Rathaus plant Pause bei Sanierung des Stadtbads

Bei Investitionen stehen in den kommenden Jahren andere Vorhaben im Fokus

Verlängerte Schließzeiten, gesperrte Teilbereiche, verärgerte Schwimmsportler und Stammgäste: Das Stadtbad an der Mühlenstraße hat in den zurückliegenden Jahren den Chemnitzern nicht nur Freude gemacht. Wegen umfangreicher Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten war die beliebte Sport- und Freizeiteinrichtung häufiger nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Alles in allem wurden seit 2012 mehr als fünf Millionen Euro in das Stadtbad investiert, vor allem in die Gebäudetechnik. Weitere 6,8Millionen Euro sind nach Einschätzung des Baudezernats der Stadtverwaltung erforderlich, um die begonnene Sanierung des Mitte der 1930er-Jahre eröffneten Baus fortzusetzen und abzuschließen.

Doch auf absehbare Zeit sollen im Stadtbad nur kleinere Arbeiten ausgeführt werden. Das geht aus einer Antwort von Baubürgermeister Michael Stötzer auf eine entsprechende Anfrage von Stadtrat Thomas Sänger (AfD) hervor. Angesichts anderer Projekte im Sportbereich - geplant ist unter anderem der Bau einer neuen Schwimmhalle in Bernsdorf - seien im Entwurf des Haushalts für die kommenden Jahre keine größeren Investitionen geplant. Im Rahmen der Unterhaltung des Stadtbades sollen im kommenden Jahr aber der Fahrstuhl sowie die Hallenbeleuchtung in der 25-Meter-Halle erneuert werden. Für beide Vorhaben sind laut Stötzer jeweils 100.000Euro vorgesehen.

Zuletzt hatte der Stadtrat für Sommer dieses Jahres die Erneuerung der vor mehr als 30 Jahren eingebauten Filtertechnik des Stadtbades in Auftrag gegeben. Die seinerzeit mit 400.000 Euro kalkulierten Arbeiten waren in den Sommermonaten angesetzt worden, um die Auswirkung auf den Schul- und Vereinssport so gering wie möglich zu halten. (micm)

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