Polizei: Keine Brandstiftung bei Feuer auf Recyclinghof

Experte bezweifelt Selbstentzündung von Mischabfällen

Mühlau.

Brandursachenermittler der Polizei haben ihre Arbeiten auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens in Mühlau beendet. Am Donnerstag war dort ein Brand ausgebrochen, der nach 26 Stunden komplett gelöscht worden war. Brandursache ist laut Polizei eine Selbstentzündung abgelagerter Mischabfälle. Eine Brandstiftung könne ausgeschlossen werden. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände werden Holz, Altreifen, Plastik und Müll gelagert und geschreddert.

Im sozialen Netzwerk Facebook wurde spekuliert, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sei. Ein Brandschutz-Ingenieur sagte auf Anfrage: "Auf einem Foto ist an vier Stellen des räumlich abgegrenzten Freilagers ein Vollbrand zu sehen." Das seien eindeutige Hinweise von Brandstiftung. Er sei aber nicht vor Ort gewesen, fügt er hinzu. Ein Polizeisprecher kommentierte diese Aussagen nicht. Auch den Vorwürfen der unsachgemäßen Lagerung der Abfälle gehe die Polizei nicht nach. Darum müsse sich das Landratsamt Mittelsachsen kümmern.

Die Kreisbehörde war seit Donnerstag vor Ort. Anfragen zu den Vorwürfen des Mühlauer Bürgermeisters, Frank Petermann, zu Mängeln bei der Lagerwirtschaft und zum Fehlen eines Löschwasserreservoirs beantwortet das Landratsamt seit Freitag nicht. Der Chef des Entsorgungsunternehmens, Thomas Schiefelbein, weist die Vorwürfe zurück. Außerdem verweist er auf Pläne für eine Löschwasserreserve, die aber noch in Abstimmung mit den Behörden seien.

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