Saisonende am Schloßteich - Reparieren, Warten, Streichen

Das erste Boot wird ins Trockne gebracht. Bald soll auch das Wasser abgelassen werden. Die Stadt nimmt sich dann zweier Sorgenkinder an.

Schlosschemnitz.

Zuletzt repariert wurde sie im Juni. Ein technischer Defekt hatte das Wasserspiel auf dem Schloßteich für einige Wochen lahm gelegt. Die Pumpe der Fontäne sei notdürftig repariert worden, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung gestern. Schon im Juni hieß es darum, man prüfe, die Anlage komplett zu sanieren. Da ist man nun offenbar zu einer Entscheidung gelangt. Denn es gibt eine aktuelle Ausschreibung für das Projekt. "Die gesamte Unterkonstruktion und die Pumpe sind verschlissen", sagte der Sprecher. Einzelheiten wie Baubeginn oder Kosten könne er aber nicht nennen, da es sich um eine aktuelle Ausschreibung handele. Eine Fontäne gehört schon seit über 100 Jahren zum Schloßteich. Eine historische Postkarte von 1901 zeigt ein Wasserspiel mit einem Strahl. Eine Karte von 1918 zeigt sogar eine ganze Reihe von Strahlen.

Was der Stadtsprecher sagen kann, ist, dass bald erst einmal kein Wasser mehr im Schloßteich plätschern wird. Einen genauen Termin gebe es nicht, aber voraussichtlich im November oder Dezember, auch abhängig vom Wetter, werde das Wasser abgelassen. Grund dafür sei vor allem, dass das Auslaufwehr gewartet werden muss. Dafür seien Abdichtungsarbeiten an den Schütztafeln notwendig. Das werde von Mitarbeitern des Grünflächenamtes übernommen. Die Firma, die das Wehr auch eingebaut hat, werde zudem im Rahmen ihres Wartungsvertrages unter anderem die Sensortechnik neu einstellen. Genau diese Sensoren hatten im Juli dafür gesorgt, dass der Teich fast leerlief. Nach starkem Regen war das Gewässer sehr voll, die Sensoren lösten aus, dass sich das Wehr öffnet und das Wasser ablaufen kann. Jedoch schloss es sich nicht mehr, sodass zu viel Wasser ablief. Falko Hirsch, Betreiber der Gondelstation, sagt, derzeit sei das Wehr ausgeschaltet und müsse von Hand bedient werden. Darum sei der Teich momentan fast bis zum Rand gefüllt. Der Stadtsprecher räumt ein, dass an beiden Wehranlagen, die es am Teich gibt, Verschleißerscheinungen zu beobachten seien und langfristig eine Sanierung notwendig sei.

Wer auf dem Schloßteich noch einmal eine Runde Bootfahren möchte, kann das bis zum 26. Oktober tun. Dann nimmt Hirsch alle Fahrzeuge aus dem Wasser. Das Boot Schloßperle hat er gestern schon abholen lassen. Im Gegensatz zu den Ruder- und Tretbooten wird sie im Winter auf dem Gelände eines Abschleppdienstes untergestellt. Den Winter über werden die Boote gestrichen, die Schloßperle soll im Frühling eine neue Harzschicht erhalten. Die Saison 2016 habe für ihn sehr schlecht begonnen, erzählt Hirsch. Die schönen Tage im August und September hätten aber alles wieder gut gemacht. So sei er in diesem Jahr auf rund 25.000 Besucher gekommen, wie in den anderen Jahren auch.

Die geplanten Arbeiten an Fontäne und Wehr begrüßt Hirsch. Voll und ganz zufrieden stellen sie ihn aber nicht. Denn einige Wünsche bleiben weiterhin offen. So sei vor Jahren eine dritte Brücke von der Schloßteichinsel geplant gewesen, die sie mit den Schloßteichanlagen verbinden sollte. Außerdem würde sich Hirsch wünschen, dass der Graben um die Insel, der voller Schlamm ist, ausgebaggert wird. Dann könnten Ausflügler wieder um die Insel herum rudern - wie es vor Jahrzehnten noch möglich war.

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