Protest gegen Auftritt von rechtsextremem AfD-Politiker Kalbitz in Burgstädt

Rund 340 Menschen haben laut Polizei am Freitagabend in Burgstädt gegen eine Kundgebung mit dem rechtsextremen AfD-Politiker Andreas Kalbitz aus Brandenburg protestiert. Zu der Versammlung mit Kalbitz auf dem Marktplatz, zu der laut Polizei etwa 150 Teilnehmer kamen, hatte die AfD-Stadtratsfraktion eingeladen. Kalbitz, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird und den der AfD-Bundesvorstand wegen seiner früheren Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen Neonaziorganisation Heimattreue Deutsche Jugend aus der Partei ausschließen will, erklärte in Burgstädt, er werde zu den internen Abläufen nichts sagen. Zugleich attackierte der 47-Jährige seine innerparteilichen Gegner und verwies auf die Erfolge der AfD im Osten mit Wahlergebnissen um die 25 Prozent: "Ich habe die Nase voll, mir von einzelnen Protagonisten aus dem Westen, die unter Schmerzen fünf bis acht Prozent einfahren, sagen zu lassen, wie wir im Osten hier unseren Job zu machen haben." Der Auftritt des Rechtsaußen aus Brandenburg in Burgstädt war innerhalb des zuständigen AfD-Kreisverbandes umstritten. 240 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Nach Aussage der Polizei gab es keine nennenswerten Vorfälle. Es wurde lediglich eine Beleidigung gegen einen Teilnehmer einer kleinen Gegendemo angezeigt sowie drei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, die sich jedoch zunächst gegen Unbekannte richten. (oha/fp)

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