"Revolution Chemnitz" von Beginn an bei Ausschreitungen dabei

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Mitglieder der mutmaßlichen Terrorgruppe wollten sich schon einen Tag nach Daniel H.s Tod zur Jagd auf Ausländer verabreden. Das zeigen Ermittlungen.

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1919 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    nevidimka
    28.08.2019

    @Blackadder
    Es ist nicht meine Interpretation, sondern Maaßen selbst hatte klargestellt, dass mit "nicht authentisch" gemeint war, dass das Video kein Beweis für die behaupteten Hetzjagden ist. Wenn man sich die Verwendung im Zusammenhang von Beweisen, Aussagen, Bekennerschreiben etc. anschaut, so widerspricht es Maaßens Einlassung nicht und ergibt auch im ursprünglichem Interview mehr Sinn als die Deutung als "Fälschung".

  • 4
    2
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @nevidimka: Ihre Interpretation teile ich nicht. Zumal Maaßen ja zusätzlich sagte, man wolle von dem Mord in Chemnitz ablenken.

    Was war denn der Zweck der Hetzjagddiskussion? Die Vorfälle in Chemnitz herunterzuspielen und zu verharmlosen. Genau das haben sowohl Maaßen als auch Kretschmer getan.

  • 1
    4
    nevidimka
    28.08.2019

    @Blackadder
    Maaßen wurde bzgl. "Authentizität" missverstanden. Er behauptete damit, dass das Video nicht das Behauptete - eine Hetzjagd - zeigt. Im Fall Köthen gab es eine Telefonbandaufnahme und in der Pressekonferenz wurde die Authentizität bezweifelt, nicht weil die Aufnahme gefälscht gewesen wäre, sondern weil Zweifel am Wahrheitsgehalt der in der Aufnahme getätigten Aussagen bestand. Authentizität ist offensichtlich in Ermittlerkreisen ein Fachterminus, der leicht abweichend zum Allgemeingebrauch verwendet wird.

  • 5
    3
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    Maaßens Entlassung hatte viele Gründe. Er hatte die Authentizität des Hase-Videos angezweifelt, aber es war ja nicht gefälscht, es war schon real - ob es eine Jagdszene oder eine Hetzjagd zeigt, kann man diskutieren, aber doch nicht , ob es authentisch war! Natürlich wurden darin Ausländer gejagt.

    Das Hauptproblem der Diskussion ist doch, dass diejenigen, die abstritten, es habe Hetzjagden gegeben, in der Regel auch abstritten, das es irgendwelche Vorfälle gegeben habe. Wie z.B. unser MP, denn entgegen seinen Aussagen gab es sehr wohl einen gewalttätigen Mob und auch pogromartige Szenen (fragen Sie mal im Schalom nach).

  • 2
    3
    nevidimka
    28.08.2019

    @Blackadder
    Wenn es keine Rolle spielt, warum wurde daran so krampfhaft festgehalten, dass es zur Entlassung des damaligen Präsidenten des Bundesverfassungsschutz Maaßen führte?

    Wer bestreitet die von Ihnen nachweisbaren, aufgeführten Vorfälle?

  • 5
    3
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @nevidimka: Ist es so ein großer Unterschied, ob man das, was geschehen ist Hetzjagd oder Jagdszene nennt? Wo ist denn der Unterschied? Es wurden Menschen gejagt und auch verprügelt, weil sie Ausländer sind. Es wurden Restaurants angegriffen. Der Mob wütete auf der Straße. Kann man das nicht einfach zugeben ohne es herunter zu spielen?

  • 5
    2
    nevidimka
    28.08.2019

    @Blackadder
    Nein, das tut FP auch nicht. Die Vorfälle am 26.08.2018 und am 27.08.2018 sind schlimm genug. Da braucht es keine (unbelegten) Dramatisierungen. Ganz im Gegenteil sind solche objektiv nicht belegbaren Behauptungen kontraproduktiv, untergraben sie die Glaubwürdigkeit und lenken vom tatsächlich, nachweisbar Geschehenen ab. Ein Skandal ist es, dass sich die Bundesregierung an solchen Dramatisierungen beteiligt hat, um nicht zu schreiben, in die Welt gesetzt hat.

