Ringbus-Haltestellen an sechs Straßen barrierefrei

Der im April dieses Jahres begonnene Umbau der Stationen ist beendet. Dabei wurden nicht nur Straßenränder verändert.

Wie hier an der Gustav-Freytag-Straße sind jetzt alle neuen Haltestellen auf dem westlichen Teil der Ringbuslinie 82 barrierefrei.

Für Sie berichtet: Michael Brandenburg

Am Freitag hat die letzte Bau-Abnahme stattgefunden. Damit seien jetzt alle neuen Haltestellen auf dem westlichen Teil der Ringbuslinie 82 barrierefrei ausgebaut, teilte die Stadtverwaltung am Wochenende mit. Neu oder umgebaut wurden demnach die Haltestellen an der Müllerstraße, Fraunhoferstraße, Barbarossastraße, Kanalstraße, am Bahnhof Mitte/Niklasberg und der Gustav-Freytag-Straße.

Die neue Ringbuslinie 82, die rund um das Stadtzentrum den Campus der Technischen Universität in Bernsdorf mit Gablenz, dem Sonnenberg, Schloßchemnitz, Kapellenberg und dem Kaßberg verbindet, war zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 in Betrieb genommen worden. Die neu eingerichteten Haltestellen entlang der Strecke wurden dafür zunächst nur provisorisch angelegt. Im April dieses Jahres begann deren barrierefreier Ausbau, in den die Stadt nach eigenen Angaben insgesamt rund 970.000 Euro investierte. Drei Viertel von dieser Summe wurden laut Stadtverwaltung vom Bund als Fördergeld zur Verfügung gestellt.

Mit diesen Kosten seien aber nicht nur die Bordsteine der Gehwege auf das Niveau der Bus-Türen angehoben worden, um Fahrgästen mit Rollstuhl und anderen Gehbehinderten sowie Personen mit Kinderwagen einen stufenlosen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Gleichzeitig seien die Straßendecken im Bereich der Haltestellen erneuert und dort, wo sie bereits vorhanden waren, die Geh- und Radwege ausgebaut worden.

Die meisten Haltestellen sollen nachträglich noch mit Unterständen zum Schutz der Fahrgäste vor Wind und Wetter sowie mit elektronischen Anzeigetafeln zur Information der Fahrgäste ausgestattet werden, teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Zum Zeitplan dafür wurden bisher noch keine Angaben gemacht. Der Ausbau der Haltestellen im östlichen Teil der neuen Ringbuslinie sei für 2019 vorgesehen, kündigte die Pressestelle des Rathauses außerdem an.

Bis spätestens Ende des Jahres 2021 müssen bundesweit alle Haltestellen von Linienbussen und Straßenbahnen sowie die entsprechenden Fahrzeuge barrierefrei umgebaut sein. Denn eine 2013 in Kraft getretene Gesetzes-Änderung verpflichtet die Nahverkehrsbetreiber dazu, "für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen".

In Chemnitz sollen daher bis Ende 2021 insgesamt rund 30 Millionen Euro für den Umbau aller Haltestellen von Bus und Bahn, das Umrüsten der Straßenbahntüren und die Montage von Außenlautsprechern an Bussen ausgegeben werden. Einem entsprechenden Investitionsprogramm hatte der Stadtrat im Frühjahr 2017 mit großer Mehrheit zugestimmt.

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