Protestaktion zum Internationalen Hebammentag vor dem Rathaus

Chemnitz. Bei einer Kundgebung anlässlich des Internationalen Hebammentages ist am Freitag auf dem Chemnitzer Neumarkt auf die angespannte Situation der Hebammen aufmerksam gemacht worden. Im Fokus der Protestaktion unter dem Motto "Keine Hebamme - Keine Kinder" stand das im Gesetz verankerte Grundrecht auf die freie Wahl des Geburtsortes. Doch das sei in Chemnitz faktisch ausgehebelt, weil es kaum noch Hebammen gibt, die außerhalb von Kliniken Geburtshilfe anbieten, sagte Claudia Graf-Pfohl von der Elterninitiative des Vereins "Erlebnis Geburt". Derzeit gibt es in Chemnitz eine freiberufliche Hebamme, die Geburtshilfe außerhalb eines Krankenhauses, also zu Hause oder im Geburtshaus auf dem Kaßberg, anbietet. Das liegt zum einen an den hohen Prämien für die Haftpflichtversicherung der Hebammen, aber auch an der sinkenden Zahl der Frauen, die diesen Beruf ausüben möchten. So sind die Bewerberzahlen für die Berufsausbildung zur Hebamme am Klinikum Chemnitz  in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. (hfn)

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