  • 4
    5
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @nevidimka: Aber Sie bestreiten nicht, dass es Übergriffe und Jagdszenen gab?

  • 4
    3
    nevidimka
    28.08.2019

    @Blackadder
    Vielen Dank, dass Sie meine Ausführungen (unfreiwillig) bestätigen. Freie Presse verwendet den Begriff "Hetzjagd" nicht, weil die bekannten Vorfälle nach Meinung der FP keine Hetzjagden sind. Sie dürfen dazu auch gern das Interview vom Artikel-Autor Jens Eumann auf cicero.de lesen. Zitat daraus: «Aber aus “Hetze“ und “Jagd“ eine “Hetzjagd“ zu machen, ist nicht ganz sauber, wenn man keinen Beleg dafür hat.»

  • 5
    4
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @nevidimka: Sie schreiben "Staatsanwaltschaft, Polizei, Ministerpräsident Kretschmer und Freie Presse bestreiteten, dass ihnen Hetzjagden bekannt seien. "

    Das stimmt aber so nicht. Die FP hat in Ihrem Kommentar nur abgelehnt das Wort Hetzjagd zu benutzen, dass es Jagdszenen gab, unterstreicht sie ausdrücklich! Und sie schreibt auch:

    "Wenn aus dieser Differenzierung interessierte Gruppen und Medien nun ableiten, es sei alles halb so schlimm gewesen oder eine große Erfindung, dann ist das weder in unserem Sinne noch entspricht es der Wahrheit."

    Was sagen Sie dazu?

  • 5
    5
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @Hinterfragt: Es ist ein Video, schauen Sie es sich an und urteilen dann.

  • 4
    6
    Hinterfragt
    28.08.2019

    @Blackadder; und WAS beweist jetzt nochmal die Seriosität Ihres Links zu einem Twitteraccount?

  • 5
    7
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @FreiePresse: "Das sogenannte "Hasi-Video" zeigt zum Beispiel, wie zwei jungen Migranten über wenige Meter nachgesetzt wird. An dieser Faktenlage hat sich aus Sicht der Redaktion bis heute nichts geändert. "

    Aber die andere Version des Videos kennt Ihr schon, liebe FP, oder?

    https://twitter.com/isaakspunkt/status/1033780639537999874

    Der Volksverpetzer schreibt dazu auf seiner Homepage: "Die Videos sprechen für sich, hier wurden wahllos Menschen angegriffen, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder journalistisch tätig waren. Rein semantisch könnte man vielleicht sagen: Es gab keine Hetzjagd. Aber es gab definitiv einen gewalttätigen Mob, verbale und physische Angriffe auf Menschen, Hitlergrüße und andere Straftaten. Dann waren es eben gewalttätige, demokratiefeindliche und fremdenfeindliche Ausschreitungen eines rechtsextremen Mobs. So besser?"

    Ich werde es weiterhin Hetzjagd nennen, weil es das für mich eindeutig war.

  • 4
    6
    Hinterfragt
    28.08.2019

    Und wo ist nun der Beweis, dass es diese Hetzjagden GEGEBEN hat?

    Ein "wollte, versuchte, ..." ist doch kein Beweis.

    Einen BER oder eine A72 wollte man auch schon lange fertig haben ...

