"Revolution Chemnitz": Mutmaßlicher Terrorist kann vor Zittern nicht aussagen

Angeklagter hat eine Blockade

Dresden .

Aus der mutmaßlichen Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" ist Sven W. der einzige Angeklagte, der sich bereit erklärt hat, im Prozess am Oberlandesgericht Dresden selbst auszusagen. Weit kam er am Montag nicht damit. Auf Frage des Richters schilderte er zwar, wie er den Rädelsführer Christian K. während einer Haftstrafe in der Vollzugsanstalt Regis-Breitingen vor neun Jahren kennengelernt hatte. Doch danach stockte es. Immer wieder wurde der 28-jährige Angeklagte von Zitteranfällen geschüttelt.

Ähnlich war es bereits am ersten Prozesstag gewesen. Da hatten gleich mehrere der acht Angeklagten ihre Gesichter hinter vorgehaltenen Aktenordnern verborgen. Doch einzig Sven W.s Aktendeckel vollführten unablässig schlotternde Bewegungen. Als der Angeklagte am Montag dazu kommen sollte, wie die Gruppe sich im Sommer 2018 bei von der rechtsextremen Bewegung Pro Chemnitz initiierten asylfeindlichen Demos getroffen hatte und zur bürgerwehrartigen Streife auf der Insel im Chemnitzer Schloßteich verabredete, brachte Sven W. kein Wort mehr heraus. Seine Verteidiger baten um Aufschub. Ihr Mandant sei nicht vernehmungsfähig. Der Prozess wird Dienstag fortgesetzt.

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