Räte einigen sich auf Umbau von Haltestellen

Zwei Stopps an Schulen in Limbach-Oberfrohna sollen barrierefrei werden

Limbach-Oberfrohna.

Der geplante barrierefreie Umbau von Bushaltestellen in Limbach-Oberfrohna hatte vor einem Monat für angeregte Diskussionen im Stadtrat gesorgt. Das Rathaus musste sich Kritik der Kommunalpolitiker gefallen lassen. Dabei zogen die Stadträte nicht das Vorhaben an sich in Zweifel, sondern die Umsetzung. Sie monierten die hohen Kosten und den Umstand, dass aus ihrer Sicht nicht die wichtigsten Bushaltestellen ausgewählt worden seien. Zudem gab es unterschiedliche Ansichten zu der Frage, ob Haltestellen direkt am Fahrbahnrand eingerichtet werden sollen oder eine Haltebucht die bessere Lösung ist. Ein geplanter Beschluss zum Umbau von zehn Haltestellen wurde schließlich von der Tagesordnung genommen.

In dieser Woche hat sich der Technische Ausschuss des Stadtrates erneut mit dem Thema beschäftigt. Anders als noch im September konnte diesmal Einigkeit hergestellt werden: Ein Beschluss wurde einstimmig angenommen. Dieser sieht zunächst den barrierefreien Umbau von drei Haltestellen vor. Zwei davon befinden sich an der Frohnbachstraße, nämlich an der Gerhart-Hauptmann-Schule und an der Polizeistation. Als drittes Projekt wurde eine Haltestelle Am Hohen Hain unweit der Geschwister-Scholl-Oberschule ausgewählt. In allen Fällen sind keine Haltebuchten vorgesehen; die Busse sollen direkt auf der Fahrbahn stoppen.

Die Stadtverwaltung plant, die drei Haltestellen von April bis Juni 2020 umzubauen. Die Kosten gibt sie mit etwa 230.000 Euro an. Darin sind auch zwei Wartehäuschen enthalten, die an Haltestellen an der Marktstraße aufgestellt werden sollen. Eine Umgestaltung ist in diesem Fall nicht nötig, weil die Marktstraße gerade erst grundhaft ausgebaut worden ist und in diesem Zusammenhang auch die Haltestellen modernisiert worden sind.

Jene Haltestellen, deren Umbau im Stadtrat umstritten ist, wurden vorerst zurückgestellt. Stattdessen soll nun die Umgestaltung von anderen Haltepunkten geplant werden. Dazu gehören etwa Haltestellen an der Pleißaer Straße auf Höhe des Gymnasiums und auf der Straße des Friedens nahe der Lutherkirche. Hintergrund ist eine Behindertenrechtskonvention der Europäischen Union, die bis 2022 umgesetzt werden soll. Wenn es keinen Höhenunterschied zur Bustür gibt und das Pflaster rutschfest ist, fällt es Personen mit einer Beeinträchtigung leichter, Bus zu fahren, so die Überlegung.

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