  • 5
    5
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @Lesemuffel u.a.: Dass es auch einen weitaus längere Version des Hase Videos gibt, in dem man die längere Hetzjagd sieht: geschenkt. Sie glauben eh nur, was Sie glauben wollen. Aber dass es im Nachgang des 26. und 27.8. in Chemnitz über 100 Verfahren gab, davon hört man eben leider auch recht wenig in der Presse.

    https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/uebersicht-strafverfolgung-straftaten-chemnitz-august-100.html

  • 4
    7
    gelöschter Nutzer
    28.08.2019

    @Lesemuffel: Das "Hasi, du bleibst hier"-Video ist hier gar nicht Thema, sondern die Ermittlungen des LKA Sachsen gegen Revolution Chemnitz, die Chatprotokolle der Beschuldigten in die Ermittlungen einbezogen und daraus gewonnene Erkenntnisse an die Bundesanwaltschaft weitergeleitet haben. Hier im Artikel stehen nur wenige Originalaussagen; im Bericht der Süddeutschen Zeitung und anderen Medien wurde ausführlicher zitiert.
    Diese Informationen waren nicht öffentlich zugänglich; dass sie jetzt publik wurden, ist gut. Der Zeitpunkt mag kein Zufall sein, das ist aber nebensächlich.

  • 5
    6
    Progress
    28.08.2019

    Da hat man mit Akribie versucht, irgendwie doch noch so etwas wie Hetzjagden nachzuweisen, um die wahrheitswidrigen Aussagen von Merkel und Seibert doch als richtig erscheinen zu lassen. Da wird nun die Gruppe Revolution Chemnitz (gibt's die eigentlich so richtig?) als Beweis gebracht, sie hätte so etwas "geplant". Sehr dünnes Eis! Besser auf die Aussage vom ehemaligen BND-Chef verlassen, der keine Hetzjagden festgestellt hatte. Und das 17 s Clip-Schnipsel "Hase" ist ein primitive "Beweis" für etwas, was es nicht gegeben hatte. Immerhin genügte es den MSM der Stadt ein Kainsmal bis heute zu verpassen, was einige Chemnitzer auch hier im Forum bewusst am Köcheln halten.

  • 10
    4
    nevidimka
    28.08.2019

    Die jetzt veröffentlichten Aussagen haben wenig bis gar nichts mit der Diskussion über Hetzjagden zu tun.

    Der Auslöser für die Diskussionen war, dass die Regierung in Person des Regierungssprechers Seibert am 27.08.2018 gegen Mittag auf einer Pressekonferenz verlautbaren ließ, es hätte in Chemnitz Hetzjagden gegeben und es würden darüber Videos existieren - jeweils im Plural. Dies wiederholte die Bundeskanzlerin Merkel am 28.08.2018 auf einer Pressekonferenz im Ausland vor der versammelten internationalen Presse. Daraufhin entbrannte eine Diskussion, ob das einzig bekannte "Hase, du bleibst hier"-Video eine Hetzjagd zeigt - jeweils im Singular. Staatsanwaltschaft, Polizei, Ministerpräsident Kretschmer und Freie Presse bestreiteten, dass ihnen Hetzjagden bekannt seien. Grundlage dafür war der damalige Kenntnisstand. Die von Seibert und Merkel erwähnten Videos - Plural - wurden nie der Öffentlichkeit bekannt gemacht und auch die ermittelnden Behörden haben nie öffentlich die Kenntnis solcher von der Regierung behaupteten Videos bestätigt. Der damalige Präsident des Bundesverfassungsschutz Maaßen bezweifelte ebenfalls die Regierungsversion von vorliegenden Videos für Hetzjagden und bezeichnete das "Hase, du bleibst hier"-Video als nicht authentisch, d.h. dass dieses Video keine Hetzjagd wiedergibt. Maaßens Äußerungen diesbzgl. wurden am 07.09.2018 in der Bild am Sonntag veröffentlicht.

    Nach heutigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die Regierung (Seibert, Merkel) bei Ihren Aussagen über Hetzjagden, welche in Videos dokumentiert wären, sich wahrheitswidrig geäußert hatte.

    Die Hetzjagd-Diskussion ist primär keine Diskussion, ob es Hetzjagden gab, sondern darüber, ob das "Hase, du bleibst hier"-Video eine Hetzjagd zeigt und wo die von der Regierung behaupteten Videos für Hetzjagden sind.

  • 5
    9
    gelöschter Nutzer
    27.08.2019

    Also doch.