Polizei: Organisierte Banden stehlen Autos in der Stadt

In den vergangenen Monaten nahmen die Täter vor allem Mazdas ins Visier. Jetzt haben sie Interesse an zwei weiteren Marken.

Chemnitz.

Im Sommer hatte die Polizei auffallend viele Fälle registriert, im September stagnierte die Zahl, Ende voriger Woche wurden zwei neue Diebstähle gemeldet: Seit Juni sind in Chemnitz 15 Autos der Marke Mazda gestohlen worden. In der Nacht zum Freitag verschwanden in Kappel und Schloßchemnitz zwei Autos des hochwertigen Modells CX5. Die Polizei gibt den Wert der ein bzw. zwei Jahre alten Fahrzeuge mit 46.000 und 35.000 Euro an. Der Gesamtschaden summiert sich inzwischen auf gut 400.000 Euro.

Alle Autodiebstähle werden von der Sonderkommission Kfz bearbeitet, die beim Landeskriminalamt (LKA) angesiedelt ist. Die Ermittler gehen von organisiertem Bandendiebstahl aus. Die Auftraggeber sitzen in Polen, sagt LKA-Sprecherin Kathlen Zink auf Anfrage. Zu den Markenvorlieben der polnischen Täter gehörten aber mittlerweile nicht nur Mazda. Inzwischen würden sie verstärkt auch Fahrzeuge der Marken Nissan und Renault stehlen. Im Sommer hatte die Polizei das Agieren der Mazda-Bande vor allem im städtischen Bereich lokalisiert. Aber nun seien auch Halter am Stadtrand betroffen. "Die Örtlichkeit ist für osteuropäische Banden nicht entscheidend, vielmehr das konkret zu stehlende Fahrzeug", so die Sprecherin.

Während die Anzahl der Mazda-Diebstähle deutlich gestiegen ist, sei die der Fahrzeuge aus der VW-Gruppe gesunken. Vor allem organisierte Banden aus Tschechien haben es auf VW, Audi und Skoda abgesehen, so Zink. Gegen jene Tätergruppe sei erfolgreich ermittelt worden. Doch komplett wurde ihr das Handwerk nicht gelegt. Insbesondere Skodas würden nach wie vor von tschechischen Tätern entwendet, wenn auch auf geringerem Niveau als in den Vorjahren, so die Sprecherin.

Mazda-Diebe seien ebenfalls bereits gestellt worden, als sie die Autos ins Ausland bringen wollten, so Zink, ohne aber konkreter auf den Fahndungserfolg einzugehen.

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2Kommentare
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  • 2
    0
    701726
    22.10.2019

    Es sollten wieder strenge Grenzkontrollen eingeführt werden, gegen Diebstahl und gegen Drogenhandel.

  • 3
    0
    CPärchen
    21.10.2019

    Sind denn bei Nissan und Renault auch nur neue und hochwertige Fahrzeuge betroffen oder auch ältere Modelle als Ersatzteillager?



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