch zu Themen wie Klima- und Wirtschaftswandel habe den Vertretern der Partnerstädte einen neuen Impuls gegeben, sich untereinander mehr zu vernetzen.

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