Radfahrer erkunden Wolkenburg

Entlang der Mulde waren hunderte Sportbegeisterte unterwegs. Ein Mann aus Wolkenburg hat das Ereignis vor 20 Jahren mit aus der Taufe gehoben.

Wolkenburg.

Seit 20 Jahren hat der Radlerfrühling im Muldental Tradition. Hunderte erkunden am 1. Mai auf einer etwa 45 Kilometer langen Strecke zwischen Glauchau, Remse, Waldenburg, Wolkenburg, Penig, Rochsburg und Lunzenau die Region. Dabei erhalten die Teilnehmer an 20 markanten Stellen einen Stempel, der die Teilnahme an einer Tombola ermöglicht.

Sportliches Vergnügen, Kultur und Kulinarisches werden dabei unter einen Hut gebracht. Der Streckenverlauf ist stetig erweitert worden. Zuerst gab es Routen zwischen Remse und Wolkenburg, andere Orte schlossen sich dann an. Dieses Jahr wurde der neugebaute 1,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen Penig und dem Ortsteil Chursdorf erstmals befahren.


Vier Anlaufstellen befinden sich allein im Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen: Bergamtshaus, Brückencafé, Abenteuerspielplatz und Bauernmuseum Dürrengerbisdorf. Die Organisatoren bieten den Radfahrern an diesem Tag ein abwechslungsreiches Programm, sagt Ortsvorsteher Reinhard Iser. Besonders in der Mittagszeit waren die Imbissstände dicht umringt, ergänzt Manuela Hausmann vom Feuerwehrförderverein. Gemeinsam mit dem Heimatverein wurden am Abenteuerspielplatz an der Mulde mit Feuerwehr-Infomobil, Hüpfburg und Gulaschkanone die Radfahrer und Besucher begrüßt. Rund 400 Radfahrer seien an der Stempelstelle registriert worden, sagt Hausmann. Aber auch an den drei anderen Stationen sei Begängnis gewesen, so Ortsvorsteher Iser. Der 64-Jährige hatte vor 20 Jahren nach dem Vorbild der Radtour im benachbarten Mülsengrund gemeinsam mit der Stadt Waldenburg den Radlerfrühling aus der Taufe gehoben. "Ich freue mich, dass sich die Veranstaltung immer noch so großer Beliebtheit erfreut", fügt er hinzu. Damals habe er mit dem Bürgermeister von Waldenburg überlegt, wie die Tourismusregion Remse, Waldenburg und Wolkenburg noch attraktiver werden könne. "Was Mülsen kann, können wir auch", sagt er. Am Wegesrand gebe es viel Interessantes an der Mulde zu entdecken. Von Jahr zu Jahr seien weitere Organisatoren hinzugekommen, erläutert Iser.

Etwa 50 Teilnehmer, darunter Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger, sind am Mittwoch erstmals die Strecke zwischen Penig und dem Ortsteil Chursdorf geradelt. Über die mit Luftballons geschmückte Trasse ging es zur Werner-Kästner-Halle, wo sich eine Stempelstelle befand. Betreut wurde diese vom Förderverein Chursdorf und Helfern. Für die Radfahrer gab es unter anderen eine Fahrradnothilfe für Reparaturen, die Gäste wurden bewirtet und auch ein Flohmarkt sorgte für Kurzweil. Nico Grabner vom Förderverein druckte mit einem 3-D-Drucker kleine Fahrräder, die als Glücksbringer verschenkt wurden. Die Idee, auf diese Art etwas zum Thema Fahrrad herzustellen, war im Förderverein entstanden, um zu zeigen, wie wichtig der neue Radweg für den Peniger Ortsteil ist. Zum achten Mal beteiligte sich Lunzenau am Radlerfrühling. Dort hatte der Heimatverein an der Heimatstube eine Stempelstelle eingerichtet. Mehr als 100 Hobbyradler aus der Region machten dort Stopp.

Die Organisatoren waren am Abend mit der Resonanz zufrieden. "Das war richtig gutes Radlerwetter", sagt Wolkenburgs Ortsvorsteher Iser. Trotz ein paar Regentropfen am Morgen sei es trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt für eine Fahrt gewesen. Viele Teilnehmer begannen ihre Tour in Remse am Feuerwehrdepot. Dort wurde unter dem Beifall von Gästen ein neuer Maibaum gesetzt. (mit hö/stsu)

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