Rummel am Museumsbahnhof lockt vor allem Familien an

Zum ersten Mal haben in Markersdorf Schausteller Fahrgeschäfte aufgebaut. Es soll nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.

Markersdorf.

Premiere auf dem Gelände des Museumsbahnhofs Markersdorf-Taura zum Pfingstwochenende: Erstmals wurden Gäste während des Bahnbetriebs auch zum Rummel eingeladen. Dafür hatten die Gastgeber von den Eisenbahnfreunden Chemnitztal den Parkplatz auf dem Areal für die Fahrgeschäfte und Buden einer Handvoll Schausteller zu Verfügung gestellt.

Während die Museumsbahn die Passagiere auf der zwei Kilometer langen historischen Gleistrasse beförderte, drehten Kinder auf einem benachbarten Rundkurs mit einer strombetriebenen Schmalspurbahn ihre kleinen Runden. Das Fahrvergnügen gehörte zu fünf Erlebnisangeboten, die Ronny Stransky mit vier weiteren Schaustellerunternehmen organisiert hatte. "Ich freue mich, dass uns die Vereinsfreunde den Platz ohne Standgebühr überlassen. Das ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für uns", so der Tauraer. Während sich einige Besucher beim Ballwurfstand versuchten, testeten andere bei "Hau den Lukas" oder am Schießstand Kraft und Geschicklichkeit. Mutige waren eingeladen, sich mit Seilen sichern zu lassen und dann auf einem Riesentrampolin in die Luft zu springen. Als weiteres Angebot für junge Leute gab es einen Bastelstand, an dem beispielsweise figürliche Gipsvorlagen je nach Altersklasse farblich gestaltet werden konnten.


Es sei ein Versuch, hatte Stransky, der aus einer alteingesessenen Chemnitzer Schaustellerfamilie stammt, im Vorfeld gesagt. Beim Abbau der Buden am späten Montagnachmittag zeigte er sich zufrieden. Am Samstag sei die Resonanz noch enttäuschend gewesen. Am Sonntag hätten sich schon mehr Besucher eingefunden. "Der Montag war dann super. Der Tag hat sich für alle Beteiligten gelohnt", berichtete der Schausteller. Viele Familien hätten den Museumsbahnhof besucht, das Riesentrampolin stand hoch im Kurs. Stransky führte den Zustrom auch darauf zurück, dass die alte Markersdorfer Mühle am Montag geöffnet war. Man sei sich deshalb mit den Eisenbahnfreunden einig, dass der Rummel nächstes Jahr zum Pfingstwochenende eine Neuauflage erleben soll. Vielleicht werde dann das Angebot für Kinder noch ausgebaut, stellte Stransky in Aussicht.

Christine Fritzsche wird es gerne hören. Sie testete mit ihrem Sohn und ihrer Mutter die Angebote. "Wir wohnen unweit vom Rummelgelände. Prima, dass eine solche Veranstaltung organisiert wird. So viel wird Familien mit Kindern hier nicht unbedingt geboten", stellte Fritzsche fest. Gefragt waren bei den Besuchern auch die Bahntouren ins Schweizerthal. Unermüdlich ratterte ein motorgetriebener Schwerkleinwagen mit angekuppeltem Beiwagen nach Diethensdorf und zurück. Einst war es die Hauptaufgabe dieser Dieselfahrzeuge der Deutschen Reichsbahn, Material, Technik und Arbeiter zu Netzbaustellen entlang der Gleistrassen zu befördern. Jetzt finden auf den Ladeflächen die Passagiere ihren Platz - so wie Rosemarie und Robert Schwarzbach. "Das Angebot mit dem Rummel wertet den Besuch am Museumsbahnhof auf, eine prima Sache", so die Chemnitzer.

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