«Revolution Chemnitz»: Verteidiger wollen Meyer-Plath vorladen

Dresden/Chemnitz (dpa/sn) - Im Prozess gegen Mitglieder der rechtsextremen «Revolution Chemnitz» soll nach dem Willen der Verteidigung auch der Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes Gordian Meyer-Plath geladen werden. Einen entsprechenden Beweisantrag brachte ein Verteidiger am Dienstag ein, alle anderen Verteidiger schlossen sich an. Demnach ließen die Verfahrensakten darauf schließen, dass dem Verfassungsschutz bereits einige Tage vor den ersten Festnahmen Hinweise auf eine mögliche Gründung einer terroristischen Vereinigung vorlagen. Zudem soll der Antrag auch klären, ob Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in die Ermittlungen involviert waren.

Bereits Anfang Dezember ging es in dem Prozess um mögliche Kontakte eines Beschuldigten zum Verfassungsschutz in Sachsen. In dem Verfahren sind acht Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, fünf von ihnen zudem wegen schweren Landfriedensbruchs und einer auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie stehen im Verdacht, einen Umsturz der demokratischen Ordnung mit Waffen geplant zu haben. Die Anklage attestiert den Beschuldigten eine nationalsozialistische Gesinnung.


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