Prozess zu Mord in Chemnitzer Industriebrache beginnt

Mehr als zwei Jahre nach dem Auffinden eines Toten in einer Industriebrache in Chemnitz hat am Dienstag der Prozess gegen den Tatverdächtigen begonnen. Der 28-jährige Deutsche muss sich vor dem Landgericht Chemnitz wegen Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem arbeitslosen Mann vor, im Sommer 2017 seinen Mitbewohner heimtückisch getötet zu haben. Das 20 Jahre alte Opfer war erst mehrere Wochen später gefunden worden.

Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte zu den Tatvorwürfen. Der 28-jährige war erst im April dieses Jahres als Tatverdächtiger verhaftet worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Er soll den Chemnitzer Ende Juli oder Anfang August 2017 unter einem Vorwand in die ehemaligen Wanderer-Werke gelockt haben. Laut Staatsanwaltschaft schlug er dem Opfer mindestens viermal mit einem Zimmermannshammer auf den Kopf und verletzte es außerdem durch tiefe Schnitte auf beiden Halsseiten sowie im Nacken. Der 20-Jährige starb an einem offenen Schädelhirntrauma.

Der Prozess wird am 22. Oktober mit der Vernehmung erster Zeugen fortgesetzt. Bis zum 28. November sind weitere sechs Verhandlungstage angesetzt. (dpa)

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