Polizei kontrolliert Tempolimit - Fahrer will Blitzer klauen

Lichtenau/Oelsnitz/Erz..

Auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Frankenberg und Chemnitz-Ost in Richtung Eisenach und auf der Alten Staatsstraße in Oelsnitz haben am Donnerstag und Freitag Polizisten zahlreiche Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung festgestellt. Doch vor allem ein Fahrer, der sich eigentlich an die zugelassene Geschwindigkeit hielt, fiel besonders auf: Er wollte einen Blitzer stehlen. 

Doch von vorne: Auf der A4 zwischen Frankenberg und Chemnitz kontrollierten die Beamten laut Polizeibericht im 100er-Bereich die Einhaltung der Geschwindigkeit. Am Donnerstag zwischen 14 und 20 Uhr wurden so 3550 Fahrzeuge gemessen, wovon sich 456 nicht an die vorgeschriebenen 100 km/h hielten. 230 Fahrzeugführer lagen mit ihrer Geschwindigkeitsüberschreitung im Verwarngeldbereich, fast genauso viele, nämlich 226, können für ihre Überschreitung mit einem Bußgeld belangt werden. 58 Mal kommt zum Bußgeld noch ein Fahrverbot mit hinzu. Spitzenreiter an diesem Tag war ein VW Golf, der die Messstelle mit  199 km/h passierte. Dessen Fahrzeugführer muss mit einem Bußgeld von 600 Euro, zwei Punkten im Verkehrszentralregister sowie drei Monaten Fahrverbot rechnen.

Mit demselben Strafmaß muss außerdem ein anderer Autofahrer rechnen, der am Freitag die Messstelle mit 185 km/h passierte. An diesem Tag kontrollierten die Beamten zwischen 12 und 16 Uhr die Einhaltung der Geschwindigkeit. Insgesamt wurden  3489 Fahrzeuge während der vier Stunden gemessen, wovon 550 die Geschwindigkeit von 100 km/h nicht einhielten. 317mal lagen die Überschreitungen im Verwarngeldbereich, 233 Mal müssen die Fahrzeugführer mit einem Bußgeld rechnen, davon 44 noch mit einem Fahrverbot.

Ebenfalls am vergangenen Freitag überprüften Beamte der Chemnitzer Verkehrspolizei die Einhaltung der Geschwindigkeit in Oelsnitz im Erzgebirge an der Alten Staatsstraße. Zwischen 15 und 17.30 Uhr wurden 216 Fahrzeuge mit dem Lasermessgerät gemessen. Davon überschritten 43 Fahrzeugführer die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h, alle im Verwarngeldbereich. Die höchste Überschreitung lag bei 16 km/h.

Kurz vor Ende des Messeinsatzes passierte ein Pkw VW die Kontrollstelle, der sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielt. Dieser Pkw kehrte unmittelbar darauf an die Messstelle zurück und hielt auf Höhe der Messanlage an. Der VW-Fahrer (77) stieg aus dem Fahrzeug aus und versuchte, das Blitzgerät samt Stativ in sein Fahrzeug zu laden. Die Messbeamten verhinderten den Diebstahl des mehrere tausend Euro teuren Blitzgerätes und fertigten eine Anzeige gegen den Mann wegen Diebstahls. (lasc)
 

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    FPleser63
    26.01.2021

    Re wird zuvor mit Blitz schon mal durch gefahren sei...

  • 8
    3
    Pixelghost
    25.01.2021

    Manche finden eben Sachen, die haben andere noch nicht verloren...

  • 9
    2
    ullmi01
    25.01.2021

    Sicherlich wollte der gute Mann sich etwas zu seiner Rente hinzuverdienen, als Privat-Blitzer ????

  • 31
    0
    macxs
    25.01.2021

    Wahrscheinlich wollte der vor seinem Haus blitzen, damit es dort ruhiger wird :-)

  • 26
    2
    Chiemsee
    25.01.2021

    Toll, ganz viele Zahlen im Bericht. Mich würde aber mal interessieren, was der Senior mit dem Lasergerät wollte.