Röhrsdorf steht ein Marathon an Straßenbaustellen bevor

Die Bewohner des Stadtteils müssen sich über Monate hinweg auf Behinderungen des Verkehrs einstellen. Vor allem ein Teil des Ortes ist betroffen.

Röhrsdorf.

Sollten sich die Einwohner von Röhrsdorf in den 20 Jahren seit der Eingemeindung ihres Ortes noch nicht so richtig als Chemnitzer gefühlt haben, so wird ihnen in diesem Jahr ganz kräftig auf die Sprünge geholfen. Denn bis in den Spätsommer hinein steht ihnen ein Baustellenmarathon ins Haus, der sich hinter den Zuständen in anderen Teilen der Stadt nicht zu verstecken braucht. Ortschaftsrat Reiner Müller, selbst beruflich mit der Baubranche verbunden, spricht von "wahnsinnigen Einschränkungen" und einem "kleinen Chaos", das dem Ort zeitweilig drohe.

Betroffen ist vor allem der Bereich Leipziger- und Theodor-Körner-Straße. Los gehen soll es nach Informationen des Ortschaftsrates dort bereits in der kommenden Woche mit vorbereitenden Arbeiten zur Rekonstruktion der Ampelanlage an der Kreuzung Leipziger/Chemnitzer/Wildparkstraße an der Einfahrt zum Gewerbegebiet. Die Arbeiten sollen bis in den April hinein andauern. Autofahrer müssen sich auf Behinderungen und Umwege einrichten; der Verkehr wird den Angaben zufolge von einer Baustellenampel geregelt.

"Baustellen sind eben immer eine zweischneidige Angelegenheit", kommentiert Ortsvorsteher Hans-Joachim Siegel die bevorstehenden Einschränkungen. "Einerseits gibt es im Ort viel zu tun, und man muss froh sein, wenn was in Ordnung gebracht wird." Andererseits seien derlei Vorhaben immer mit Behinderungen für den Verkehr verbunden.

Große Bauchschmerzen bereitet ihm und den übrigen Ortschaftsräten ein Vorhaben, das für Mai und Juni geplant ist. Dann soll im Anschluss an die Kreuzung Wildparkstraße die Fahrbahn der Chemnitzer Straße erneuert werden, zwischen Beethovenweg und Leipziger Straße. Vorgesehen ist, dort eine neue Asphaltschicht aufzuziehen, die Straßenabläufe und Entwässerungsschächte zu erneuern und auch die Gehwege auszubauen. Zudem soll die Bushaltestelle "Gasthof Wildpark" barrierefrei werden. Das Problem: Der avisierte Zeitraum für die Arbeiten - 6. Mai bis 28. Juni - erscheint nicht wenigen im Ort als einigermaßen ambitioniert. "Das ist schon sehr sportlich", urteilt Reiner Müller. Ursprünglich sei sogar mit nur vier Wochen kalkuliert worden. Der Ortschaftsrat hat vorgeschlagen, die Arbeiten in zwei Bauabschnitte zu teilen - in Straße und Fußweg. Die Umleitung soll aktuellen Überlegungen zufolge über die Heinrich-Heine-Straße (in Richtung Dorf) und die Theodor-Körner-Straße (Stadt) geführt werden.

Im Sommer dann wird die Theodor-Körner-Straße selbst zur Baustelle. Dort soll in mehreren Teilbereichen die Wasserleitung erneuert werden. Die Arbeiten sind laut Ortschaftsrat für Juni und Juli geplant.

Als letzte größere Baustelle steht die Erneuerung der Fahrbahn auf dem noch unsanierten Teilstück der Leipziger Straße bis zur Einmündung Nordstraße im Plan. Sie ist für die Zeit von August bis September vorgesehen. Andere Teilstücke der Leipziger Straße waren bereits in den zurückliegenden Jahren nach und nach saniert worden.

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